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BOLD THE MAGAZINE No.29

LEICHTIGKEIT

Foto: D. Lyon,

Foto: D. Lyon, „Arrested by the National Guard“ (1964) 28 | BOLD THE MAGAZINE ART | SEHENSWERT

ART | SEHENSWERT BOLD THE MAGAZINE | 29 Neben ikonischen Bildern zeigt die umfassende Danny Lyon Retrospektive erstmals in Europa bisher unveröffentlichtes, persönliches Archivmaterial des Künstlers, sowie die weniger bekannten Filme und Collagearbeiten. Als Sohn jüdischer Einwanderer wächst Lyon im New Yorker Stadtteil Queens auf. Von der Beat-Generation und den Fotoalben seines Vaters beeinflusst, interessieren ihn schon früh die sozialen Randgruppen um ihn herum. Lyons erste Fotografien entstehen im Umfeld der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. 1962, im Alter von 20 Jahren, reist er per Anhalter nach Illinois, um seine erste Demonstration fotografisch festzuhalten. Nachdem er zum offiziellen Fotografen des Student Nonviolent Coordinating Committee ernannt wird, einer bedeutenden Organisation der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, entstehen Bilder, die das gewaltsame Aufeinandertreffen von Demonstrierenden und der Südstaatenpolizei zeigen. Den Chicago Outlaws, eine der weltweit größten und ältesten Motorrad- Gangs, schließt er sich 1965 an und hält während der darauffolgenden Jahre ihren Alltag auf und abseits der Straße fest. Während seiner Zeit in Lower Manhattan, im Jahr 1967, dokumentiert er den Abriss jenes Stadtteils, in dem später das World Trade Center errichtet wird. In den 1970er- und 1980er- Jahren führt ihn sein „anwaltschaftlicher Journalismus“ nach Bolivien, Mexiko, Kolumbien und Haiti, wo er das Leben illegaler Arbeiter, die Schicksale von Straßenkindern oder den Sturz des Diktators François „Papa Doc“ Duvalier dokumentiert. Ende der 1960er- Jahre tauscht Lyon erstmals den Fotoapparat gegen die Filmkamera: Als Autodidakt filmt er genauso, wie er fotografiert: nah dran, direkt und authentisch. Die Haltung, die aus seinen Filmen spricht, ist wiederum empathisch gegenüber Menschen, die aus dem Rahmen gesellschaftlicher Normen fallen. Lyon setzt sie mit Respekt ins laufende Bild. Es entstehen erste Kurzfilme wie „Ramsey Cell Block“ (1968) oder „Ellis Shakedown“ (1968). Mit „Soc. Sci. 127“ (1969) schafft er ein unverblümtes, 21-minütiges, filmisches Porträt über den Tätowierer Bill Sanders. In den darauffolgenden Jahren entstehen längere filmische Arbeiten wie „Los Niños Abandonados“ (1975). Danny Lyons Fotografien von Demonstrationen der Occupy Bewegung, die im Herbst 2011 in New York, Los Angeles, Oakland und Albuquerque entstanden sind, bringen ihn und uns zurück zu seinen fotografischen Ursprüngen. Die Ausstellung umfasst neben rund 150 Fotografien zahlreiche Filme und Ephemera, die erstmals im Zusammenhang zu sehen sind. Die Ausstellung „Message to the Future“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Fine Arts Museums of San Francisco organisiert. Danny Lyon – Message to the Future Bis: 27. August 2017 Fotomuseum Winterthur Grüzenstrasse 44/45, 8400 Winterthur www.fotomuseum.ch

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