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BOLD THE MAGAZINE No.07

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DYNAMIK DIE TREIBENDE KRAFT | DER KÜNSTLER: BRYAN ADAMS | IM INTERVIEW: MARK WAHLBERG | NEW FASHION | ROAD TRIP MAROKKO | MEGALOPOLIS ISTANBUL | MICHAEL MICHALSKY | BOSSE

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64 | BOLD THE MAGAZINE Kunst & Kultur | im Interview Rolle des Bürgermeisters eigentlich selbst übernehmen wollten? Ja, wisst Ihr, man will immer die Rolle haben, für die man eigentlich nicht der Richtige ist. In „Ted” wollte ich eigentlich der Bär sein, wenn man „Scarface” liest, will man „Scarface” sein. Aber warum ist Russel Crowe denn besser geeignet als Sie? Na ja, vor allem stimmt es mit dem Alter eher als bei mir – junge Leute wollen immer die Älteren und Ältere die Jüngeren spielen. Ich habe mal ein Drehbuch von Paramount Pictures bekommen, es ging um einen alten und einen jungen Typen, und ich wurde immer aufgeregter und hatte mich in die Geschichte verliebt. Vielleicht rufe ich Jack Nicholson an, er ist ein Kumpel von mir, oder Tommy Lee Jones, die wären perfekt für den älteren Part. Dann bekomme ich einen Anruf aus dem Studio, und sie fragen mich, was ich von Gerrett Hedlund halte. „Er ist cool, aber wieso wollt ihr das wissen?“ Naja, er soll den jungen Typen spielen. „Wie bitte? Wer bin ich dann?“ Schreie ich in den Hörer: „Bin ich schon der verfickte alte Typ?“ Das geht alles so schnell! Während des Drehs gab es einen kleinen Zwischenfall, oder? Ja, es gibt diese Szene, wo mein Charakter anfängt zu trinken, weil er seine Freundin, die Schauspielerin ist, auf der großen Leinwand in einer Sexszene sieht. Grauenhaft, meine Frau würde ich auch nie in so etwas sehen wollen! Sie hasst es auch, wenn ich erotische Szenen drehe. Er geht also auf die Straße und verprügelt ein paar Männer, macht was kaputt und wirft Flaschen umher. Ich hab einfach ein paar Freunde angerufen, denen ich aufs Maul hauen konnte und wir haben mit der Kamera drauf gehalten. Wie, bitte? Ja, ich hatte keine Lust, viel zu choreographieren, also rief ich zwei Freunde an, sagte, ich bring euch in meinen neuen Film. „Cool, was sollen wir machen?”, erwiderten sie und wussten auch gleich, es wird was Verrücktes werden. „Stellt euch einfach in die Ecke da hinten und schaut was passiert.“ Ich rannte hin, und wir schlugen einfach die Scheiße aus uns raus. Plötzlich kam die Polizei, beendete die Sache und wollte mir die Drehgenehmigung wegnehmen. Also musste ich im Büro des echten Bürgermeisters anrufen und um Vergebung bitten, damit wir weiter machen konnten. Sie haben die amerikanischen Rechte des norwegischen Films „Headhunters” erworben? Ich liebe diesen Film einfach, er ist so großartig. An dem Tag wo ich ihn sah, haben wir gerade „Broken City” gedreht, und meine Familie plante, vorbei zu kommen, weil wir Thanksgiving feiern wollten. Ich habe einem Kumpel gesagt, er muss ihnen erklären, dass ich erst diesen einen Thriller zu Ende sehen muss. Wir wollten eine amerikanische Version davon drehen. Und dann wurde ich richtig traurig, weil er eh schon verkauft war. Ich wollte ihn produzieren und drin mitspielen, hatte mich schon mit dem Regisseur getroffen, also habe ich den neuen Verleih angerufen und denen erklärt, dass sie verkacken werden und ich das machen muss, aber im Moment weiß ich nicht mal mehr, wo die Rechte geblieben sind. Oh man, erinnert Ihr Euch noch an diese eine Szene, wo das Polizeiauto die Klippe runter fällt oder als er sich die Haare mit dem Messer schneidet?! Einfach verdammt großartig! Oder die Szene mit dem Hund. Wow! Sie machen viel Sport, wie wichtig ist Ihnen ein gut trainierter und wohl geformter Körper? Ich liebe es, meinen Körper zu pushen, ich kann mich an physische Grenzen bringen, aber es kommt immer darauf an, was ich gerade spiele. In „Broken City” reicht es aus, normal rum zu laufen, aber in „Pain & Gain”, den ich mit Michael Bay gedreht habe, musste ich richtig pumpen gehen. Vermissen Sie manchmal die Zeit als Marky Mark, und ist Ihre Musikkarriere endgültig ein abgeschlossenes Kapitel in Ihrem Leben? Das ist auf jeden Fall vorbei. Aber es waren lustige Zeiten. Ich kann mich noch daran erinnern, oft in Deutschland und Berlin gewesen zu sein und allen möglichen Trubel veranstaltet zu haben. Es gibt aber keinen Fokus und keine Disziplin im Musik-Business, das ist der größte Unterschied zum Filmemachen.

Kunst & Kultur | im Interview BOLD BOLD THE THE MAGAZINE | 65 Szene aus „Broken City“: Jeffrey Wright als Polizeichef Carl Fairbanks und Mark Wahlberg als Billy Taggart Fotos: Universum Film Welche Musik hören Sie denn heute? Ach, keine Ahnung. Aber meine neunjährige Tochter liebt Taylor Swift. Mein Sohn, er ist sechs Jahre alt, hört den ganzen Tag Jay-Z und Kanye West. Alleine im Auto höre ich Rock, aber meistens diktieren die Kinder, was wir für Filme gucken und welche Musik wir hören. Können Sie aus- bzw. entspannen, wenn Sie Filme produzieren, in denen Sie auch mitspielen? Nein, das klappt einfach nicht. Die Tage werden immer länger, und Vieles passiert in der Nacht. Man kommt nach Hause, und die Sonne geht schon wieder auf, es ist schwer einzuschlafen, du musst alles abdunkeln. Ausruhen ist da nicht drin! Sie hatten bereits sehr viele verschiedene Karrieren: Rapper, Model, Schauspieler – was kommt als Nächstes? Ich habe viele verschiedene Business- Ideen, vor allem abseits der Filmindustrie. Mir gehört ein Teil des bekannten „Aqua Hydrate”-Konzerns … Er spielt mit dem Wasser auf dem Tisch herum. … der mit Elektrolyten versetztes Wasser herstellt. In Zukunft will ich darauf hin arbeiten, alles was ich produziere, auch selbst behalten zu können, also mein eigenes Studio zu haben. Werden Sie in nächster Zeit auch einmal selbst Regie führen? Da habe ich auf jeden Fall schon drüber nachgedacht, aber das nimmt so viel Zeit in Anspruch. Ich habe vier Filme, die dieses Jahr rauskommen, dann noch Regie irgendwo machen, klappt nicht mehr. Aber wenn das richtige Projekt zur richtigen Zeit kommt – wieso eigentlich nicht. Vielen Dank für das Gespräch!

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