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BOLD THE MAGAZINE No.50

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CHARAKTER INTERVIEW: CARRIE COON | GARY BARLOW | NICK CAVE | LUXURY WATCHES | TOMMY HILFIGER FASHION | COOL STUFF | MADE IN GERMANY: HERING BERLIN UND POTT | EMISSIONSFREI UNTERWEGS

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12 // BOLD THE MAGAZINE INTERVIEW / CARRIE COON den nächsten verschwindet, über drei Staffeln lang zu ihrem Star. Seither war sie gleich noch in zwei weiteren gefeierten, ebenfalls düster bis makaberen Serien zu sehen: In der dritten Staffel „Fargo“ (für die sie für den Emmy nominiert wurde) verkörperte sie eine Polizistin, die den Mord an ihrem Stiefvater aufklären will, und in der zweiten Staffel „The Sinner“ (zu sehen bei Netflix) die Mutter eines straffälligen Teenagers. Ernste, anspruchsvolle Stoffe sind bis heute Coons Spezialität, sowohl auf der Bühne als auch vor der Kamera. Auch ihre Kollaboration mit Steven Spielberg bei „Die Verlegerin“ oder ihr Mitwirken am unterschätzten Gangster-Krimi „Widows“ zeugen davon. Doch als vor einigen Jahren die Produzenten des Marvel-Universums anklopften und ihr die Rolle der hinterhältigen Thanos- Ziehtochter Proxima Midnight in „Avengers: Infinity War“ anboten, konnte die Wahl-Chicagoerin doch nicht widerstehen. „Mich hat es gereizt, Teil einer der größten und kommerziellsten Kino-Produktionen aller Zeiten zu sein“, sagt sie mit Blick auf ihre Motion Capture-Performance, in der sie unter lauter Computertricks nicht zu erkennen gewesen ist. Coons neuer Film „The Nest“ (Ende Dezember in den Kinos, sofern diese denn zu Weihnachten wieder offen haben) ist dagegen nun wieder das komplette Gegenteil eines Effekt-reichen Superhelden-Epos. Der dramatische Thriller von Sean Durkin handelt von einem britisch-amerikanischen Mittelklasse-Ehepaar in den Achtzigerjahren, den Geldsorgen, Hochstapeleien und einem Umzug von New York nach England aufs Land, der Beiden nicht gut bekommt. An der Seite von Jude Law läuft Coon einmal mehr zu großer Form auf – und sieht, in Reiterstiefeln und blonder Föhnfrisur, schon wieder vollkommen anders aus. Aber selbst, wer sie nicht gleich wiedererkennt, wird feststellen: Diese Frau hat verdammt viel auf dem Kasten! Miss Coon, „The Nest“ erzählt die Geschichte einer Ehe, allerdings nur einen sehr ausgewählten Ausschnitt aus der Beziehung. Über die langjährige Beziehung davor erfährt man wenig, wie es am Ende weitergeht, lässt sich nur ahnen. Spielen solche Fragen und Überlegungen für Sie im Spiel eine Rolle? Im Spiel selbst nicht, da geht es nur um den Moment. Was will ich von einer Szene und wie erreiche ich das? Aber um im Vorfeld eine Figur zu entwickeln, ist es nicht zwangsläufig nötig, alles über sie zu wissen. Wenn ein Drehbuch so gut geschrieben ist wie dieses hier von Sean Durkin, dann findet man auf den Seiten alles, was man braucht. Was nicht heißt, dass ich mir nicht meine eigenen Gedanken mache, wenn ich eine Rolle so lange mit mir herumtrage. Der Film spielt in den Achtzigerjahren. Wie wichtig ist dieses Setting, Ihrer Meinung nach, für die Geschichte? Von Bedeutung ist natürlich die Tatsache, dass es damals noch nicht unbedingt alltäglich war, dass Mann und Frau sich in einer Beziehung auf Augenhöhe begegnen. Insofern ist die Ehe dieser beiden Figuren anfangs etwas Besonderes. So wie es übrigens auch die meiner Eltern damals war. Meine Mutter verdiente als Krankenschwester mehr Geld als mein Vater mit seinem kleinen Familienbetrieb. Und er war es, der größtenteils auch den Haushalt schmiss. Die beiden wirkten auf mich immer wie gleichberechtigte beste Freunde, also wirklich nicht dem Klischee entsprechend. Im Film nun verändert sich die Dynamik dann aber grundlegend, als die Familie von den USA nach Großbritannien umzieht, wo sie mit ganz anderen Klassenunterschieden und damit auch Geschlechter- Verhältnissen konfrontiert werden. Außer mit Jude Law haben Sie in „The Nest“ auch viel mit Pferden zu tun. Konnten Sie da auf vorherige Erfahrungen zurückgreifen? Ich bin in einer ländlichen Gegend groß geworden, und direkt gegenüber von uns gab es eine Koppel mit Pferden, auf denen wir immer mal wieder reiten konnten. Das ist natürlich kein Vergleich zu dem, was ich im Film mache, aber es war ein Anfang, Und hat auf jeden Fall zur Folge, dass ich keine Angst vor Pferden habe. Für die Dreharbeiten habe ich dann extra ein paar Wochen Springreiten trainiert, was ich großartig fand. Solche Dinge für eine Rolle lernen zu dürfen, gehört zu den großen Freuden dieses Berufes. Sie haben Ihre Herkunft schon erwähnt, und man sagt den Menschen aus dem Mittleren Westen der USA nach, sie seien besonders spröde und pragmatisch. Ist da etwas dran?

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