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BOLD THE MAGAZINE 07 2013

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DYNAMIK

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22 | BOLD THE MAGAZINE

Schwerpunkt | Dynamik | Karriere reloaded BOLD THE MAGAZINE | 23 Karriere reloaded Anlauf für ein neues Leben Autorin: N. Saadi Ein Neuanfang nach der Kündigung oder ein Ausbruch aus der vorgegebenen Laufbahn – vier Mutige berichten, wie sie beruflich den zweiten oder dritten Anlauf schafften. Vom Werber zum Buletten-Unternehmer Ganz klassisch startete Jo Diehl ins Berufsleben: „Spießiger konnte es nicht anfangen – Lehre in einer Werbeagentur, BWL studiert, schon während des Studiums in einer Agentur gearbeitet“, fasst er zusammen. Fast 20 Jahre lang arbeitete der 47-Jährige in der Werbebranche, schaffte es bis ins europäische Management Board einer internationalen Agentur. „Ich war mit allen Ehren bestückt: persönliche Assistentin, Firmencadillac, wunderschönes Büro mit Blick auf das Atrium und Palmen“, so Diehl. „Aber irgendwann wurde die Luft da oben immer dünner.“ 2008 trennte sich der Angestellte schließlich im gegenseitigen Einvernehmen vom langjährigen Arbeitgeber. „Der Anfang war hart. Ich bin zwanzig Jahre lang jeden Morgen zur Arbeit Jo Diehl gegangen. Danach musste ich mir schon überlegen – was machst du denn jetzt, um Himmels willen!“, erinnert er sich. „Mein Steuerbrater riet mir dann – mach dich doch selbstständig.“ Machte Diehl tatsächlich – und zwar mit einer Bullettenbude. Hauptzielgruppe: Der werktätige Großstädter, der in der Mittagspause gute, schnelle und günstige Nahrung sucht. „Am Anfang hatte unser Laden Laborgröße“, erzählt er. „Wir haben so 10-25 Burger am Tag verkauft und uns oft die Beine in den Bauch gestanden.“ Diehl beschloss, sich zu verändern und zog mit seinen Buletten in den Osten Frankfurts. Die Zeichen standen auf Expansion. „Ich sehe mich nicht so sehr als Burgerbrater. Ziel ist natürlich, wirtschaftlich erfolgreich zu sein.“ Bis es so weit ist, will Diehl kein Risiko eingehen. So arbeitet er parallel nicht nur als freier Berater in der alten Werbebranche, sondern fährt nebenbei noch ein Burgermobil, das er selbst erfand: „Wir fahren mit unserem Dreirad-Gefährt zu Veranstaltungen und verkaufen Burger.“ Besser vier Jobs als gar keinen, denkt sich wohl Diehl – und setzt auf Eigenverantwortung. Rückblickend stellt er fest: „Das Gefühl der Sicherheit war ein trügerisches. Auch nach zwanzig Jahren im Job kann es ganz schnell vorbei sein. Den Familienvater, der bis zur Rente bei der gleichen Firma bleibt, gibt es heute nicht mehr!“ Der Multitasker fühlt sich wohl in der neuen Rolle: „Als Angestellter bist du nichts anderes als Rädchen in einem System, definierst dich über den Titel auf deiner Visitenkarte. Jetzt kann ich machen, was ich für richtig halte. Das ist hochmotivierend.“ Sein Fazit: „In meiner Situation muss ich mich jeden Tag, jeden Monat,

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