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BOLD THE MAGAZINE No.50

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CHARAKTER INTERVIEW: CARRIE COON | GARY BARLOW | NICK CAVE | LUXURY WATCHES | TOMMY HILFIGER FASHION | COOL STUFF | MADE IN GERMANY: HERING BERLIN UND POTT | EMISSIONSFREI UNTERWEGS

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52 // BOLD THE MAGAZINE TRAVEL / NIEDERLANDE Funkelnd wie kleine Diamanten erleuchten tausende Sterne den samtschwarzen Nachthimmel und lassen die Milchstraße wie einen glitzernden Teppich erstrahlen. Die Dunkelheit der Natur ist unfassbar schön – und mittlerweile genauso selten. Denn das künstliche Licht wird immer mehr und lässt die Sterne verblassen. Tag und Nacht verschwimmen; die Dunkelheit wird immer fremder. Damit das nicht so bleibt, werden weltweit immer mehr Dark Sky Parks etabliert – wie der Nationalpark Lauwersmeer in den Niederlanden. Weit weg von künstlichen Lichtquellen ist es nachts hier so dunkel, dass man wirklich alles sieht. „Natürlich ist künstliches Licht ein Segen“, sagt Jaap Kloosterhuis, „aber es gibt zu viel davon, und ein großer Teil ist unnötig.“ Kloosterhuis ist Förster im Aktivitätszentrum Lauwersnest und nimmt Gruppen auf Nachtexkursionen mit, was bereits eine Seltenheit ist, da in den meisten niederländischen Naturschutzgebieten nach Sonnenuntergang keine Besucher mehr erlaubt sind. Solche Exkursionen gehören zu seiner Arbeit, so will es auch die International Dark Sky Association (IDA) mit Sitz in Tucson, Arizona. Die US-Organisation kämpft seit 30 Jahren gegen die weltweite Lichtverschmutzung und stellt Prädikate für Sternenparks und Sternenstädte aus, um besondere Anstrengungen für den Schutz der Dunkelheit zu prämieren. Weltweit gibt es bislang rund 70 solcher Parks, darunter so bekannte wie das Death Valley und der Grand Canyon. Der Nationalpark Lauwersmeer erhielt im Oktober 2016 als zweiter Ort in den Niederlanden das Prädikat Dark Sky Park – und das, obwohl die Niederlande eines der Länder mit der höchsten Lichtverschmutzung der Welt ist. „Ihre Augen gewöhnen sich schnell an die Dunkelheit“, beruhigt Förster Jaap seine Gruppe, die ein wenig zwischen Ängstlichkeit und Aufregung schwankt, „und nach etwa fünfzehn Minuten sehen Sie viel mehr, als Sie jemals für möglich gehalten haben“. Die Natur ist nur noch in Umrissen zu erkennen, doch langsam werden Konturen von Wegen und Büschen sichtbar, das Gehör schärft sich, die Schritte werden sicherer. In weiter Ferne sind Lichter auszumachen, die zu einem Dorf am Rande des Nationalparks gehören. Hastig fliegen ein paar Fledermäuse von Baum zum Baum, und im Gebüsch raschelt es mächtig. Doch Kloosterhuis beschwichtigt: „Jeder Mensch hat Angst vor der Dunkelheit, weil wir Menschen visuell denkende Tagwesen sind. Wenn wir nichts sehen, aber etwas hören, könnte es alles sein: eine Katze, ein Mann mit einem Messer, ein Troll – je nach Fantasie.“ Für ihn ist klar, was falsch läuft, was Tiere stört, Arten ausrottet und Menschen um ihren Schlaf bringt: Es ist das (Kunst-)Licht, das die Sterne ausknipst und die Ökosysteme durcheinander bringt. Damit kommt das Leben auf diesem Planeten aus dem Takt, denn fast alle Lebewesen sind auf den natürlichen Wechsel von Hell und Dunkel eingestellt und gleichen Körperfunktionen und Verhalten mit der Tages- und Jahreszeit ab. Der Wechsel von Tag und Nacht

TRAVEL / NIEDERLANDE BOLD THE MAGAZINE // 53

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