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BOLD THE MAGAZINE 09 2013

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50 | BOLD THE MAGAZINE Kunst & Kultur | SEHENSWERT Bild: BTOY 2012 BTOY: Kleopatra IV. (Liz Taylor), 2009, Öl auf Leinwand

Kunst & Kultur | SEHENSWERT BOLD THE MAGAZINE | 51 der persönlichen Identität verbunden ist. Die Bilder der Historienmaler des 19. Jahrhunderts verströmen eine anziehende Wirkung aus freizügiger orientalischer Erotik, und gleichzeitig prangern sie die moralische Verderbtheit an, Doppelmoral at its best. Keine Szene aus Kleopatras Leben ist so oft und von so vielen verschiedenen Künstlern gemalt worden, wie ihr spektakulärer Selbstmord durch den Biss einer giftigen Schlange. Ob es wirklich so gewesen ist, ist nicht zweifelsfrei zu beweisen. Während der Dreharbeiten verliebten sich Elizabeth Taylor und Richard Burton, der Darsteller des Marc Anton, heftig ineinander, was als einer der größten Skandale der Zeit aufgenommen wurde, da beide Schauspieler mit anderen Partnern verheiratet waren. Der Film veranschaulicht, dass Politik im Schlafzimmer gemacht wird, und die Darsteller lebten dies auch privat in exzessiver Weise aus. DER ORIENTALISCHE GARTEN Der Königinnenkult hat auch nicht vor den Kinderzimmern halt gemacht, und so erschien hier die famose Cleopatra- Barbie. Kleopatra schrieb auch Filmgeschichte mit: 1917, zu Beginn der Stummfilm-Ära, gab die grandiose Theda Bara eine erotische Ägyptenkönigin, später spielten Claudette Colbert und Vivien Leigh ihre weiblichen Darstellungskünste aus. Liz Taylor ist jedoch in ihrer Rolle die bis heute unumstrittene Verkörperung des Kleopatra-Mythos: Mit Kajalstrich um die Augen, verführerisch sexy und intrigant klug. Der Film Cleopatra aus dem Jahr 1963 galt bis zum Erscheinen des Films Avatar im Jahre 2009 als der teuerste Spielfilm aller Zeiten. Die Kosten, die aufgrund von wiederholten Produktionsverzögerungen und Erkrankungen der Hauptdarstellerin Elisabeth Taylor ins Gigantische anwuchsen, trieben die Produktionsfirma 20th Century Fox an den Rand des finanziellen Ruins. Bis heute hat der Film jedoch weit mehr als die Kosten eingespielt und ist einer der profitabelsten Filme aller Zeiten. Parallel zur Ausstellung ist: „Kleopatra – Der Orientalische Garten“ auf dem Dach der Kunsthalle Bonn zu sehen. Die Gartenkunst, die sich im Verlauf der Jahrtausende immer mehr zu einem Gesamtkunstwerk aus Natur und Kultur entwickelte, gehört zu den ältesten Kunstgattungen. Unter der Herrschaft der Ptolemäer-Dynastie, deren Ende durch den dramatischen Tod Kleopatras VII. besiegelt wurde, waren die königlichen Gartenanlagen von Alexandria ein unverzichtbarer Bestandteil des prachtvollen Palastkomplexes, in der typischen, axialen Ausrichtung der baulichen Elemente, der Hervorhebung des rechten Winkels und einer geraden Linienführung in der Gestaltung. KLEOPATRA – DIE EWIGE DIVA Bis: 6. Oktober 2013 Bundeskunsthalle Bonn Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn www.bundeskunsthalle.de

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