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BOLD THE MAGAZINE No.04

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KREATIVITÄT IDEEN ENTSTEHEN IM KOPF | SCHÖPFUNG UND VERÄNDERUNG | DESIGNER HANNS LOHRER | FOTOGRAF TODD MCLELLAN | BERKLEE COLLEGE OF MUSIC | THE GASLIGHT ANTHEM | BLOC PARTY

72 |

72 | BOLD THE MAGAZINE Kunst & Kultur | Hörenswert | CD Hörenswert Godmother of Punk Autor: F. Reip Patti Smith Banga (Sony) Patti Smith auf allen Kanälen. Die „Godmother of Punk“, mühelos eine der wichtigsten Frauen in der Geschichte der Rockmusik, war gerade erst in diesen Breitengraden live auf der Bühne zu sehen, mit „Banga“ legt sie ihr erstes originäres Studioalbum seit acht Jahren vor, und mit „Patti Smith 1969-1976“ (Knesebeck) ist bereits im Frühling ein Bildband mit Aufnahmen der Fotografin Judy Linn erschienen. Die grobkörnigen Schwarz/ Weiß-Fotografien zeigen die unsichere, verletzliche Seite der jungen Smith, während diese sich auf „Banga“ vielleicht stärker denn je gibt: souverän, sinnlich, die Kontrolle über die teilweise überraschend leichtfüßigen, jedoch intensiven Songs stets ganz bei sich. Schon jetzt ein Klassiker. Und noch mal zum Anfang: Die Luxusausgabe des Albums kommt in Buchform mit Fotografien, Lyrics und Linernotes.

Kunst & Kultur | Hörenswert | CD BOLD THE MAGAZINE | 73 Ikons Life Rhythm (Service / Broken Records) Imany The Shape Of A Broken Heart (B1 Recordings / Universal) Liars WIXIW (Mute) Mit ihrem zweiten Album machen Ikons einen ganz tiefen Knicks vor ihren Helden. Schon der Titel des ersten Songs „Just Gazing“ verweist auf die Shoegazing-Combos, die Anfang der Neunziger mit glorreichen Melodien in einem Meer aus Gitarren für kurze Zeit den Sound der Stunde produzierten. Insbesondere „Going Blank Again“ von der Band Ride (ebenfalls ein Sophomore-Werk) scheint es den Schweden angetan zu haben: Der puckernde Beat, mit dem „Just Gazing“ einsetzt, erinnert deutlich an „Leave Them All Behind“, auf beiden Platten folgt dem Opener ein hinreißendes Popstück, das hier den Namen „Sister“ trägt – was als Hommage an Rides „Twisterella“ durchgeht. Das große Vorbild bleibt freilich unerreicht, dennoch ist „Life Rhythm“ eine feine Ehrerweisung, die über die volle Laufzeit durchaus auch eigenständigen Charme entwickelt. Es ist ein wenig schleierhaft, warum so wenig Trubel gemacht wird um das Debütalbum von Nadia Mladjao alias Imany, das mit einjähriger Verspätung nun auch in Deutschland erscheint (Lesern in der Schweiz mag die frankoafrikanische Sängerin bereits ein Begriff sein). Brechen wir also die Stille und sagen es klar und deutlich: „The Shape Of A Broken Heart“ ist eine wunderbar warme und weise Platte, reich an Songs, die schon beim ersten Mal wirken wie alte Freunde. Ein wenig mag das damit zu tun haben, dass Mladjaos Stimme bisweilen an eine gereifte, beschwichtigte Tracy Chapman denken lässt. Vor allem aber ist es Ausdruck einer Sanftmut im Wesen und einer Güte im Handwerk, wie sie einem selten begegnen. Musik, die man festhalten und nie mehr loslassen möchte – ein großes Glück! So unscheinbar, in Momenten schon fast belanglos eröffnet die neue Liars-Platte, dass sie einen fast schon wieder verloren hat, ehe sie so richtig angefangen hat. Das ändert sich schon mit „Octagon“, dem zweiten Track, der kalte elektronische Tiefe mit warm-wabernden, orientalisch anmutenden Harmonien und einem tricky Beat paart – der (verzögerte) Start eines echten Trips. Denn was im Lauf der verbleibenden guten halben Stunde auf „WIXIW“ passiert, ist so bunt, so reich an Überraschungen und Stimmungen, dass man wie gebannt ist: Es zwitschert, pocht, klackert, tickt – und explodiert. Zudem erinnert die Stimme von Angus Andrew bisweilen an Matt Berninger (The National), häufiger noch an Thom Yorke (Radiohead) – zwei der vielschichtigsten Sänger überhaupt. Ergibt insgesamt eine der spannendsten Platten des Jahres bislang.

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