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BOLD THE MAGAZINE 04 2011

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46 | BOLD THE MAGAZINE Kunst & Kultur | KUNST FAIR PRÄSENTIERT Messe-Format. Obwohl der Berliner Kunstsalon eine Veranstaltung zum Entdecken noch weitestgehend unbekannter Künstlerinnen und Künstler ist, der Schwerpunkt der Veranstaltung also im Bereich der Künstlerförderung liegt, wurde er in den letzten Jahren stets als inhaltlich ernstzunehmende Alternative zu den großen Messen der Stadt besprochen, deren Macher über weitreichende professionelle Netzwerke verfügen. Diesen Anspruch wird der diesjährige Berliner Kunstsalon untermauern. Was ist Ihre Perspektive im Zusammenhang des internationalen Kunstmarktes? Mit seinem Profil als Sprungbrett für junge Talente genießt der Berliner Kunstsalon eine privilegierte Sonderposition im Umfeld der Messeveranstaltungen, denn er muss seinen Marktwert nicht in Kategorien wie A-, B- oder C-Messe beweisen. Viel eher geht es darum, den nationalen wie internationalen Galeristen, Kuratoren, Artscouts und Sammlern ergänzend zum Angebot der hiesigen Messen bemerkenswerte Talente zu offerieren, deren Zielgebiet ganz klar im internationalen Kunstgeschehen verortet ist. PREVIEW BERLIN Vom 9. bis zum 11. September 2011 bietet auch die Preview Berlin zum siebten Mal jungen nationalen und internationalen Galerien und Projekträumen die Möglichkeit, Werke einer neuen Genera- Foto: H. G. Teiner tion von aufstrebenden Künstlern einem Publikum aus Sammlern, Fachleuten und Kunstbegeisterten zu präsentieren. Die 2005 gegründete Messe wird heute von den Berliner Galeristen Kristian Jarmuschek (Galerie Jarmuschek & Partner), Rüdiger Lange (Galerie loop – Raum für aktuelle Kunst) und dem Künstler Ralf Schmitt (MyVisit.to) organisiert. Für die fünfte Ausgabe im Jahr 2009 zog die Messe in die Haupthalle des Flughafens Tempelhof um und entwickelte unter dem Titel „Less Regress – More Congress“ ein progressives Messekonzept in Form einer kuratierten Ausstellung ohne klassischen Messebau, das enthusiastisch von Medien und Publikum aufgenommen wurde. 2010 präsentierte die Preview Berlin eine ambitionierte Standkonzeption, die die verschiedenen Erfahrungen der letzten Jahre zusammenfasste: eine Kombination aus großzügig geschnittenen White Cube-Messeständen und offenen Flächen für raumgreifende Installationen und performative Arbeiten. Eine zentrale Lounge bot einen Treffpunkt für Besucher und diente als Veranstaltungsort für das vielfältige Rahmenpro- gramm aus Führungen, Empfängen und Diskussionen. Eine weitere Neuerung im Messeprogramm war der Fokus auf Galerien und Kunsträume aus Osteuropa. Nach der erfolgreichen Messe 2010, in der nach Angaben der Veranstalter, innerhalb von drei Tagen 12.000 Besucher durch den großzügig geschnittenen Hangar 2 des ehemaligen Flughafens strömten, verspricht die Preview Berlin 2011 erneut ein Magnet für die Kunstwelt zu werden. ABC ART BERLIN CONTEMPORARY 2011 widmet sich die Art Berlin Contemporary dem Malerischen: Die Ausstellung „about painting“ präsentiert Malerei der Gegenwart, aber auch Installationen, Papierarbeiten, Videos, Fotografien oder Skulpturen, die ein kontextuelles Interesse an diesem klassischen Medium aufweisen. Das „Malerische“, als kunsthistorischer Grundbegriff vor hundert Jahren von Heinrich Wölfflin begründet, bildet einen weiteren Ansatz: „Malerei ist der Triumph des Scheins über das Sein“. Der Veranstalter selbst wählt diese Worte: „Vor 20 Jahren, der Zeit der Kontextkunst, galt der Fokus eher dem Rahmen als den Bildern selbst – zumindest wurden Gemälde in Ausstellungen verhältnismäßig selten präsentiert. Das Erbe dieser spezifischen Untersuchungen ist heute in vielen zeitgenössischen künstlerischen Ansätzen wieder zu finden, nicht zuletzt in der Malerei, die von einer enormen Reflexion des Mediums und seiner Geschichte geprägt ist“.

