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BOLD THE MAGAZINE No.26

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40 | BOLD THE MAGAZINE LIFESTYLE | DIE RÜCKKEHR EINER LEGENDE Von der Idee – dem Nachbau der Junkers F13 – bis zum Jungfernflug vergingen sieben Jahre der Recherche, Planung und Genehmigung. Um ein Projekt diesen Ausmaßes zu stemmen, vereinten sich drei starke Partner: Die JU-Air, der Verein der Freunde historischer Luftfahrt e.V. (VFL) und RIMOWA. Initiiert wurde die Idee vom VFL, und gemeinsam begab sich das Team auf eine historische Reise der zivilen Luftfahrt. Am 15. September 2016 erlebte das Projekt den lang ersehnten Höhepunkt: In Dübendorf (Schweiz) fand fast 100 Jahre nach der Einführung der „Urmutter aller Verkehrsflugzeuge“ der offizielle Erstflug der Replika statt. Pünktlich zum Take-Off wurde aus dem Projektnamen „RIMOWA F13“ eine reale und neue Junkers F13, die auch namentlich das Erbe seines Visionärs weiterführt. Hugo Junkers kam am 03. Februar 1859 als Sohn des Webereibesitzers Heinrich Junkers und dessen Ehefrau Luise im rheinischen Rheydt zur Welt. Als drittes von sieben Kindern hatte Hugo Junkers keine einfache Jugend. Nach dem Abitur im bergischen Barmen studierte Junkers Maschinenbau in Berlin und Karlsruhe, um 1883 an der Technischen Hochschule Aachen als Ingenieur abzuschließen. Auch nach dem Ende seiner akademischen Ausbildung blieb Junkers den Hochschulen verbunden. In Berlin hörte er auch die Vorlesungen in Thermodynamik und Elektrotechnik bei Adolf Slaby. 1888 fand Junkers seine erste Anstellung als Civilingenieur bei Wilhelm von Oechelhäuser jun. in Dessau. Der Leiter der Continental-Gesellschaft beauftragte ihn mit der Entwicklung eines Großgasmotors für den industriellen Einsatz. Das Ergebnis war beeindruckend: 1892 reichten beide gemeinsam den Gegenkolbengasmotor zur Patentanmeldung ein. Anfang des 19. Jahrhunderts gab Hugo Junkers, jetzt bereits als deutscher Unternehmer, seine Vison für eine neuartige Flug-Maschine in Auftrag: Das erste freitragende Ganz-Metall- Flugzeug aus Duralumin. Am 25. Juni 1919 erhob sich die erste Junkers F13 in die Lüfte. Doch düstere Zeiten sollten beginnen: Junkers war überzeugter Demokrat und Pazifist und kein Freund der Nationalsozialisten. Er wurde 1933 enteignet, erhielt ein Stadtverbot für Dessau und wurde gezwungen, angeblich, um sich der wissenschaftlichen Forschung zuzuwenden, die Leitung seiner Werke aufzugeben und sich nach Bayrischzell in Bayern zurückzuziehen. Zwei Jahre später, genau an seinem 76. Geburtstag, starb er und wurde auf dem Waldfriedhof in München begraben. Für Junkers stand fest, dass die Zukunft des Flugzeugbaus nicht in der militärischen, sondern einer zivilen Nutzung liegen würde. Hugo Junkers, wie wir uns heute an ihn erinnern, ist zweifellos mit der Verkehrsluftfahrt verbunden. Vor fast 100 Jahren entwickelte er Flugzeuge für einen bequemen und zuverlässigen Transport von Reisenden und Luftfracht – planmäßig und weltweit. Auch das Konzept der Fluglinien lässt sich bis zu ihm zurückverfolgen: Luftverkehr sollte, so Junkers Traum, die Menschen und Länder friedlich miteinander verbinden. Sichtung der originalen Pläne und Start des Projekts: „RIMOWA F13“

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