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BOLD THE MAGAZINE 02 2012

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(R)EVOLUTION

Foto: J. Fischnaller 18

Foto: J. Fischnaller 18 | BOLD THE MAGAZINE Schwerpunkt | (R)EVOLUTION | Nachgefragt

Schwerpunkt | (R)EVOLUTION | Nachgefragt BOLD THE MAGAZINE | 19 Netzwerke im Gehirn verankert werden, sind sie weder durch Belehrungen und andere kognitive Maßnahmen noch durch Belohnung oder Bestrafung, also durch emotionale Trigger veränderbar. Ungünstige innere Einstellungen und Haltungen lassen sich nur beeinflussen, indem man das verändert, was sie hervorgebracht hat: ungünstige Erfahrungen. Aber dazu, eine neue Erfahrung zu machen, kann man niemanden zwingen, durch Argumente nicht und auch nicht durch Belohnung oder Bestrafung. Man kann sein Gegenüber nur einladen, ermutigen, inspirieren, eine solche, andere, günstigere Erfahrung machen zu wollen, mit sich selbst, mit einem Chef, auf der Arbeit, in der Schule oder zu Hause. Darauf, anderen Menschen eine solche neue Erfahrung zu ermöglichen, hat aber nur selten jemand Lust. Wir versuchen es lieber mit klugen Ratschlägen oder der Androhung von negativen Folgen oder dem Versprechen von Belohnungen. Und das funktioniert eben nicht. Deshalb verändert sich bei den betreffenden Personen auch nichts im Hirn. Würden Sie sich eine (R)evolution des Bewusstseins wünschen und wenn ja, wie sollte diese aussehen? Eine Veränderung des Bewusstseins der Menschen ist längst in Gang. Es geht eben nur sehr langsam. Es hat Ewigkeiten gedauert, bis die Mehrheit der Menschen von der Stufe des mystischen und magischen Bewusstseins endlich die Stufe des personalen Bewusstseins erreicht hat. Und jetzt geht es darum, ein transpersonales Bewusstsein zu entwickeln. Haben Sie selbst in Ihrem Leben eine persönliche (R)evolution erlebt und wenn ja, in welcher Form? Ich persönlich finde Revolutionen ziemlich uninteressant. Die kommen immer sehr plötzlich, da hat sich vorher meist sehr viel angestaut und das, was dabei am Ende herauskommt, ist eigentlich keine richtige Veränderung. Mir selbst macht es mehr Spaß, wenn es mir gelingt, mich jeden Tag ein kleines Stück weiterzuentwickeln. Schritt für Schritt. Nicht durch eine Revolution, bei der man doch nur wieder dorthin zurückfällt, woher man gekommen ist. Auch wenn man zunächst glaubt, dass sich etwas ganz Entscheidendes verändert hat. In welche Richtung können sich die Menschen, im Hinblick auf das heutige Wissen über die Funktionen des Gehirns, im günstigsten Fall entwickeln? Die einzige Entwicklung, zu der die Erkenntnisse der Hirnforscher beitragen können, besteht darin, dass wir anfangen, uns selbst etwas besser zu verstehen als bisher. Aber wenn man erst einmal zu verstehen beginnt, weshalb man samt seinem Gehirn so geworden ist, wie man ist, dann kann man es auch ändern. Das ist der Unterschied zu allen Revolutionen: da hat man nie so recht verstanden, was der Grund war, dass sie stattgefunden haben. Und wirklich vorwärts gebracht haben sie uns ja auch nicht.

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