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BOLD THE MAGAZINE 04 2012

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KREATIVITÄT

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18 | BOLD THE MAGAZINE Schwerpunkt | Kreativität | european school of design ADC-Bronze: „KreativLazarett“ David präsentiert Ideen für seine „Kotz“-Aktion an Schulen zum Thema Essstörungen.

Schwerpunkt | Kreativität | european school of design BOLD THE MAGAZINE | 19 oder Vergleichen kommen die grauen Zellen auf Trab. „Ideen entstehen im Kopf, nicht im Computer“. sagt Wildermuth. „In der Konzeptionsphase sind Computer bei uns in den Seminaren gar nicht zugelassen.“ Die Methode zeigt Wirkung: Die European School of Design gehört zu den kreativsten Designschulen der Republik. Gradmesser sind dabei die regionalen und nationalen Nachwuchspreise, die die Hochschule im großen Stil absahnt. Bis zur Präsentation nach Paris schaffte es ein Kampagnenentwurf, für das neue BlackBerry Touchphone. „Berührung, die bewegt“ erzählte anhand von Motiven aus Fingerabdrücken eine animierte Liebesgeschichte. Begleitet wurde sie von Apps, Printanzeigen und Augmented Reality-Anwendungen. Das Werk gewann den silbernen GWA Junior Award und Bronze beim ADC. Lisa Wiedemann holte dieses Jahr sogar Gold beim ADC-Nachwuchswettbewerb. Die 23-Jährige entwickelte eine Bedienungsanleitung zur Autowartung für technisch Unbedarfte – vom Erklär-Faltplakat bis zur Ölwechsel-App. Schon beim letzten Festival des Art Director Club verursachte die European School of Design preisgekrönten Wirbel: Die Frankfurter beherbergten Studierende von Kommunikationsschulen aus anderen Städten und verwandelten ihre Schule kurzerhand in ein „KreativLazarett“, das mit dem ADC-Bronze-Nagel ausgezeichnet wurde. Über den Feldbetten des studentischen Notlagers hingen Bilder mit Ikonen der Kreativbranche. Ein „Alptraumfernseher“ zeigte aktuelle nervtötende Werbung in Endlosschleife, die „Notdusche“ enthielt giftgrüne Seife in einer Spritze. Bierernst geht es an dieser Schule nicht zu, man ahnt es schon. Trotzdem ist Kreativität harte Arbeit. Fünfzig Stunden die Woche und mehr sitzen die Studierenden an ihren Werken, animieren Filme, verfremden Fotos, gestalten Schriften oder organisieren Shootings. Zur Belohnung gibt es Preise – oder die Aufmerksamkeit der Medien. Letztere erreichte eine Kampagne, die die Studierenden 2009 für die Hilfsorganisation Pro Asyl entwickelt hatten: „Pro Asyl wollte eigentlich nur ein Plakat zum ‚Internationalen Tag des Flüchtlings‘ von uns. Wir aber sagten, ihr braucht eine Kampagne, die die öffentliche Aufmerksamkeit erregt“, erinnert sich Wildermuth. Stellvertretend für die vielen Flüchtlinge, die auf ihrem Weg nach Europa im Mittelmeer oder auf dem Atlantischen Ozean ertrinken, fotografierten sich die Studierenden als Wasserleichen. Dabei trugen sie Schilder wie „Ertrunken vor Malta“ oder „Ertrunken vor Gibraltar“ auf dem Rücken. Die lebensgroßen Motive druckten sie auf Styropor, schnitten sie aus und warfen die symbolischen Leichen in den Main. „Viele Zeitungen und selbst das Fernsehen haben über die Aktion berichtet“, erzählt Wildermuth. „Hier hat eine gute Idee die Organisation groß in die Öffentlichkeit gebracht.“ Nicht weniger Beachtung fand das Siegermotiv eines Plakatwettbewerbs, das eine Gruppe der European School .

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