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BOLD THE MAGAZINE 05 2011

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IDENTITÄT

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16 | BOLD THE MAGAZINE Schwerpunkt | Identität | Personality Modification DEVICE Personality Modification Device YKON GAME Autor: F. Reip ...Realist ...EMOTIONAL impulsive... ...Collective ...careful i am what i am risky... individual... ...Disciplined ...Rational fantasist...

Schwerpunkt | Identität | Personality Modification DEVICE BOLD THE MAGAZINE | 17 Als 2011 die Jury Selection des Design- Festivals DMY im Berliner Bauhaus-Archiv vorgestellt wurde, war der Publikumsfavorit unter den zehn ausgewählten Projekten schnell ausgemacht: Das in verschiedene Devices aufgeteilte Spiel des Kunstkollektivs YKON. Ein Gespräch mit den Designerinnen Christina Kral und Ulu Braun. Bitte stellen Sie doch die Arbeit von YKON vor! YKON ist ein Kollektiv von Künstlern, Designern und Theoretikern. Wir entwickeln Formate, die den kreativen Austausch verschiedener Personengruppen fördern, präsentieren und testen diese im Rahmen von Festivals, Kunstbiennalen und Ausstellungen. Wir schaffen Situationen, in denen ein transnationaler bzw. transkultureller Austausch und unkonventionelle Ideenentwicklungen möglich sind. Worum geht es beim YKON GAME und was hat den Anstoß zu seiner Realisierung gegeben? Das YKON GAME ist ein Weltsimulationsspiel, das auf einem simplen Gedankenspiel aufbaut: Die Welt kommt zum Stillstand und nur Du und Deine Mitspieler können die Welt verändern – was würdest Du tun? Inspiriert durch Buckminster Fullers „World Game“ haben wir eine optimistische und kreative Spielform entwickelt, die versucht, das utopistische Potenzial der Mitspieler voll auszuschöpfen. Uns interessierte die Zukunft und die Frage, wie wir sie gestalten könnten. Wir wollen die Spieler motivieren, aktiv über Veränderungen nachzudenken und gleichzeitig den klassischen Lösungsund Problemhorizont zu überwinden. Das YKON GAME fördert die Entwicklung von persönlichen Vorstellungen und unkonventionellen Ideen, die nicht immer politisch korrekt sein müssen. Seit 2009 entwickeln wir es stets weiter und haben es bislang in acht Ländern gespielt. Was sind insbesondere Konzept und Ziel der Spielstation „Device # 3“? Bei „Device # 3“ handelt es sich um das „Personality Modification Device“, ein Dartboard mit verschiedenen Persönlichkeitsattributen. Der Pfeilwurf entscheidet über die Wahl des Attributs. Durch diese Wahl kann eine kleine subtile Veränderung beim Spieler hervorgerufen werden. Wie zum Beispiel würde mein Tag aussehen, wenn ich heute ausschließlich impulsiv auf meine Umwelt reagieren würde? Es wird suggeriert, dass Veränderung in einem selbst beginnt. Gerade haben wir eine portable Version entwickelt, so kann man seine Persönlichkeit auch unterwegs anpassen. Wie definiert sich in diesem Zusammenhang der Begriff „Identität“ für Sie? Veränderung und Entwicklung sind natürlich und notwendig. Erkenntnis allein reicht allerdings nicht aus, die Erfahrung ist wichtig. Womit wir wieder beim Prozess wären: Im Idealfall setzt unser „Device“ einen Prozess in Gang. Wir beziehen uns auf unsere Umgebung und passen unser Verhalten an. Wir übernehmen Rollen und überformen ständig unsere Realitäten. Wie sieht das Feedback aus, das Sie bislang erhalten haben? Die Mitspieler sind nach einem YKON GAME (die Dauer beträgt zwischen drei und fünf Stunden) meist sehr glücklich und stimuliert. Der Prozess von der Sammlung erster persönlicher Gedanken über den dynamischen Gedankenaustausch mit anderen Mitspielern bis hin zur Präsentation von absurden, utopistischen Ideen und schließlich die Entwicklung konkreter und unmittelbarer Aktionen wirken unglaublich motivierend und bewusstseinerweiternd. Das YKON GAME ist universell einsatzfähig und funktioniert sowohl im Kunst- und Design- als auch im Bildungskontext. Die Resultate sind dementsprechend vielfältig. Wie sehen die nächsten Projekte von YKON aus? Im Januar 2012 wird das YKON GAME im Wiener Brut-Theater seine Österreich- Premiere feiern. Für die fernere Zukunft plant YKON eine Eventreihe namens „Practical Utopias“, die 2013 auf der kroatischen Insel Brioni in einem großen Summit münden soll. Dort sollen dann utopistische und zukunftsorientierte Fachleute aller Sparten gemeinsam an optimistischen Szenarien für die Zukunft arbeiten. Website zum Thema: www.ykon.org

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