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BOLD THE MAGAZINE 03 2012

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WEITBLICK

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26 | BOLD THE MAGAZINE Schwerpunkt | Weitblick | Nachgefragt lauf der Beteiligten aufzubessern. Genau so etwas wollte ich nicht. Wir sind kein Karrierenetzwerk, sondern eine Plattform guter Ideen, die Studierenden aus allen Fachrichtungen die Möglichkeit bietet, sich sozial zu engagieren und eigene Ideen einzubringen. Dass sich „Weitblick“ konkret mit dem Thema Bildung auseinandersetzt, hing mit dem Gedanken zusammen, dass wir als Studierende in Deutschland das Privileg einer freien Bildung haben, was vielen Kindern und Jugendlichen in anderen Ländern der Welt verwehrt bleibt. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, einen kleinen Teil zu einem weltweit gerechteren Zugang zu Bildung beizutragen. Wie kam es zum Namen „Weitblick“? Wir möchten den Leuten nicht sagen, was richtig oder falsch ist, was gut oder schlecht – das ist nicht unser Thema. Wir fordern nur, dass man sich ein eigenes Bild von Dingen, Menschen und Situationen macht. Erst dann kann und sollte man sich ein Urteil bilden – wenn man über fundierte Kenntnisse verfügt. Deswegen stellen wir die eigenen sozialen Erfahrungen der Studierenden in den Mittelpunkt. Sie sollen sich ein eigenes Bild von der Kultur, den Menschen und den Projekten machen. Wir legen dabei Wert auf Austausch auf Augenhöhe – auch beninische Studenten kommen nach Münster, um uns und unsere Kultur kennen zu lernen. Des Weiteren war mir in meinem BWL-Studium aufgefallen, dass vielen meiner Kommilitonen „Weitblick“ fehlte und sich viele nur auf ihre eigene Karriere konzentrierten. Deshalb wählten wir schließlich diesen Namen, der dafür steht, dass man auch mal über den eigenen Tellerrand hinausschauen muss, sich neben den Studium für andere Sachen engagieren sollte. Welchen Hintergrund, welche Perspektiven haben die Studierenden, die sich bei „Weitblick“ engagieren? Die „Weitblicker“ sind Studierende aus allen Fachrichtungen, sowohl von Unis als auch von FHs in insgesamt 15 Universitätsstädten Deutschlands. Einige von ihnen können sich vorstellen, später in der Entwicklungsarbeit tätig zu werden, andere wollen das Thema Unternehmensethik mit in die Konzerne nehmen, wiederum andere wollen sich einfach sozial neben dem Studium engagieren. Sie alle haben das gemeinsame Ziel, sich für gerechtere Bildungschancen einzusetzen, was sie mit viel Ehrgeiz und Elan tun. Ich sage immer, dass zu „Weitblick“ keine Idioten kommen. Man trifft also immer nette, hilfsbereite und engagierte Leute bei unseren Sitzungen. Was, glauben Sie, bewirkt „Weitblick“ bei den mitwirkenden Studierenden? „Weitblick“ ist ganz klar ein Ort, an dem man Freunde treffen kann. Wir verbringen nicht nur während der Sitzungen Zeit miteinander, sondern sehen uns auch oft privat. Das ist einer der Gründe, weshalb die Leute gern immer wieder kommen: Man wird ohne Vorbehalt aufgenommen, bei uns muss man kein Motivationschreiben einreichen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass viele der „Weitblicker“ durch ihre Tätigkeit in der Studierenden-Initiative toleranter geworden sind. Auf jeden Fall setzen sich viele von ihnen mit Themen wie Nachhaltigkeit, Integration oder Entwicklungspolitik auseinander. Ich glaube, dass viele der Studierenden, die bei „Weitblick“ mitwirken, ihre Umwelt reflektierter wahrnehmen. Dies alles funktioniert so gut, da bei uns zwei Sachen im Vordergrund stehen: Der Spaß an der guten Sache und die Überzeugung, eine Plattform für gute Ideen zu sein. Was soll „Weitblick“ Ihrem Wunsch nach in den nächsten Jahren bewirken? „Weitblick“ gibt es seit vier Jahren. In dieser Zeit sind wir unheimlich schnell gewachsen. Mittlerweile haben wir über 1.600 Mitgliedern. Für die Zukunft wünsche ich mir in diesem Zusammenhang Beständigkeit und gerne auch weiteres Wachstum, damit wir auch weiterhin im Rahmen unserer Möglichkeiten viel bewegen können. Mein Traum bei der Gründung von „Weitblick“ war es, dass eines Tages Studierende eine Uni für Studierende bauen. Dieses Projekt (Uni baut Uni) wollen wir in den nächsten Jahren gemeinsam angehen und starten gerade mit der Planung dieses großen Projekts. Aus einer Vision soll Wirklichkeit werden! Links zum Thema: www.marokko.com www.weitblicker.org

Schwerpunkt | Weitblick | Nachgefragt BOLD THE MAGAZINE | 27 Foto: Weitblick Bundesverband Andreas Pletziger, Weitblick-Initiator mit Isidore Bio dem Botschafter der Republik Benin in Deutschland, anlässlich der Aktion „Puzzle für Schule“

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