Kunst & Kultur | KUNST FAIR PRÄSENTIERT BOLD THE MAGAZINE | 47 Die Art Berlin Contemporary entwickelte sich vor vier Jahren als freies Format zwischen Ausstellung und Galerien-Veranstaltungen. Den Initiatoren ist es seitdem gelungen, einen wichtigen Termin im internationalen Kunstkalender zu etablieren. C.A.R. CONTEMPORARY ART RUHR IN ESSEN Weitere Veranstaltungen zeitgenössischer Kunst finden im Herbst 2011 mit der Contemporary Art Ruhr in Essen und in Düsseldorf, die Kunstpunkte, statt. Die Contemporary Art Ruhr ist eine Kunstmesse in einem besonderen architektonischen Umfeld, der Zeche Zollverein: Kunstpräsentation im Spannungsfeld von alter Industriekultur und von neuen künstlerischen Perspektiven. Die Messe findet an einem zentralen Ort des Ruhrgebiets statt, an dem der Umbruch des Industrie-Ruhrpotts zum Medienstandpunkt stattfindet. Die Zeche Zollverein hat durch das Kulturhauptstadtjahr 2010 einen kräftigen Aufschwung erlebt und sich spätestens jetzt auch europaweit einen Namen gemacht. Ziel der Contemporary Art Ruhr ist es, in der Region mit mehr als 5,3 Millionen Einwohnern einen eigenen Kunstmarkt zu entwickeln. In nur wenigen Jahren ist eine erfolgreiche und viel beachtete Messe für zeitgenössische Kunst von nationaler und internationaler Bedeutung entstanden. Contemporary Art Ruhr, das sind zwei unterschiedliche, jährlich stattfindende Kunstmessen: Die Medienkunstmesse im Sommer hat ihren Ausstellungsschwerpunkt im Bereich der Kokerei, die jetzt im Herbst anstehende Messe findet im Bereich des Kesselhauses und des Red Dot Design Museums, statt. Die Contemporary Art Ruhr im Herbst steht unter dem Motto: „Innovation“. Das bedeutet, auch in diesem Jahr wieder neue Einblicke in die aktuellen Strömungen der zeitgenössischen Kunst zu ermöglichen. Das Ausstellungskonzept gewährleistet, dass sich Newcomer, Avantgarde und etablierte Galerien gleichermaßen und nebeneinander präsentieren können. Die Messe ist eine offene Austellungsplattform, die neue künstlerische Positionen in kommunikativer Atmosphäre entdecken läßt. BOLD sprach mit Silvia Sonnenschmidt und Thomas Volkmann, den Initiatoren der Contemporary Art Ruhr (C.A.R.): Welche Schwerpunkte und Neuerungen weist Ihr Messe-Konzept für den Herbst 2011 auf? S. Sonnenschmidt: Das Ziel des Austauschs, der Kooperation und Kommunikation, oft auch gerade entlang unkonventioneller Pfade, verfolgt die C.A.R. seit sie besteht, Jahr für Jahr kommen weitere Teilnehmer und Partner hinzu – wie zum Beispiel die Los Angeles Art Association, (LAAA) oder die Folkwang Universität der Künste. In fünf Hallen auf über 5.000 m 2 stellt die C.A.R. im Herbst 2011 etablierte wie avantgardistische Positionen vor, zum ersten Mal präsentiert sie vom 28. bis zum 30. Oktober 2011 in den außergewöhnlichen Räumen – im Red Dot Design Museum – zeitgenössische Kunst. Das Spektrum der C.A.R. 2011 reicht von Fotografie, Malerei, Plastik und Skulptur, Druckgraphik, Streetart über Installationen bis hin zu riesigen Projektionen auf die Fassaden der Zeche. Parallel finden Sonderausstellungen, Symposien, die C.A.R.-Video-Lounge, ein umfangreiches Rahmen-Programm und die C.A.R. Gallery, ein offener Wettbewerb für Fotografie und digitale Kunst, statt. Ausgewählte Künstler, die sich noch nicht auf dem Kunstmarkt etabliert und noch keine Galerievertretung haben, erhalten mit limitierten Förderflächen und einer öffentlichen Ausschreibung die Chance, sich an der C.A.R. zu beteiligen. Die geringen Kosten für die Aussteller gepaart mit dem zeitgemäßen Ausstellungskonzept machen es möglich, dass sich Newcomer, Avantgarde und etablierte Galerien gleichermaßen auf der C.A.R. präsentieren können. Was ist Ihre Perspektive im Zusammenhang des internationalen Kunstmarktes? T. Volkmann: Netzwerke aufzubauen und zu pflegen, internationale Kontakte herzustellen, und dabei sein eigenes Profil zu schärfen und auszubauen, wird in einer längst globalen Kunstwelt immer wichtiger. Während die meisten Kunstmessen mit dem letzten Veranstaltungstag enden, geht die C.A.R. auch danach noch weiter. Unser Ziel ist es, den Teilnehmern im schnelllebigen Kunstmesse- und Ausstellungsgeschäft über die Messe-Tage hinaus ...

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