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BOLD THE MAGAZINE No.12

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56 | BOLD THE MAGAZINE Kunst & Kultur | Hörenswert | CD Hörenswert konsequent und furchtlos Autor: F. Reip Ema The Future’s Void (Matador Records) Als Erika M. Anderson alias EMA 2010 ihr Solodebüt veröffentlichte, waren sich Fachpresse und Publikum einig: Die Welt war um eine sperrige, provokative künstlerische Position reicher. Vier Jahre später gerät „The Future’s Void“ ähnlich begeisternd. Die Lyrics der US-Amerikanerin transportieren die Zukunftsskepsis von William Gibsons 1984er SciFi-Klassiker „Neuromancer“ in die von sozialen Netzwerken und Datenclouds durchwachsene Gegenwart. Musikalisch durchbricht die Platte konsequent und furchtlos die Grenzen des Pop. Es ächzt, kracht und gewittert im Geiste von Trent Reznors Nine Inch Nails. Kalt ist Anderson dabei nicht: Das famose „Cthulu“ heizt die technoide Atmosphäre anonymer Bunkerclubs mit bedrohlichen Goth-Soul-Vocals auf, „When She Comes“ ist im Wesen ein warmer Gitarrensong.

Kunst & Kultur | Hörenswert | CD BOLD THE MAGAZINE | 57 Kylie Kiss Me Once (Parlophone / Warner) V.A. Soul City Los Angeles (Fantastic Voyage / Rough Trade) Johnny Cash Out Among The Stars (Columbia / Legacy) Nachdem Kylie Minogue zu Beginn der Nuller-Jahre mit den verhältnismäßig progressiv produzierten Alben „Fever“ und „Body Language“ eines der fulminantesten Comebacks der Musikgeschichte geglückt war, schipperte die Karriere der kleinen Australierin wieder in etwas ruhigere Gewässer. Künstlerisch schließt Kylie mit „Kiss Me Once“ nun im Wesentlichen dort an, wo sie mit ihrem letzten Longplayer „Aphrodite“ (2010) aufgehört hat, und führt ihren Sound weiter zum schwerelosen Kitsch ihrer 80er zurück. Die mit einem plötzlichen Knall gelaunchte Vorabsingle „Into The Blue“ ist ein Feelgood-Schunkler, „Million Miles“ ist Disco pur, und an ein so furchtlos dick aufgetragenes Duett, wie es „Beautiful“ mit Schmusekönig Enrique Iglesias ist, hat sich lange niemand mehr herangetraut. Ein Geschenk für Nostalgiker! Nachdem wir bereits vor einigen Ausgaben die Chicago-Edition der „Soul City“-Reihe von Fantastic Voyage vorgestellt haben, führt die Reise diesmal an die Westküste, in die Stadt der Engel: Los Angeles. Und in der Tat merkt man den insgesamt 60 Tracks deutlich an, dass sie unter der kalifornischen Sonne entstanden sind: Anders als in den Editionen zu Detroit, New York und eben Chicago ist hier von urbanem Grit nichts zu spüren. Zwar wird dem Westcoast-Soul von Kennern gern ein „härterer“ Sound attestiert, dennoch wirkt die Musik leicht, optimistisch, lichtgeflutet. Vertreten sind unter anderem die Olympics, die auch als Womack Brothers bekannten Valentinos, Gene & Eunice, Don & Dewey und frühe Aufnahmen späterer Stars wie Johnny „Guitar“ Watson und Sly Stone, der hier noch als Mitglied der Viscaynes zu hören ist. Fans von Johnny Cash haben sich vermutlich längst daran gewöhnt, dass auch nach dem Tod des „Man in Black“ weiterhin Alben mit unveröffentlichtem Material erscheinen. Dennoch ragt „Out Among The Stars“ aus der Reihe posthumer Releases heraus: Die Tracklist besteht nicht aus Demos und Outtakes, sondern komplett eigenständigen Kompositionen, die rund 30 Jahre völlig unbemerkt in den Tresorräumen von Columbia Records gelegen hatten, ehe sie Sohnemann John im Jahr 2012 entdeckte und mit handverlesenen Musikern (darunter der auch an den ursprünglichen Einspielungen beteiligte Marty Stuart) wiederherstellte. Highlights unter den 13 Stücken: die Gänsehautnummer „She Used To Love Me A Lot“ (das in zwei Versionen enthalten ist) und das zarte Duett „Don’t You Think It’s Come Our Time“ mit Ehefrau June.

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