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BOLD THE MAGAZINE No.17

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MODE | IM GESPRÄCH BOLD THE MAGAZINE | 43 DER WELTENWANDERER MIGUEL KERTSMAN AUTOR: F. REIP | FOTOGRAF: G. TRIMMEL Der Komponist Miguel Kertsman ist ein Wanderer zwischen den Welten. Im Jahr 1965 im brasilianischen Recife geboren und dank seiner Erziehung früh in Kontakt mit europäischer Kultur, war früh klar, dass geografische Grenzen keine Rolle für ihn spielen würden. Seine Ausbildung absolvierte er sowohl am Staatlichen Musik-Konservatorium von Pernambuco in Brasilien als auch am Berklee College Of Music in Boston in den USA. Dort lernte er das Dirigieren bei Attilio Poto, einst Protegé von Arturo Toscanini, und Komposition bei Jeronimas Kacinkas, einem Schüler des großen Béla Bartók. Später wurde Kertsmans Musik weltweit aufgeführt und ausgestrahlt: von New York bis Zürich, von Sao Paolo bis Wien, wo er heute lebt. Kertsman überwindet oft musikalische Grenzen: Mal ist er klassischer Komponist, mal schreibt er Musiktheater für Kinder oder den Soundtrack für ein Videospiel, mal arbeitet er an einem Progressive Rock-Album. Miguel Kertsmans jüngstes Werk ist die „Chamber Symphony No. 2 – New York Of 50 Doors“ mit dem Kammerorchester der Wiener Symphoniker im Wiener Konzerthaus. BOLD war bei der Welturaufführung dabei und traf den Weltenwanderer am Morgen danach in einem traumhaft schönen Stadtpalais zum Interview. Herr Kertsman, wie haben Sie denn die Premiere gestern Abend erlebt? Ich hatte Spaß – das ist mir das Wichtigste. Natürlich ist dies mein Job, aber wenn die Musiker ein neues Stück mit Herz und Begeisterung spielen und das Publikum darauf reagiert, bin ich zufrieden. Tatsächlich hatte das Orchester nicht in diesem Saal proben können und hatte nur eine Viertelstunde Zeit, um sich auf den Raum einzustellen – die Percussionistin etwa musste leiser spielen, da die Wände hinter ihr verstärkend wirkten. Das ist eine große Herausforderung, aber alle haben sie wirklich gut gemeistert. Es ist kein einfaches Stück, und man hört immer Dinge, die noch besser laufen könnten, aber das gehört dazu. Ich könnte nicht glücklicher sein. Worum ging es Ihnen mit diesem Ihrem jüngsten Werk? Die ursprüngliche Idee stammt noch aus meiner Zeit in New York, ist also schon sehr alt. Ich habe lange in der Stadt gelebt, sie wird für mich immer ein Zuhause sein. Das Stück ist ein Klangportrait der Stadt, es fängt den Vibe von Uptown ein, die Upper West Side mit ihren Latino-Einflüssen, den frühen HipHop, Funk, Bebop, und natürlich viel Brasilianisches, da ich viel mit meinen Landsleuten unterwegs war. Einmal taucht sogar ein Sound im Stück auf, der vom Klang der Schiffe auf dem Hudson River inspiriert ist. Darauf spielen die „50 Doors“ im Titel an, die vielen Türen in die Klänge der Stadt: Du weißt nie, wohin die nächste Tür führt. Sie fusionieren in der Symphonie Klassik und Jazz. Wo berühren sich diese so oft als sehr unterschiedlich wahrgenommenen Musikrichtungen? Da muss ich ausholen. Als ich in New York lebte, wurde ich einmal eingeladen, auf einer exzentrischen Geburtstagsparty für einen kleinen Jungen zu spielen – und das in einem Hotel-Casino in Atlantic City! Es gab eine riesige Band und sogar brasilianische Tänzerinnen im Bikini! (lacht) Ich war der jüngste Musiker, machte die Arrangements, spielte Keyboards. Ich hatte an fantastischen Universitäten gelernt und wollte doch eigentlich Symphonien

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