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BOLD THE MAGAZINE No.20

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LEICHTIGKEIT

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16 | BOLD THE MAGAZINE KUNST & KULTUR | JAMES BOND „Dr. No“ drohte tatsächlich ein Atomkrieg zwischen den USA und der UdSSR. Als die Sowjets Mittelstreckenraketen auf Kuba stationierten, standen die beiden Supermächte beinahe vor einer militärischen Konfrontation. Die Welt hielt den Atem an. Bei „Goldfinger“, dem dritten Bond-Film, waren nicht nur die Produktionskosten im Nu eingespielt. Schon vor dem Filmstart sprang 1964 eine gigantische Marketingmaschinerie an. Amerika hatte entdeckt, wie sich richtig Kasse machen ließ – Merchandising hieß das Zauberwort. Plötzlich gab es 007 Spielzeugpistolen und Aston-Martin-Modellautos für die Möchtegern-Bonds. Dazu sang sich Shirley Bassey mit ihrem Titelsong an die Spitze der Charts. Mit „Diamantenfieber“, dem siebten Bondfilm, hatte Connery vorerst die Nase voll. 1973 begann mit Roger Moore eine neue Bond-Ära. Der witzige Moore war Bond und gleichzeitig fast so etwas wie eine Parodie auf den Superhelden. Sein 007-Debüt in „Leben und sterben lassen“ entführt den Zuschauer in eine Welt rund um Rassenkonflikte, Drogenhandel und Voodoozauber. Die amerikanische Bürgerrechtsbewegung war noch in vollem Gange, als James Bond mit Rosie Carver das erste Mal eine Dunkelhäutige ins Bett zog. Rosie Carver alias Gloria Hendry sollte wohl eigentlich „die Gute“ spielen, dann aber überließen die Produzenten der weißen Jane Seymour den Part der unschuldigen Jungfrau, und Verräterin Rosie wurde erschossen. Kritiker störten sich an der rassistisch geprägten Aufteilung zwischen Gut und Böse und an der stereotypen Darstellung der Schwarzen im Film. Dem Erfolg tat das aber keinen Abbruch. 1983 gab es sogar zwei Bonds. Während Roger Moore in „Octopussy“ brillierte, kam Sean Connery mit „Sag niemals nie“, einem Remake von „Fireball“, als inoffizieller Bond in die Kinos. Der Titel stammt von Connerys Ehefrau Micheline Roquebrune, weil Connery die Rolle eigentlich nie wieder spielen wollte. Der 53-Jährige Doch-wieder-Bond trägt Toupet und schläft mit Kim Basinger. An den Kinokassen aber machte Roger Moore das Rennen. Nach sieben Produktionen verabschiedet Moore sich 1985 „Im Angesichts des Todes“ – und eilt seiner Zeit voraus. Doping, Mikrochips und künstlich manipulierte Intelligenz sind die Themen seines letzten Bonds. Die androgyne Grace Jones lässt ihre Muskeln spielen und steht für ein neues Schönheitsideal. Das eigene Aussehen ist jetzt nicht mehr Schicksal, sondern harte Arbeit. Fitnessstudios haben Hochkonjunktur, und auch Frauen schinden sich beim Krafttraining. Timothy Dalton hatte mit „Lizenz zum Töten“ und „Der Hauch des Todes“ eine recht kurze Bond-Karriere, als 1994 mit „Golden Eye“ ein neuer Bond die Weltbühne betrat – Pierce Brosnan. Für ihn greift Hollywood tiefer in die Trickkiste und setzt die physikalischen Gesetze außer Kraft. Die Actionszenen seien übertrieben und unrealistisch, maulen die Kritiker. Kommerziell ist der neue Bond trotzdem ein Erfolg. SEAN CONNERY ALS JAMES BOND UND SHIRLEY EATON ALS JILL MASTERSON IN „GOLDFINGER“ (1964)

KUNST & KULTUR | JAMES BOND BOLD THE MAGAZINE | 17

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