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BOLD THE MAGAZINE No.11

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46 | BOLD THE MAGAZINE Kunst & Kultur | Hörenswert | Im Gespräch Foto: Press Pictures, L. Devaney Soul vor allem darum, sich und seinen Gefühlen treu zu sein in dem, was man schreibt, singt und spielt. Vom Entschluss, ein neues Album aufzunehmen, bis zur Veröffentlichung jetzt hat es dann noch einmal recht lang gedauert ... Das stimmt. Es ist ja schön und gut, wenn man sagt, „kommt, lasst uns ein Album machen“ – aber wenn ansonsten nichts passt, kann man es auch gleich bleiben lassen. Es braucht schon mehr als diesen Wunsch, um das Ganze voranzutreiben – verdammt viel Mühe und viel Geld! (lacht) Wie lange haben Sie letztlich an „Seven“ gearbeitet? Die eigentlichen Aufnahmen dauerten nur etwas länger als drei Monate. Ein bisschen haben wir in New York daran gemacht, ein bisschen in London, das meiste bei uns zu Hause im Studio. Das Schreiben und die Vorbereitungen aber... ich würde sagen, da waren wir seit zehn Jahren dran! Es gibt tatsächlich so alte Songs auf der Platte? Oh ja! „Conversation“ zum Beispiel, eine Ballade, die mich und auch viele andere Menschen immer zum Weinen bringt. Aber als mich einmal jemand fragte, worum es darin überhaupt geht, musste ich sagen: „Ehrlich, ich habe nicht den Hauch einer Ahnung!“ Oft ist es einfach so, dass man sich vor ein Stück Papier oder ans Klavier setzt und einfach loslegt. Und dann blickt man irgendwann auf das, was man gerade geschrieben hat und denkt: „Oh mein Gott, du bist schon verdammt schräg drauf!“ Was ist Ihnen besonders wichtig an „Seven“? Da gibt es etwas, das wir uns erarbeitet haben, und wir werden wirklich alles geben,

Kunst & Kultur | Hörenswert | Im Gespräch BOLD THE MAGAZINE | 47 „Seven“ ist Ihr siebtes Studioalbum. Hat der Titel noch eine weitere Bedeutung für Sie? Nicht wirklich. Man spricht zwar von der „lucky number 7“, aber die Zahl hat mir eigentlich nie weiter Glück gebracht. Es war nur so, dass während der Arbeiten alle immer von „your album seven“ sprachen, daher dachte ich irgendwann: „Was soll’s, nennen wir es doch einfach ‚Seven!’“ (lacht) Die Sieben ist ja auch eine dieser göttlichen Zahlen. Allerdings weiß ich darüber im Grunde nichts weiter, also werde ich auch gar nicht erst so tun! (lacht laut) Mordsangst, wenn ich Menschen nicht sehen kann, während ich mich mit ihnen unterhalte. Ich habe auch eine verkorkste Selbstanalyse dazu parat: Als ich fast 15 war, klingelte bei uns zu Hause das Telefon. Während ich an der Tür stand, ging meine Mutter an den Apparat. Dann fiel sie auf ihre Knie, auch das Telefon krachte auf den Boden. Sie hatte von ihrem Bruder erfahren, dass meine Großmutter gestorben war. Und auch ich habe die Nachricht vom Tod meiner Mutter übers Telefon erhalten. Ich denke, das genügt wohl, um es sich mit einer Sache zu verderben. Und wann werden Sie zur Heldin? Das Leitthema dieser Ausgabe ist Emotion. Vor welcher Emotion haben Sie besonderen Respekt? Ich trete für die Menschen ein, die ich liebe. Wenn irgendjemand Schlechtes über sie sagt – lasse ich das nicht zu! (lacht) um das auch zu bewahren. Gerade wenn man ein Album macht, von dem alle sagen, dass es richtig gut wird, dann wollen die gleichen Menschen auch nicht ihre Finger davon lassen – und ruinieren es so. Das gilt nicht zuletzt für die Plattenfirma. Die Musik begeistert sie, und wenn sie mit ihr fertig sind, begeistert sie niemanden mehr. In etwa so, als würde man einem großen, fetten Stier die Eier abhacken! (lacht laut) Ich respektiere Menschen vor allem dafür, dass sie den Mut haben auszudrücken, was sie fühlen und denken, anstatt zu schweigen. Ich denke, Stille gehört zu den schlimmsten Dingen überhaupt. Zählen Sie sich selbst zu diesen Menschen? Ich kann wirklich beides sein, ein Feigling und eine Heldin. Ich denke aber, dass ich die meiste Zeit über die Dinge beim Namen nenne. Ich benutze dafür nicht meine Fäuste, sondern meinen Verstand und meinen Mund. Ich kann ziemlich brutal sein, wenn es nötig ist. Das ist allerdings schon lange nicht passiert. Die Leute aus Ihrem Bekanntenkreis sind vorgewarnt ... Genau, die halten jetzt einfach gleich die Klappe und halten sich zurück. Also Vorsicht! (lacht laut) Man muss also wirklich mit aller Kraft an seiner Musik festhalten. Ian (Devaney, Stansfields Ehemann, mit dem gemeinsam sie das Album aufgenommen hat, Anm. d. Red.) und ich kämpfen wirklich hart dafür. Geben Sie doch ein Beispiel für Ihre Feigheit! Ich bin vor allem feige, wenn es um ... Telefone geht. Es bereitet mir wirklich eine Link zur Website: www.lisa-stansfield.com

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