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BOLD THE MAGAZINE 04 2012

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KREATIVITÄT

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28 | BOLD THE MAGAZINE Schwerpunkt | Kreativität | Nachgefragt Foto: BMW Group Anders Warming, Leiter MINI Design, BMW Group

Schwerpunkt | Kreativität | Nachgefragt BOLD THE MAGAZINE | 29 BMW Design bis hin zu MINI Design. Seine Arbeit zeichnet sich durch maximale Präzision und Kreativität aus. Dabei ist der Designer immer wieder darauf bedacht, ein virtuoses Gleichgewicht zwischen Ingenieurskunst und Ästhetik herzustellen. Der Erfolg gibt ihm Recht: MINI konnte in den letzten Jahren noch einmal deutlich bei den Verkaufszahlen zulegen und das Kult-Auto erfreut sich größter Beliebtheit. Herr Warming, wie würden Sie den Begriff Kreativität erklären? Kreativität ist – wie das Wort schon sagt – dass man kreiert, dass man etwas ins Leben ruft. Das Allerwichtigste einer kreativen Entstehungsphase ist, dass verschiedenste Parameter in den Prozess integriert werden. Man kennt das aus vielen anderen Beispielen. Bei komplexen Rahmenbedingungen ist das Ergebnis – also zum Beispiel ein Fahrzeug, Produkt oder gar Gemälde – interessanter, besser oder sogar wertvoller, wenn es gelingt, eine Synergie zwischen den unterschiedlichen Parametern herzustellen: Das ist für mich echte Kreativität. Welche kreativen Herausforderungen hatten Sie in der Vergangenheit? Früher war ich auf meinen eigenen kreativen Output fokussiert. Mit zunehmender Erfahrung und Verantwortung freue ich mich nun immer mehr darüber, die Wünsche anderer Menschen in meinem Design als Grundpfeiler zu integrieren. Das stellt jeden Tag aufs Neue eine kreative Herausforderung dar, gibt aber umso mehr zurück. … und heute? Die größte Herausforderung für uns Designer ist, eine Balance herzustellen zwischen Anforderung, Konzept und dem, was wir uns selbst wünschen. Wir dürfen nicht nur für uns selbst oder etwas rein Fiktives gestalten. Wir müssen uns immer wieder einer Prüfung unterziehen: Wenn ich etwas gestalte, gefällt das dem Kunden, will er das fahren, will er das vor seiner Haustür stehen haben? Wo holen Sie Ihre Inspiration her bzw. wie lassen Sie sich inspirieren? Ich lasse mich von vielem inspirieren, was außerhalb des Automobilsektors liegt: Kunst, Architektur, Musik, Literatur und Philosophie. Dabei versuche ich, die Prozesse zu verstehen, die zu einem Ergebnis führen. Der Bereich Musik ist mir dabei sehr wichtig. Die Erkenntnisse, die ich hier gewinne, übertrage ich auf den Automobilbereich. Es geht in beiden Bereichen um das Gestalten von Zeit und Raum. Gilt das auch für Ihren Job bei MINI? Ich bin ja bekennender Beatles-Fan. Die vier Jungs aus Liverpool sind nur erfolgreich geworden, weil sie richtig hart gearbeitet haben. Weil sie geübt, geübt und nochmals geübt haben. Das ist etwas, das man auch durchaus auf das Automobildesign übertragen kann. Erfolg stellt sich nicht einfach so ein, das ist harte Arbeit. Auch die Kreativprozesse, die erfolgreiche Ergebnisse mit sich bringen, entstehen zu 99 Prozent aus wirklich harter Arbeit, fokussierter Arbeit. Welche kreativen Visionen konnten Sie für MINI bereits umsetzen und welche gibt es für die Zukunft? Ich habe schon seit meiner Kindheit eine große Leidenschaft für die Marke MINI gehabt. Umso behutsamer gehe ich mit den nächsten Schritten bei MINI um. Die Vision entsteht nicht zuletzt aus der Marke MINI und der Geschichte des Autos selbst heraus. Der erste MINI kam 1959 auf den Markt und war ein revolutionärer, origineller Vorreiter seiner Zeit. Gemeinsam mit den vielen Ingenieuren und unserem Design Team arbeiten wir daran, dieser Rolle auch heute gerecht zu werden. Meine Aufgabe ist es, eine perfekte Balance zu schaffen, zwischen der für uns so wichtigen MINI Heritage einer 53-jährigen Erfolgsgeschichte und moderner neuer Technologie. Die Zukunft wird spannend, weil wir die einzelnen MINI Fahrzeuge immer weiter personalisieren. Ein Einflussfaktor für das Automobildesign ist z. B. das User Interface. Hier werden wir zentrale Funktionen auf einer Bildfläche bündeln. Unser Design unterstützt den Kunden in seiner Welt, damit er Inhalte selber gestalten und den Input auch so programmieren kann, wie er ihn gern haben möchte. Links zum Thema: www.europeanschoolofdesign.eu www.mini.de

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