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BOLD THE MAGAZINE No.36

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ANSPRUCH SPECIAL TOPIC: CAR | EXKLUSIV IM INTERVIEW: MIKE TYSON | IM GESPRÄCH: JAMES McAVOY | FASHION: THE BOLD COLLECTION BY CG – CLUB OF GENTS | ELECTRIC IN MOTION | CHINA EXPERIENCE | VIETNAM | DUBAI

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12 | BOLD THE MAGAZINE IM GESPRÄCH | JAMES McAVOY James McAvoy gehört – ähnlich wie etwa sein Kollege Ewan McGregor – zu einer ganz besonderen Kategorie Schauspieler: Er ist einer von den Unauffälligen. Der Schotte, 1979 als Sohn einer Krankenschwester und eines Bauarbeiters geboren, ist zwar attraktiv, aber kein Schönling wie Brad Pitt oder George Clooney. Er hat genug Muskeln (zumindest wenn nötig), um ordentlich zuzulangen, ist allerdings weit davon entfernt, in der gleichen Actionliga wie Tom Cruise oder Ryan Reynolds spielen zu können. Und obwohl er sich immer wieder die Seele aus dem Leib spielt, geht er bei allen wichtigen Filmpreisen meistens leer aus. So kann es also passieren, dass man bei der Frage nach den besten Schauspielern und spannendsten Kinostars unserer Zeit den guten Herrn McAvoy manchmal einfach vergisst. Dabei sorgte McAvoy schon gleich zu Beginn seiner Karriere immer wieder für Aufsehen. Kaum mit der Schauspielschule fertig, stand er zu Beginn des neuen Jahrtausends in mehreren viel beachteten Theaterstücken auf Londoner Bühnen und fiel dabei Regisseuren wie Joe Wright oder Sam Mendes ins Auge. Auch im Fernsehen hinterließ der Newcomer damals Eindruck, sei es im BBC-Mehrteiler „State of Play – Mord auf Seite 1“, der Science Fiction-Serie „Children of Dune“ oder der Spielberg- Produktion „Band of Brothers – Wir waren wie Brüder“. Im Kino gelang dem Schauspieler der Durchbruch mit einer Rolle, wie er sie so exzentrisch und auffällig seither kaum je wieder gespielt hat: In „Die Chroniken von Narnia“ war er als Faun Mr. Tumnus zu sehen, einer androgyn-flamboyanten Mischung aus Mann und Ziegenbock. In der Kinderbuchverfilmung war er damit der heimliche Star, der es sogar mit Tilda Swinton aufnehmen konnte. Doch anschließend begnügte er sich auf der Leinwand zumeist damit, zuverlässig und souverän Topleistungen abzuliefern, während ihm gleichzeitig die Kollegen die Show stahlen. In „Der letzte König von Schottland“ stand er im Schatten von Forest Whitaker, in der Romanverfilmung „Abbitte“ in dem von Keira Knightley (wobei es immerhin eine Nominierung für den Golden Globe gab). Und beim Action-Erfolg „Wanted“ richteten sich alle Augen auf Angelina Jolie. Dass McAvoy es problemlos drauf hat, einen Film komplett auf eigenen Schultern zu tragen, durfte er trotzdem auch schon oft genug beweisen. In der leider viel zu wenig beachteten Irvine Welch-Adaption „Drecksau“ verkörperte er auf faszinierende Weise ein Arschloch von Polizist, der an einer bipolaren Störung leidet. Und in „Split“ von M. Night Shyamalan setzte er 2016 sogar noch einen drauf – und spielte gleich 23 höchst unterschiedliche Persönlichkeiten des hochgradig gestörten Protagonisten. Kein Wunder eigentlich, dass es immer wieder Buchmacher gab, die sich den Glasgower sogar als James Bond vorstellen konnten, auch wenn er selbst solche Spekulationen stehts mit dem Verweis auf seine Körpergröße von nur 170 cm abgetan hat. Das Zeug zu 007 hätte McAvoy, der zehn Jahre lang mit seiner Kollegin Anne-Marie Duff verheiratet war und einen Sohn hat, allerdings ohne Frage, schließlich lassen sich wenige Schauspieler so schwer auf eine Art Film festlegen wie er. Nachdem er sich im vergangenen Jahr noch in „Atomic Blonde“ mit Charlize Theron durch das Berlin der 80er Jahre prügelte, ist er aktuell neben Alicia Vikander in Wim Wenders’ „Grenzenlos“ (ab 2. August im Kino) zu sehen, einer der dramatischsten Liebegeschichten des Jahres. Und im kommenden Jahr gibt’s ihn dann sogar gleich dreimal auf der Leinwand zu sehen: In „Dark Phoenix“ spielt er zum vierten Mal den X-Men Boss Professor Charles Xavier, in „Glass“ nimmt er sich noch einmal der 23 Persönlichkeiten aus „Split“ an, und in der Fortsetzung von „Es“ bekommen er und Jessica Chastain es dann auch noch mit Horror-Clown Pennywise zu tun. Mr. McAvoy, was hat Sie an der Rolle in „Grenzenlos“ gereizt? Mir gefiel, dass es hier um eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen geht, die enorm intelligent und vor allem intellektuell sind. Er ist der Philosophische der beiden, sie die Wissenschaftlerin. Solche Persönlichkeiten und vor allem die Gespräche, die sie führen, findet man ja im Kino heutzutage eher selten. Ist auch nicht einfach zu spielen, schließlich ist der Kerl, den ich verkörpere, eine ganze Ecke smarter als ich. Aber das war für mich als Schauspieler eine reizvolle Aussicht. Genauso natürlich wie die Zusammenarbeit mit einem Regisseur wie Wim Wenders. Was macht denn Wenders so besonders? Vor allem seine Ruhe. Er ist ein wahnsinnig entspannter Typ, den wenig aus der Ruhe

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