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BOLD THE MAGAZINE 04 2012

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KREATIVITÄT

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22 | BOLD THE MAGAZINE Schwerpunkt | Kreativität | european school of design of Design entwickelt hatte: Typisch deutsche Gartenzwerge trafen auf ihre eigens modellierten Pendants aus anderen Kulturen. Gemeinsam formierten sie sich zu einer fröhlich tanzenden Multi-Kulti- Runde. Das Plakat, das für die „Interkulturelle Woche“ warb, hing in ganz Deutschland aus. „Das Motiv war sogar Thema beim Wort zum Sonntag“, erinnert sich Thamm, der zweite Schulleiter, lachend. „Hey – was sind schon Auszeichnungen in Cannes oder auf dem ADC. Wir waren beim Wort zum Sonntag!“ Geld verlangt die Schule nicht für die echten Kampagnen, die sie hauptsächlich für Non-Profit-Organisationen entwickelt. Dafür üben die Studierenden den gängigen Prozess, den sie später für ihren kreativen Berufsalltag brauchen: Brainstormen, vor dem Kunden präsentieren, Ideen verkaufen und unter Zeitdruck umsetzen – oder auch Enttäuschungen verkraften, wenn die Dinge nicht so klappen. Grau ist alle Theorie, und so achten Wildermuth und Thamm auf eine enge Verzahnung von Schule und Praxis. Das gilt auch für die Lehrenden selbst: „Alle unsere Dozenten stehen im Berufsleben, das ist Voraussetzung“, erklären die Beiden. „Um den Studierenden wirklich etwas beibringen zu können, müssen wir im Job stehen. Sonst bekommen wir die rasanten Entwicklungen in der Kommunikationsbranche nicht mehr mit.“ Regelmäßig laden die beiden Schulleiter Kreative ein. Marketingchefs, Art Direktoren oder Regisseure plaudern aus dem Nähkästchen, um dem Nachwuchs ihr Berufsleben näher zu bringen. „Irgendwas mit Medien“ machen, wollen viele. Aktuell arbeiten mehr Menschen im Kultur- und Kreativsektor als in der Autoindustrie. Die Branche gehört zu den umsatzstärksten der deutschen Wirtschaft. Die Absolventen der European School of Design haben trotz hoher Konkurrenz gute Aussichten: „Top-Agenturen rufen bei uns an und sagen: So gute Mappen haben wir seit Jahren nicht mehr gesehen. Könnt ihr uns noch mehr von euren Studis schicken“, erzählt Wildermuth nicht ohne Stolz. Einige seiner Schützlinge haben beim Pflichtpraktikum vor der Abschlussprüfung schon den festen Arbeitsvertrag in der Tasche. Die Idee zur eigenen Designschule entwickelten Wildermuth und Thamm vor allem durch unbefriedigende Erfahrungen im Lehrbetrieb. Bis vor sechs Jahren unterrichteten sie noch an anderen Akademien und merkten schnell, was dort zu kurz kam: Die Entwicklung von kraftvollen Ideen und der lebendige Bezug zur Praxis. Studenten bedrängten die zwei Kreativrebellen, doch bitte ihre eigene Akademie zu gründen. „Was für eine Schnapsidee“, dachten die beiden. „Die Pleite ist vorprogrammiert“ unkten andere. Im Sommer 2007 riefen sie dann beim staatlichen Schulamt an: „Guten Tag. Wir möchten eine Schule eröffnen.“ Link zum Thema: www.europeanschoolofdesign.eu

Schwerpunkt | Kreativität | european school of design BOLD THE MAGAZINE | 23 Der eigene Illustrations-Stil aus Fingerabdrücken, für die BlackBerry-Kampagne: „Berührung, die bewegt“, wurde mit Silber beim GWA Junior Award und Bronze beim ADC Junior belohnt.

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