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BOLD THE MAGAZINE 01 2012

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LEIDENSCHAFT

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44 | BOLD THE MAGAZINE Kunst & Kultur | Nicolas Cage oder Elvis Presley oder Elmo von der „Sesamstraße“ ist, alle haben irgendwie zauberhafte Sachen vollbracht. Also dachte ich mir, warum versuche ich es nicht einfach damit. Hat er denn schon etwas Zauberhaftes vollbracht? Oh ja! Wissen Sie, wie man erkennt, ob man einen Schauspieler in der Familie hat? Du schenkst deinem Kind ein Spielzeugtelefon und guckst zu, wie es so tut, als würde es telefonieren. Dann wirst du es wissen, ob ein geborener Schauspieler in deinem Kind steckt oder nicht. Wie war die Zusammenarbeit mit den „Crank“-Regisseuren bei „Ghost Rider: Spirit of Vengeance“ für Sie? Mark Neveldine und Brian Taylor sind absolut verrückt! Sie riskieren ihr Leben für eine gute Einstellung. Mark hat in einer Hand eine Kamera, mit der anderen navigiert er ein Motorrad. Dabei fährt er auf Rollerblades mit 100 km/h. Die beiden haben das Motto: Wenn du dir in irgendeiner Szene die Knochen brichst, zeigen wir das auch im Film. Ich hab mich also in eine ziemlich gefährliche Umgebung gebracht – und dachte mir: Scheiß drauf! Gebt mir mehr Action-Szenen, macht alles noch gefährlicher! Wenn sie eine Szene 20-mal drehen wollten, wollte ich sie 40-mal spielen. So gehe ich mit Druck um, ich überkompensiere ihn. Wenn ich den Ghost Rider spielte und mich in die Figur einfühlte, war ich so in Trance, dass ich die Gefahr gar nicht wahrnahm. Es war schon unheimlich, wie sehr ich mit diesem gefallenen Engel aus einer anderen Dimension verbunden war. Wie gestalteten sich die Drehbedingungen in Osteuropa? Na ja, wenn es vier Uhr morgens ist und du draußen am kalten Set stehst, frierst du einfach ein. Es wird total schwer, deinen Mund zu bewegen und zu schauspielern. Es war hart, aber wir sind durchgekommen. Hab ich euch von meiner Theorie erzählt, dass die Schauspielerei von den alten Medizinmännern, Schamanen stammt? Nicolas Cage liebt nicht nur Mythen und Märchen, sondern erzählt auch gern welche. Wie am Lagerfeuer bei den Pfadfindern ... Also, wenn wir weit in die Zeit zurück reisen, gab es überall Dörfer, die voll von Medizinmännern und Schamanen waren. Man könnte meinen, die waren alle verrückt, aber sie drifteten nur in diese andere Welt der Psyche, um Antworten und Heilmethoden für die anderen Einwohner des Dorfes zu finden. Es gibt ein Buch, dass diese Theorie unterstützt, dass das die ersten Schauspieler auf der Welt waren. Ich habe an diese Theorie gedacht, als ich mich für „Ghost Rider“ vorbereitet habe. Manchmal haben die Schamanen ja auch Masken benutzt. Die haben sie aufgesetzt, um sich in einen besonderen Geist hinein zu versetzen. Also hab ich mein Gesicht auch manchmal weiß oder schwarz angemalt und sah aus wie ein Voodoo-Priester. Ich sah aus wie jemand aus einem Kult, es gibt da einen (welchen er meint, sagt er leider nicht), der repräsentiert den Tod und den Übergang, ist zu Kindern freundlich aber auch der Gott des Fickens – in dieser Welt. Ich dachte mir, der Ghost Rider sollte auch etwas davon haben. Also hab ich mein Gesicht angemalt, mir schwarze Kontaktlinsen in die Augen gemacht und bin so ans Set gelaufen. Ich hab kein Wort gesagt, auch wenn die anderen Darsteller mit mir reden wollten, blieb ich stumm. Das war meine Art mich in der Rolle nicht lächerlich zu fühlen. Und es hat mich in einem düsteren Licht erscheinen lassen. Die anderen hatten auf jeden Fall Angst, das konnte ich in ihren Augen sehen. Das hat meinen Glauben vergrößert zu denken, ich wäre wirklich der Ghost Rider. Das war mein erster Versuch im, so wie ich es nenne, „Nouveau-Scharmaniac-Acting“. Als ein großer Fan des Riders, haben Sie sich sogar ein Tatoo stechen lassen? Ja das stimmt. Ich habe einen flammenden Totenkopf tätowiert. Aber wo, verrate ich nicht. Der Film hat mit schlechten Entscheidungen und Verträgen zu tun. Was war Ihre schlechteste Entscheidung? Dummerweise sind diese Entscheidungen meist allgemein bekannt. Ich gebe aber zu, dass ich Leuten vertraut habe, denen ich nicht hätte vertrauen sollen. Aber es bleiben nur Fehler, wenn man daraus lernt!

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