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BOLD THE MAGAZINE 04 2012

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KREATIVITÄT

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12 | BOLD THE MAGAZINE KREATIVITÄT SCHÖPFUNG UND Veränderung Autor: H. G. Teiner „Die Erschaffung Adams“ Michelangelos kreative Interpretation für die Sixtinische Kapelle in Rom

Einstieg | Kreativität BOLD THE MAGAZINE | 13 Ein grundlegender Versuch der Definition des Begriffs Kreativität und seiner Bedeutung: Eine ungewohnte Zusammenstellung von bestehenden Informationen im Rahmen einer neuen Fragestellung, im Hinblick auf neue Lösungswege. Kreativ die Zukunft gestalten, das heißt auch: quer denken. Wettbewerbsvorteile ergeben sich am nachhaltigsten durch geistige und technische Innovationen. Stetiger Wandel ist notwendig, um erfolgreich zu sein, um im harten Konkurrenzalltag zu überleben. Das war bereits im Dschungel so und ist in unserer Informationsgesellschaft heute nicht anders. POWER DURCH INNOVATION Nie war das Thema der innovativen Kreativität so umfassend entscheidend wie in unserer schnelllebigen Zeit, die von internationalen Bankenstrategien, weltweit vernetzten Industriestrukturen und durch den globalisierten Wettbewerb gezeichnet ist. Eine ursprünglichgrundlegende Fähigkeit des Menschen wird damit auf die Leistungsspitze bzw. durch die totale materielle Ausrichtung an den Rand des sozialen Gesamtzusammenhangs getrieben: Geistige Kreativität wird zunehmend in Form ihres materiellen Gegenwerts wahrgenommen. Die Strukturen und Strategien von kreativen Prozessen bewegen sich von Natur aus zwischen der Bedingtheit durch vergangene Erfahrungen und der unbeschränkten Freiheit aller noch nicht ergriffenen Möglichkeiten. Die Erfindung und Realisierung des Neuen erfolgt letztendlich aus dem Zerstören und Überwinden des Alten. Wobei das Neue ohne das Alte kaum denkbar wäre. ORDNUNG UND CHAOS Die Entwicklung von wirksamer Kreativität findet so im großen Spannungsfeld von Ordnung und Chaos statt. In der indischen Kultur war dies schon vor tausenden von Jahren bekannt: Der Hindu-Gott Shiva ist in seiner spirituellen Funktion zugleich Erschaffer, Erhalter und Zerstörer. Im kosmischen Zyklus wird die Welt geschaffen, erhalten, zerstört und wieder neu geschaffen. Zunächst erscheinen die Eigenschaften Shivas eher widersprüchlich. Der Zusammenhang ist jedoch bei genauem Hinsehen korrekt: Neues entsteht durch Zerstören von Altem, das Bestehende wird zuerst bewahrt und schließlich alt und wiederum erneuerungsbedürftig. Dieser spiralförmige Kreislauf des Lebens trägt die kreative Entwicklung und die innovative Neuschöpfung als Prinzip in sich. Die Werte der Tradition verschwinden, wenn sie sich starr verhalten und sich den sich verändernden Anforderungen nicht anpassen. Das Altbekannte bleibt am sichersten erhalten, wenn es sich stetig erneuert. Der Wandel ist die einzig erfolgreiche Tradition. Das echte Konservative ist die kreative Veränderung. Die Revolution von gestern ist das Konservative von morgen. Von daher ist es überlegenswert, in unserer überwiegend einseitig materiell ausgerichteten Wirtschaftswertewelt von heute auch die Optionen für einen breiten gesellschaftlichen Wandel mit einer neuen gemeinschaftlich orientierten Sinngebung von morgen offen zu halten. In der abendländischen Kultur erschuf Gott die Welt, meisterhaft in Szene gesetzt in Michelangelos Fresko für die Sixtinische Kapelle in Rom. Der kreative göttliche Funke lässt hier den Menschen Adam zu einem natürlichen Teil des Göttlichen, des gesamten Kosmos werden. Die chinesische Philosophie des Daoismus mit dem Symbol des Tai Chi, in dem Yin und Yang sich beständig wandeln, bringt es am besten auf den Punkt: Die zwei Begriffe Yin und Yang stehen für polar einander entgegengesetzte und dabei aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien. Yin und Yang bezeichnen Gegensätze in ihrer wechselseitigen Bezogenheit und in ihrer zeitbezogenen Dynamik. Yin und Yang steigen und sinken immer abwechselnd: Nach einer Hochphase des Yang folgt das Absinken und ein Ansteigen von Yin. Das Symbol, das Zeichen – in dem Yin, das Dunkle, und Yang, das Helle, immerwährend kreisen, sich ergänzen und hervorbringen, symbolisiert das sich stetig neu ausbalancierende Gleichgewicht. Erst der Rhythmus von Hell und Dunkel, von Tag und Nacht, von Aktivität und .

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