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BOLD THE MAGAZINE No.23

ÄSTHETIK

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EINSTIEG | ÄSTHETIK BOLD THE MAGAZINE | 9 SCHÖN UND WAHR ÄSTHETIK AUTOR: F. K. ARNOLD Sperrig und altbacken kommt er daher, irgendwie auch „abgehoben“, mit fatal hohem Anspruch aus vergangenen Tagen der Kunstrezeption, der Begriff: Ästhetik. Er reduziert auf die vermeintlich positiven Seiten der Wahrnehmung von subjektiver Schönheit. „Unser“ Ästhetik-Begriff ist rund 250 Jahre alt und geht auf den deutschen Philosophen A. G. Baumgarten zurück. Er begründete die Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis, und diese geht im Ursprung über das Schöne, Gute und Kunstvolle weit hinaus. Ästhetisch zu sein bedeutet heute, in einer eingeschränkten Bedeutung, dass etwas stilvoll, geschmackvoll, kunstvoll, formvollendet oder einfach schön ist. Das ästhetisch Vollkommene hingegen ruht in sich selbst. Ästhetisch Vorbildhaftes sollte einstmals erhabene Ideen widerspiegeln. Symmetrie und Harmonie versus Disharmonie und Chaos. Ein Werk konnte dann als kunstvollendet angesehen werden, wenn es nichts mehr hinzuzufügen oder wegzunehmen gab. Das Schöne wird als das Gegenteil zum Hässlichen gesetzt. Das Schöne ist das Wahre und Ausdruck des Göttlichen. Das Hässliche ist die Ausgeburt des Teufels. Aber nur das Gegenteil hebt das Ästhetische erst in seiner Bedeutung hervor – das sogenannte Unästhetische diskreditiert etwas als hässlich, scheußlich, widerlich, ätzend, unpassend, unschön, unelegant, stil- oder geschmacklos. „Die Mode ist so unerträglich hässlich, so dass wir sie alle Halbjahre ändern müssen.“ Dem Gedanken des vollendet Schönen hat so schon Oscar Wilde eine feinsinnig überspitzte Absage erteilt und somit auf die Kurzlebigkeit von Trends hingewiesen. Schön hässlich, ist eine weitere Variation und beschreibt die Freiheit von ästhetischen Normen. Gegen das langweilige Schöne steht das unheimliche Hässliche – es ist aber vielleicht auch das Faszinierend-Interessantere. Glaubt man dem deutschen Dichter Friedrich Schiller und seiner Forderung nach einer ästhetischen Erziehung, könne sich der Mensch allein dadurch von der Angst des Irdischen befreien. Die Kunst, als Reich des schönen Scheins, biete Zuflucht und Erlösung. Der schöne Schein soll hier nicht als oberflächlich, sondern im Sinne einer freien und von der unschönen Wirklichkeit befreiten Welt der Kunst aufgefasst werden. Eine utopische Idealvorstellung aus der Zeit der deutschen Klassik. Die philosophischen Grundgedanken dieser Zeit gingen von der Erziehbarkeit des Menschen zum Guten aus. Ihr Ziel war die verwirklichte Humanität, die praktizierte Menschlichkeit im sozialen Umgang: das Schöne, Gute und Wahre. Vorbild hierfür war das angenommene Ideal der griechischen Antike. „Es ist der Geist, der sich den Körper baut“, lässt der Dichter Schiller den Wallenstein sagen. Wer sich nicht schön genug fühlt, äußerlich natürlich, der kommt heute schnell auf den Gedanken, der Natur auf die Sprünge zu helfen. Wenn das Fitness-Studio nicht mehr weiter hilft, lässt man eben alles künstlich modellieren. Six-Pack, Muckies, Nasen- OP, Brust-Implantate, Po-Verbesserung, Lippen-Aufspritzung – darfs ein bisschen mehr sein? Botox gegen Stirnfalten als „Einstiegsdroge“ hat längst eine breite Anhängerschaft. Der erste Eindruck ist alles, was zählt. Das Äußere lässt auf das Innere schließen, oder nicht?

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