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BOLD THE MAGAZINE No.35

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PERFEKTION SPECIAL TOPIC: LUXURY | NEW WATCHES | EXKLUSIV IM INTERVIEW: RYAN REYNOLDS | KÜNSTLER: MARIO MARINO | SÜDAFRIKA | SRI LANKA | MARTINIQUE | IM GESPRÄCH: EVA GREEN

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46 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | MARTINIQUE

TRAVEL | MARTINIQUE BOLD THE MAGAZINE | 47 „Riding High“ ist ein Champagnercocktail mit Rum oder besser ein Rumcocktail mit Champagner. Der Barkeeper in Lili´s Strandbar füllt fast ein Drittel des Glases von der Größe eines kleinen Pokals mit dem hochprozentigen Zuckerrohrdestillat auf. Es ist mein erster Drink auf der Insel nach einem komfortablen Flug in der Business Class einer Condor-Maschine und einer halbstündigen Fahrt mit dem Mietwagen vom Flughafen zum Hotel. Irgendwie bin ich immer erschöpft nach einem Langstreckenflug. Doch schon der erste „Riding High“ erfrischt, und nach dem zweiten bin ich hellwach. „Der Drink weckt müde Geister“, sagt der Barkeeper. Die Wellen rollen seicht auf die kleine Bucht mit Sandstrand, Sterne funkeln hell am nachtdunklen Himmel, aus den Lautsprecherboxen schallt Reggae. Das zu allen Seiten hin offene, unprätentiös aus Holz gezimmerte Restaurant ist voll besetzt. Es ist ein Szenetreffpunkt von Inselbewohnern und Hotelgästen. Die moderne Küche ist hervorragend. Der Kellner serviert mir kurz angebratene, innen rohe Filets vom Marlin, einer Speerfischart, auf einem Gemüsebett. Mein Tischnachbar erfreut sich an gegrillten Langusten. Die Preise sind fair, bedenkt man, dass die Karibik kein Billigtourismusziel ist. Von Lili´s Bar führt eine abends erleuchtete Treppe zur ausladenden Frühstücksterrasse mit Swimmingpool des 1970 eröffneten und entsprechend in die Jahre gekommenen Hotels La Batelière. Von hier schweift jeden Morgen bei Café und Croissants, wie sie in Paris nicht besser sein könnten, mein Blick auf den endlos scheinenden blauen Ozean. Weiße Katamarane schaukeln sanft auf den Wellen, Kreuzfahrtschiffe steuern den Hafen von Fort-de-France, der Hauptstadt Martiniques, im Westen der Insel an oder verlassen ihn. Ich könnte hier am Pool und unten am Strand von Lili´s Bar den ganzen Tag verbringen, doch es gibt viel zu erkunden auf Martinique. Das Hotel liegt in dem Ort Schoelcher, der nahtlos in Fort-de-France überzugehen scheint. Eine Straße mit starken Steigungen und Gefällen entlang der Westküste verbindet die beiden Orte. Einfamilienhäuser und Villenviertel kleben wie Schwalbennester an steil zum Meer abfallenden Hängen. Schoelcher ist wegen seiner Lage der ideale Ausgangsort für Tagesausflüge. Der nördlichste und südlichste Punkt der Insel sind von dem Ort annähernd gleich weit entfernt. Das ehemalige Fischerdorf, das inzwischen die Ausmaße einer Kleinstadt erreicht hat, ist nach dem französischen Politiker und Journalisten Victor Schoelcher benannt. Er schrieb 20 Jahre gegen die Barbarei der Sklaverei an und war der Initiator des Dekrets zur ihrer Abschaffung 1848, womit die Sklaverei in Frankreich und seinen Kolonien, darunter die Französischen Antillen, endgültig beendet wurde. Der überwiegende Teil der Bevölkerung in der Karibik ist auf den Sklavenhandel zurückzuführen. Frankreich verschleppte seit 1636 Sklaven aus Afrika nach Martinique, wo sie, wie auf den anderen karibischen Inseln, vorwiegend auf Zuckerrohrplantagen schuften mussten. Ein halbes Jahrhundert lang führten Frankreich und Großbritannien erbitterte Kämpfe und Schlachten um Martinique, das 1815 den Franzosen zugesprochen wurde. Vor Ankunft der Kolonialmächte lebten Indianer in der Karibik. Gegen Endes des 16. Jahrhunderts waren sie fast alle ausgerottet - durch eingeschleppte Krankheiten des alten Kontinents, durch Zwangsarbeit, Überfälle und Kämpfe mit den Kolonialtruppen. Das indigene Volk der Arawaken gab Martinique den Namen Madina, was Blumeninsel bedeutet. Christopher Kolumbus hat Martinique 1493 gesichtet, segelte aber weiter. Als der Seefahrer die Insel 1502 erstmals betrat, war er von ihrer Schönheit überwältigt: Die Insel sei „das fruchtbarste, süßeste, mildeste und zauberhafteste Fleckchen Erde“. Die spanische Krone hatte dennoch kein Interesse, Martinique zu besiedeln. Es waren die Franzosen, die 1635 ein erstes europäisches Gemeinwesen auf der Insel etablierten. Martinique ist von erhabener Schönheit. Da ich abends ankomme, fallen mir zuerst die Menschen auf, am Flughafen, in Lili´s Bar. Der erste Eindruck bestätigt sich während meiner Erkundungstouren auf der Insel: Die Menschen, die indianische, afrikanische, europäische und indische Herkunft in sich vereinigen, sind auffallend schön. Sowohl die dunkelhäutige als auch die weiße Bevölkerung Martiniques wird als Kreolen bezeichnet.

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