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BOLD THE MAGAZINE No.29

LEICHTIGKEIT

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40 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | MAURITIUS mit Lotusblüten umgeben ist, und ein Meeresfrüchterestaurant. Vom St. Regis fährt man mit dem Auto rund 20 Minuten ins Hochland zum Black River Georges Nationalpark in der Nähe des Ortes Chamarel. Die Lakaz Chamarel Exclusive Lodge, ein Boutique-Hotel mit 14 Bungalows, inmitten des unberührten Urwalds mit Hunderten von Pflanzenarten und mehr als ein Dutzend endemischer Vogelarten, ist Ausgangspunkt für Wanderungen oder Mountainbike- Touren, die Panoramaaussichten über den Wald hinweg auf die Küste bieten oder einen Blick in die tiefe Schlucht des Black River. Der Küchenchef des Hauses weiht in die Geheimnisse der kreolischen Küche ein und bereitet einen Red Snapper zu, während sich zum Sonnenuntergang zahllose Vögel auf den Bäumen ringsum niederlassen und ein vielstimmiges Konzert zwitschern. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung von 1,2 Millionen Menschen auf Mauritius sind indischer Abstammung, davon drei Viertel Hindus und ein Viertel Muslime. Rund ein Drittel der Einwohner sind Christen, die zum großen Teil afrikanischer Herkunft sind, davon haben viele ihre kulturellen Wurzeln auf Madagaskar, der größten Insel der Region. Nur etwa vier Prozent sind Nachfahren von Franzosen, welche die Insel ab 1715 besiedelten. Die Briten lösten die Franzosen als Kolonialmacht 1810 ab, erst 1968 wurde die Insel unabhängig und ist heute eine stabile Demokratie. 17 Großgrundbesitzer betreiben den Zuckerrohranbau, besitzen Raffi- nerien und Destillerien, in denen ein ausgezeichneter Rum gebrannt wird. Die Augen ermüden schnell, wenn man kreuz und quer über die Insel fährt, wo sich links und rechts der Straße bis zum Horizont oder zum Fuße eines Bergs die Monokultur erstreckt. Auf der Hälfte der Gesamtfläche der Insel und auf dem größten Teil der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche wird Zuckerrohr angebaut. „Französische Zuckerbarone kontrollieren nach wie vor den wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes, die Hindus haben die politische Macht“, sagt Francis Longueve, Direktor der Maradiva Villas Resort & Spa in Flic en Flac im Westen der Insel. Auf dem Weg zu diesem edlen Luxusrefugium blühen im November und Dezember die Flamboyantbäume feuerrot. Die Gäste wohnen im Maradiva in individuellen Villen, die einen großen Innen- und Außenwohnbereich mit kleinem Pool haben. Der Infinitypool am Meer mit Beachbar zählt zu den schönsten der Insel. Der weiße, makellose Strand, teils von Kokospalmen bewachsen, schlängelt sich rund acht Kilometer an der Küste entlang. In den ineinander übergehenden Orten Flic en Flac und Wolmar gibt es viele Restaurants und Geschäfte, Apartmenthäuser und preisgünstige Hotels in der zweiten und dritten Reihe hinter der Küstenstraße, während Luxushotels die Grundstücke direkt am Strand unter sich aufteilen. So erholen sich am Strand von Flic en Flac sowohl Touristen aus dem Luxussegment als auch Gäste von Mittelklassehäusern und Rucksackreisende. Diese Mischung belebt den Ort auf angenehme Weise, von Massentourismus aber ist hier wie auf der ganzen Insel noch keine Spur zu finden. Und es bleibt Mauritius zu wünschen, dass die Insel davon verschont bleibt und so ihren Charme bewahrt. Die Menschen auf Mauritius sind herzlich und gastfreundlich, aber nie aufdringlich. „Sicher haben wir auch auf Mauritius soziale Ungleichheiten“, sagt Pierrot Barbe, Manager des Hotels The Residence in Belle Mare an der Ostküste. „Aber die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen leben friedlich auf engstem Raum zusammen, auch wenn es kaum Vermischungen wie Ehen gibt.“ Es flammten aber auch keine gewalttätigen Konflikte zwischen den Gruppen auf, auch wenn Politiker vor wichtigen Wahlen teilweise ethnische Konflikte zu schüren versuchten, ergänzt der Hotelchef. Die Anlage mit mehreren Gebäudekomplexen liegt an einem wundervoll geschwungenen Strand. Im Frühstücksrestaurant mit Meerblick erzählen Schwarzweißfotos die koloniale Vergangenheit der Insel. Im À-la-carte-Restaurant kommt der Gast in den Genuss eine der besten kreolischen Küchen der Insel. Barbe schickt uns auf eine Katamaran-Tour. Wir fahren die von Kokospalmen bestandene Ostküste entlang, vorbei an Plattformen im türkisfarbenen Meer, auf denen Paragleiter abheben, und hinein in einen smaragdgrünen Seitenarm des Meers zu einem kleinen Wasserfall. Die Crew, ungezwungen aufmerksam, grillt das Mittagessen an

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