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BOLD THE MAGAZINE No.43

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TIMELESS SPECIAL TOPIC: TECHNIK | MARTIN J. C. FREEMAN | CARA DELEVINGNE | NEW WATCHES | 48 STUNDEN SINGAPUR | HELMUT NEWTON | MEN‘S FASHION | LA BIENNALE DI VENEZIA | FLORENZ | LUCCA | PISA

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12 // BOLD THE MAGAZINE INTERVIEW / MARTIN J. C. FREEMAN Der Vegetarier, der auch Katholik und Brexit-Gegner ist und mit seiner Ex-Partnerin und Kollegin Amanda Abbington (die in „Sherlock“ seine Ehefrau Mary Watson spielte) zwei Kinder hat, fällt einfach zu sehr in die Kategorie „einer wie du und ich“, um exzentrisch aus der Masse herauszustechen. Und fühlt sich damit auch ziemlich wohl, wie beim Interviewtermin in Berlin, zu dem er in Jeans, Karohemd und braunen Lederschuhen erscheint, nicht zu übersehen ist. Mr. Freeman, die eigentliche Hauptrolle gehört in „Die Agentin“ ohne Frage Diane Kruger. Hat es Sie nicht gestört, die zweite Geige zu spielen? Oh nein, kein bisschen. Wenn mir, wie in diesem Fall, eine Rolle gefällt, warum sollte ich dann damit ein Problem haben? Und dieser Thomas, den ich spiele, gefiel mir sehr. Gerade weil er eine Figur ist, die eher reagiert, die zuhört, beobachtet und zuverlässig und verantwortungsbewusst im Hintergrund arbeitet. Solche Menschen mag ich auch im echten Leben am liebsten, vermutlich, weil ich selbst ein wenig so bin. Auch die fast brüderliche Zuneigung, die er zu der ihm anvertrauten Agentin hat, fand ich interessant. Solche ruhigen, fast unscheinbaren Typen spielen Sie häufig. Hätten Sie nicht mal Lust, schauspielerisch so richtig auf den Putz zu hauen? Ach, es ist nicht so, dass ich das noch nie getan hätte. Wenn es zu einer Rolle und einer Szene passt, habe ich damit gar kein Problem. Aber das ist eben gar nicht so oft der Fall. Immer wieder sehe ich Filme, wo die Kollegen richtig dick auftragen, mit Grimassen, großem Pathos und allem Drum und Dran, ohne dass ich ihnen das als Zuschauer wirklich abkaufe. Einfach, weil Menschen in der Realität eher selten so auftreten. Ich habe dann immer das Gefühl, dass ich da eher das Ego des Schauspielers sehe als wirklich die Emotionen seiner Figur. Aber Sie werden doch wohl nicht behaupten, nicht auch selbst ein gewisses Ego zu haben? Quatsch, natürlich nicht. Jeder Schauspieler hat sein Ego. Ohne würden wir doch morgens gar nicht aus dem Bett kommen. Aber ich staune manchmal, dass vor allem Männer das oft auch so ungezügelt zum Vorschein kommen lassen. Der Glaubwürdigkeit ist damit nämlich nicht immer automatisch gedient. „Die Agentin“ spielt teilweise in Deutschland und wurde unter anderem in Leipzig gedreht. Das war sicherlich nicht Ihr erster Besuch in Deutschland, oder doch? Als Schauspieler schon, gedreht hatte ich hier noch nie. Und ich war begeistert über die tollen Plattenläden, die ich in Leipzig entdeckt habe. Aber privat kannte ich Deutschland durchaus. Oder besser gesagt: Berlin! Das allererste Mal, dass ich in meinem Leben ein Flugzeug betrat, war für einen Flug nach Berlin. Da war ich noch ein Teenager und Teil eines Jugendtheaters, mit dem wir dort mit einer Inszenierung des Sondheim-Musicals „Merrily We Roll Along“ auftraten. Hatten Sie damals eine gute Zeit? Und wie! Ich habe alles gesehen, was damals dazugehörte, die Mauer natürlich, aber zum Beispiel auch den Zoologischen Garten. Außerdem verliebte ich mich in ein deutsches Mädchen. Zehn Tage waren wir damals in Berlin, und am Ende war mein Herz gebrochen. So wie sich das in dem Alter eben gehört. Später, nach dem Mauerfall, kam ich nochmals mit einem anderen Musical zurück. Aber da hatte ich zu ihr natürlich längst keinen Kontakt mehr. War Ihnen mit 15 Jahren schon klar, dass Sie die Schauspielerei als Beruf ausüben wollten? Da noch nicht, aber ich glaube, zwei Jahre später dämmerte es mir allmählich. Da merkte ich langsam, dass ich offenbar ganz gut war. Spaß hatte ich von Anfang an auf der Theaterbühne, aber das echte Selbstvertrauen kam eben erst nach und nach. Inzwischen sind Sie längst weltweit bekannt, dank Ihrer vielen Film- und Fernsehrollen, wie in „The Office“, „Sherlock“, „Tatsächlich Liebe“ oder „Per Anhalter durch die Galaxis“, „Fargo“, „Hobbit“,„Black Panther“ etc.

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