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BOLD THE MAGAZINE No.17

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KREATION

40 |

40 | BOLD THE MAGAZINE KUNST & KULTUR | HÖRENSWERT | CD HÖRENSWERT FASZINIERENDE MINIMAL-KLASSIK AUTOR: F. REIP HENRIK SCHWARZ INSTRUMENTS (Sony Classical) Dass die viel versprechendste Öffnung der Klassik hin zur populären Musik in Electronica zu finden ist, spricht sich langsam herum. Insbesondere der feine Roster des Berliner Labels Erased Tapes (u. a. Nils Frahm, Kiasmos, Ólafur Arnalds) hat mit gegenseitigen Remixen ein ums andere Mal das Potenzial dieser Schnittstelle bewiesen. „Instruments“ von Henrik Schwarz ist in diesem Zusammenhang ein besonders spannendes Album. Nicht nur, dass es bei einem Major erschienen ist und somit als Zeugnis der Ankunft des Themas in der breiteren Mitte gelten darf – es dreht den Spieß obendrein um. Techno- und House-Produzent Schwarz ließ seine Kompositionen von Johannes Brecht umarrangieren und dann vom Tokio Secret Orchestra einspielen. Entstanden ist dabei eine faszinierende Minimal-Klassik. Leise Töne, zarte Emotionen. Foto: Sony Classical

KUNST & KULTUR | HÖRENSWERT | CD BOLD THE MAGAZINE | 41 ÓLAFUR ARNALDS & ALICE SARA OTT THE CHOPIN PROJECT (Deutsche Grammophon) DELIA GONZALEZ IN REMEMBRANCE (DFA / [PIAS] Cooperative) BAD COMPANY BAD COMPANY & STRAIGHT SHOOTER (Rhino / Warner) Im Allgemeinen streben Aufnahmen klassischer Musik nach Perfektion und „Unsichtbarkeit“ des Prozesses, um einen möglichst reinen Klangraum zu schaffen, vor dem sich die Komposition klar abhebt. Der isländische Pianist Ólafur Arnalds, ohnehin bekannt dafür, Klassik etwa in die Nähe der Popmusik zu setzen, war dies leid – und entschied sich deshalb dafür, seinen geliebten Chopin in neues Licht zu rücken. Auf ungewöhnlichen oder eigens präparierten Klavieren und mit Hilfe altmodischer Aufnahmegeräte schuf er so gemeinsam mit der deutschjapanischen Pianistin Alice Sara Ott eine Interpretation ausgewählter Stücke (darunter das Regentropfen-Prélude und Nocturne in Cis-Moll, auf dem Mari Samuelsen an der Geige zu hören ist), die man sie so organisch, so aufwühlend, so erschütternd roh und zart zugleich vielleicht noch nie gehört hat. Meisterhaft! Die seit Mitte der Neunziger fest in der Avantgarde etablierte amerikanische Multimedia-Künstlerin Delia Gonzalez vereint in ihrem ambitionierten Projekt „In Remembrance“ Film, Tanz, Solo- Piano und Remix-Kultur. Ursprünglich auf einer Show in Neapel im Jahr 2012 basierend und später im Rahmen von Ausstellungen in Köln und New York aufgeführt, mithin also stets flüchtig, wurde das Projekt nun in Berlin dauerhaft festgehalten. Vier dunkelfarbene Kompositionen bilden eine 30-minütige Suite, deren hypnotisch repetitive Linien in den Bewegungen der Tänzer reflektiert sind (der CD liegt eine DVD mit Kurzfilm bei). Ergänzt wird dies durch vier Remixe von Bruder im Geiste Bryce Hackford, der mit leichter Hand Gonzalez’ Wurzeln im Umfeld des New Yorker Elektroniklabels DFA Records aufzeigt. Faszinierend. Sie waren eine der stilprägenden Bands der Siebziger, ihr Sound beeinflusst noch heute junge Rockbands: Die Briten Bad Company, bestehend aus einstigen Mitgliedern von Free, King Crimson und Mott The Hoople und somit eine frühe Rock-Supergroup, teilten sich nicht nur Manager Peter Grant mit den Kollegen von Led Zeppelin, sie waren auch ähnlich erfolgreich. Die ersten beiden Alben der Band, „Bad Company“ und „Straight Shooter“, erscheinen nun als Deluxe Editionen, auf Basis der Originalbänder remastert und jeweils um eine umfangreiche Bonus-CD mit B-Seiten, Demos, alternativen Versionen und teils sogar bislang komplett unveröffentlichten Songs erweitert – Grund genug, sich diese 1974 bzw. 1975 erstmals veröffentlichten Klassiker der Rockgeschichte entstaubt und poliert ins Regal zu stellen.

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