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BOLD THE MAGAZINE No.14

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50 | BOLD THE MAGAZINE KUNST & KULTUR | HÖRENSWERT | CD | TRACK-BY-TRACK YOU WIN Yohan Hennequin: Noch eine von Ninas tragischen Liebesgeschichten! (lacht) Es geht aber nicht nur um die negativen Gefühle dabei – man muss stets zunächst sich selbst vergeben. FULL COLOURS Yohan Hennequin: Hier geht es um meinen Sohn. Er wurde an einem 25. Dezember geboren und wir hatten an Heiligabend noch alle gefeiert. Auf dem Heimweg am nächsten Tag – meine Mutter saß am Steuer – fuhren wir über einen Stopper, und das löste die Wehen aus. Für einen Wintertag war es sehr sonnig, alles war still, die Straßen waren verlassen – es war wie in einem Science-Fiction-Film. Und genau in dem Moment sah ich einen großen Regenbogen. Es war mein perfekter Tag. Wenn man ein Kind bekommt, realisiert man, dass man nie wieder allein sein wird. In dem Song geht es ums Heranwachsen. Und es ist nicht nur dein Kind, das wächst – du bist es vor allem selbst. TIKIBOY Yohan Hennequin: Das ist ein wirklich alter Song – und einer meiner liebsten. Wir hatten ihn schon auf unserer zweiten EP, die auch „Tikiboy“ hieß, und wollten ihn eigentlich neu aufnehmen, doch irgendwie konnten wir die Magie des Demos nicht Foto: Tôt ou Tard (Label) Nina Goern (links) und Yohan Hennequin (rechts)

KUNST & KULTUR | HÖRENSWERT | CD | TRACK-BY-TRACK BOLD THE MAGAZINE | 51 wiederfinden. Nun ist dieses also auch auf dem Album und schafft eine Verbindung zwischen den Personen und Künstlern, die wir waren, und die wir jetzt sind. Es ist eine große Freude, den Song zu spielen, weil er die Leute so richtig zum Tanzen bringt. WHO YOU ARE Nina Groen: ... handelt von meinem Vater. Als ich ein Kind war, lebten wir ganz in der Nähe eines Waldes, und an manchen Nachmittagen arbeitete ich gemeinsam mit meinem Vater an einem Baumhaus. Als wir den Song schrieben, fühlte ich mich wieder in den Wald versetzt. Daran erinnere ich mich gern, wenn es mir mal nicht so gut geht. Wir sind alle komplexe Menschen, ins Leben gesetzt von Menschen voller Liebe. Es ist ein sehr friedlicher Song. TOO MUCH Yohan Hennequin: Ein sehr, sehr, sehr alter Song, noch älter als „Tikiboy“. Um ehrlich zu sein, sind wir mit dem Stück nicht ganz glücklich – ein paar Elemente hätten wir doch gern noch anders arrangiert. Inhaltlich sind wir aber zufrieden damit. Es ist ein Karma-Song. Alles fällt auf einen zurück. Wenn man den Ärger, den man ja eigentlich immer zuerst sich selbst gegenüber verspürt, nicht loslassen kann und man sich nur noch auf seine negativen Emotionen konzentriert, vergisst man darüber all die guten Dinge. Sich mit dem zu befassen, was schön ist am Leben – Musik, Kinder – ist manchmal das Beste, um wieder den nötigen Abstand zu sich und seinen Problemen zu gewinnen. WALKING ON THE LINE Nina Groen: Auch hier geht es um unsere Kinder. Es ist wahnsinnig schwierig, wenn man auf Tour sein Kind nicht sehen kann. Daher verstehen wir den Song als eine Art Flaschenpost. Er ist eine Nachricht an unsere Kinder, und früher oder später wird sie sie erreichen. Wir sind bei euch und wir denken an euch – immer! Yohan Hennequin: Das Stück geht immer weiter, es endet einfach nicht. Manchmal entstehen besondere Gefühle in einer Art Trance, und wir lieben es, wenn die Emotionen in unserer Musik im Lauf eines Songs immer mächtiger werden. Das wollten wir hier einfangen. WICHITA Yohan Hennequin: Es geht um einen Ort, an dem alle das Recht haben, zu feiern und das Leben zu genießen. Ich habe mal mit einem früheren Projekt in Russland gespielt, und nach der Show bat mich ein Besucher, seinen Reisepass zu signieren. Ich war verwirrt und sagte, hey, das ist doch ein wichtiges Dokument, das dir erlaubt zu reisen. Er sagte, er würde ohnehin nie die Gelegenheit bekommen, sein Land zu verlassen. Uns verband vieles – wir waren beide jung, liebten Musik, verstanden uns gut, und ich war geschockt. Ich konnte nicht begreifen, dass das Leben so sehr dadurch bestimmt wird, wo wir geboren werden und was für Menschen dort regieren. Darüber musste ich sprechen, und so erträumte ich diesen Ort, an dem alle Menschen zueinander finden können. FLOWERS Yohan Hennequin: Anfangs war das ein richtiger Punksong, wir hämmerten ihn geradezu herunter bei unseren Shows, doch irgendwie passte das dann nicht zum Album. Wir wollten die Melodie aber unbedingt beibehalten, also suchten und fanden wir neue Arrangements. Viele unserer Stücke sind durch mehrere Phasen gegangen! Auch „Wichita“ – zum Beispiel – war eine Zeit lang eine stark elektronische Nummer, und später dann vor allem ein Groover. Letztlich geht es uns aber immer und vor allem um die Melodie. Dieses Stück haben wir gemeinsam mit einem 12-köpfigen Orchester eingespielt – wir hätten nie zu träumen gewagt, so etwas auf unserem ersten Album zu haben! Ein großer Moment für uns! LOVE YOU LIKE A LOVE SONG Nina Groen: Ein Cover eines Songs von Selina Gomez. Eine ungewöhnliche Wahl, ich weiß, aber Tatsache ist, dass hinter vielen dieser großen Produktionen auch gigantische Songs stecken. Das Arrangement macht letztlich den Unterschied. Die Lyrics sind sehr schlicht, aber die Melodie ist grandios! Und wir lieben den James Bond- Touch, den unsere Version hat. LINK ZUR BAND: www.catsontrees.com

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