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64 | BOLD THE MAGAZINE Reise | Borneo Die Iban, auch Sea Dayak genannt, sind eine indigene Ethnie der Insel Borneo. Sie werden zur Gruppe der Dayak gezählt.

Reise | Borneo BOLD THE MAGAZINE | 65 an kleinen Dörfern und Urwaldriesen. In direkter Nachbarschaft der Wind Cave, die ihren Namen einem immer währenden, kühlenden Luftstrom verdankt, führen 200 Stufen steil hinauf zur Clearwater Cave, einem der größten Höhlensysteme Südostasiens. Ein Labyrinth aus Gängen und Nebenhöhlen mit beeindruckenden Tropfsteinformationen und einem kristallklaren Fluss, der zu einem erfrischenden Bad einlädt. Auf dem Rückweg stoppt der Bootsführer an einer Penan-Siedlung. Die Penan sind eine von 27 ethnischen Gruppen auf Borneo, die früher als Nomaden durch die Regenwälder zogen, inzwischen aber christianisiert und sesshaft sind. Heute gibt es auf Borneo Schätzungen zufolge nur noch rund 1.000 Nomaden, die an die Allbeseeltheit der Natur glauben und von der Jagd mit dem Blasrohr leben. Seit 1983 versucht die Regierung, die Penan anzusiedeln. Die kleine Gemeinde lebt in Holzhütten mit Wellblechdächern, betreibt etwas Landwirtschaft und geht auf die Jagd. Ein kleines Zubrot verdienen sich die Dorfbewohner mit Kunsthandwerk, das sie an Touristen verkaufen. Die Stippvisite in der Siedlung macht nachdenklich. Die Menschen sind an die Kurzbesuche von Touristen gewohnt, sie begegnen dem Fremden freundlich distanziert bis teilnahmslos. Als seien sie in eine Welt gezwungen worden, die nicht die ihre ist, gestrandet in einem psychischen Vakuum zwischen Tradition und Moderne. gefürchtete Kopfjäger Die Tradition der Kopfjagd ist längst Vergangenheit: Die berüchtigtsten und gefürchtetsten Kopfjäger waren die Iban, mit 690.000 Menschen die größte Bevölkerungsgruppe in Sarawak. Ursprünglich hatte ein junger Mann seine Männlichkeit zu beweisen, indem er einen Feind tötete und dessen Kopf als Trophäe mitbrachte. Im Glauben der Stämme eignete sich der Krieger gleichzeitig die geistige und seelische Kraft des Gegners an. Indem die Schädel in Netzen und Schalen aufbewahrt wurden und das Langhaus schmückten, unter dessen Dach die ganze Gemeinde lebte. So übertrug sich die Kraft auf alle Stammesmitglieder. Die Kolonialmächte gingen scharf gegen dieses Ritual vor. Während des Zweiten Weltkriegs erlaubte die britischen Kolonialherren die Kopfjagd wieder gegen die japanische Besatzungsmacht. Die Trophäen sind heute noch zu sehen. Etwa unweit von Kuching in einem Langhaus der Bidayuh, wo mehrere Schädel in einem von der Decke hängendem Drahtkorb zusammengefasst sind. Auf der Veranda gehen einige ältere Menschen einer Beschäftigung nach. Sie flechten Palmmatten, führen Reparaturarbeiten an den Dächern aus, waschen Wäsche. Rajong Banuh stimmt seine Trommel. „Wir leben heute vorwiegend von der Landwirtschaft“, sagt der 57-jährige Musiker, „und gehen fischen und gelegentlich auf die Jagd.“ Die jungen Leute ziehen auf der Suche nach Arbeit in die Hauptstadt. Dort werden sie aber von den, seit Generationen ansässigen, Chinesen und Malaien nicht akzeptiert, fristeten ein Außenseiterdasein und müssen schweren Arbeiten nachgehen, die niemand anders machen will. Gleichzeitig vergessen sie immer mehr ihre Traditionen und Sprachen. Das macht mich traurig“, sagt Banuh. „Der Adler-Tanz, unser wichtigster Tanz, gerät in Vergessenheit, und auch das Leben in Langhäusern wird schon in wenigen Jahren der Vergangenheit angehören.“ Anreise: Mit Turkish Airlines von zwölf deutschen Flughäfen mehrmals täglich. www.turkishairlines.com Beste Reisezeit: April bis Oktober Hotel-Empfehlungen: Grand Millennium Hotel: www.grandmillenniumkl.com Pullman Hotel www.pullmanhotels.com/Kuching Royal Mulu Resort: Wird zur Zeit saniert und unter neuer Leitung (Marriott- Gruppe) im April 2014 neu eröffnet.

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