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BOLD THE MAGAZINE 05 2011

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IDENTITÄT

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46 | BOLD THE MAGAZINE Kunst & Kultur | Krupp Fotografien aus zwei Jahrhunderten KRUPP auch eine GESCHICHTE DER FOTOGRAFIE Autor: H. G. Teiner Eine Fotografie-Ausstellung der besonderen Art verbindet in faszinierend geglückter Weise die Geschichte der Fotografie mit Kulturgeschichte, Industriekultur und dem Porträt einer Industriellenfamilie und das über zwei Jahrhunderte hinweg. Diese abwechslungsreiche Fotoausstellung überzeugt mit fein abgestimmten und themenbezogenen Präsentationslösungen. Gute Beleuchtungskonzepte verbinden in den hohen Räumlichkeiten, den ehemaligen Privatzimmern der Villa, den Schutz der wertvollen Originale mit guter Erkennbarkeit im Detail. Werksfotos aus der deutschen Industriegeschichte und der private fotografische Blick auf eine dahinter stehende Familie gewähren komplexe Einblicke in die Geschichte des Ruhrgebiets und geben den Besuchern auf unaufdringliche Weise die Gelegenheit, die eigene arbeitsweltliche und familiäre Geschichte zu reflektieren. „Krupp Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ heißt die sehenswerte Austellung mit über 400 Exponaten in der Villa Hügel, dem ehemaligen Krupp- Familienwohnsitz hoch am Baldeneysee in Essen. Zum ersten Mal werden ausge- wählte Originale des Historischen Archivs Krupp ausgestellt. Die fotografische Sammlung verfügt insgesamt über mehr als zwei Millionen Fotografien. Der Anlass für diese Sonderausstellung ist ein Jubiläum: Vor 200 Jahren, am 20. November im Jahr 1811, gründete Friedrich Krupp in Essen eine Gussstahlfabrik, welche die Keimzelle des Weltkonzerns Krupp wurde. Die Familie Krupp sollte die Industriegeschichte und die Geschicke Deutschlands in nicht unmaßgeblicher Weise mitgestalten. Generationen von Menschen im Ruhrgebiet waren dem Untenehmen durch ihre Arbeit verbunden und nannten sich, im Bewusstsein, einer großen Familie anzugehören, Kruppianer. Drei übereinandergelegte Reifen sind seit 1875 das Kennzeichnen des Krupp- Imperiums. Die drei Doppelringe stehen für die nahtlos geschmiedeten und gewalzten Eisenbahnradreifen. Eine Erfindung, die bereits 1853 von Alfred Krupp in Preußen patentiert wurde. Die modernere Version des Firmenlogos, mit schwarz ausgefüllten Ringen, wurde noch bis zur Fusion mit der Thyssen AG im Jahre 1999 verwendet. Durch die Heirat der Firmenerbin Bertha Krupp mit dem Legationsrat Gustav von Bohlen und Halbach im Jahre 1906 erhielt der Name der Familie die bekannte Form: Krupp von Bohlen und Halbach. FOTOGRAFIE und GESCHICHTE Die Ausstellung geht der Frage nach, wie die Fotografie im Umfeld der Industriellenfamilie verwendet wurde und welchem Zweck sie dabei diente. Auf diese Weise leistet sie einen Beitrag zur Erforschung der Geschichte der Fotografie und bietet zugleich einen spannenden Einblick in die Geschichte des Hauses Krupp. Die Ausstellung ist thematisch gegliedert und spannt über die Einzelthemen hinaus einen großen Bogen von den Anfängen der Fotografie bis zur zeitgenössischen Fotokunst. Im 19. Jahrhundert hat sich die Firma Krupp sehr früh und intensiv dem Medium Fotografie gewidmet. Alfred Krupp (1812 - 1887) übernahm als 14-Jähriger die Fabrik seines Vaters und war Pionier in Sachen Fotografie: Er nutzte die ...

BOLD THE MAGAZINE | 47 Arbeiter mit einem nahtlos geschmiedeten Eisenbahnradreifen. Krupp-Werksfotograf, 1899.

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