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BOLD THE MAGAZINE 02 2012

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(R)EVOLUTION

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12 | BOLD THE MAGAZINE (r)EVOLUTION Beständiger Wandel Autor: H. G. Teiner „Die Freiheit führt das Volk“, von Eugene Delacroix zur Französischen Revolution.

Einstieg | (R)EVOLUTION BOLD THE MAGAZINE | 13 Gibt es in unserer heutigen demokratischen Welt noch Anlässe für eine politische Revolution? Brauchen wir eine technische Revolution, um einer Ölkrise oder dem Atom-Supergau zu entgehen? Reichen unsere evolutionären Schritte und die Innovationskraft der Industrie als Gegengewicht zu den weitreichenden sozialen Umbrüchen und wirtschaftlichen Folgen der Globalisierung? REBELLION UND UMSTURZ Schauen wir einmal zurück: Im Juli 1789 begann das Volk von Paris, sich gegen die hohen Preise aufgrund der feudalistischen Verbrauchssteuern auf Brot als Grundnahrungsmittel aufzulehnen und zündete Zollhäuser an. Am 14. Juli wird in Frankreich jährlich der Tag des Sturms auf die Bastille als offizieller Auftakt der Fanzösischen Revolution gefeiert. Der Mythos dieses Ereignisses ist größer als die tatsächlichen historischen Vorgänge: Die kleine Bastion war zu dieser Zeit das Gefängnis und Munitionslager mit einer Wachmannschaft bestehend aus ausgedienten Kriegsveteranen: Der Kommandant ließ auf die teilweise bewaffneten Demonstranten schießen, etwa 90 Personen wurden getötet. Nach der Überwältigung der Wachmannschaft stürmte die Menge das Gefängnis und befreite die wenigen Gefangenen. Allerdings war dieses Ereignis der Anlass zur Aufstellung der Nationalgarde unter Marquis de La Fayette und für die Absetzung des königlichen Gouverneurs von Paris, an dessen Stelle der Generalrat der Commune trat, welcher eine entscheidende Rolle in dem weiteren, blutigen Geschehen der Französischen Revolution spielen sollte. Dieser Nationalfeiertag ist auch ein Gedenktag für das ein Jahr später gefeierte Föderationsfest und steht für den Treueeid des französischen Königs auf die gesamte Nation mit allen Gesellschaftsschichten. Von jetzt an löste sich die althergebrachte starre Machtstruktur auf, in der der Herr ein Herr war und der Knecht ein Knecht. Das Ancien Régime, die frühere Regierungsform der Bourbonen und mit ihnen der Absolutismus wurde abgeschafft. Der absolutistische König Ludwig XVI. wurde durch die Französische Revolution entmachtet und 1791 zur Staatsform der konstitutionellen Monarchie genötigt, 1792 wurde er endgültig abgesetzt und die erste Republik ausgerufen. MYTHOS REVOLUTIONSHELD Che Guevara kämpfte an der Seite Fidel Castros gegen den kubanischen Diktator Batista und das von den USA abhängige Wirtschaftssystem, in dem zunehmend außerkubanische Unternehmer und auch Kriminelle das Wirtschaftsleben auf der schönen Insel in der Karibik bestimmten. Neben einer kleinen Oberschicht, war der Großteil der Bevölkerung arm und unterversorgt, es mangelte an Schulen und Krankenhäusern. Der Revolutionskampf sollte ein gerechteres, unabhängiges, kommunistisches Kuba ermöglichen. Das Bildnis von Ernesto Che Guevara, das im Jahre 1960 von Alberto Kosta aufgenommen wurde, ist mittlerweile Foto: Che Guevara Archiv zur allgültigen revolutionsromantischen Ikone geworden und hat den Mythos des Prototyps des jugendlichen Revolutionärs und idealistischen Guerillaführers bis in heutige Generationen transportiert. „Hasta la victoria siempre. Patria o muerte“: Immer bis zum Sieg. Das Vaterland oder den Tod – so schrieb der argentinische Arzt, Marxist und Kommandant Che Guevara an Fidel Castro. 1967 wurde Ernesto Guevara im Alter von 39 Jahren im Freiheitskampf in Bolivien erschossen – gerade deshalb lebt er bis heute als leidenschaftlicher Widerstandskämpfer und Held gegen den imperialistischen Machtanspruch in vielen Herzen weiter. Sein Tod machte ihn zu einem Märtyrer linker Befreiungsbewegungen und zur politischen Kultfigur auf der ganzen Welt. Laut Time Magazin zählte er 1999 zu den 100 einflussreichsten Menschen des 20. Jahrhunderts. Heute ist er zu einem bildhaften Symbol der Unangepasstheit geworden, mit der realen ...

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