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BOLD TRAVEL No.03

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Unterwegs in Brasilien: Rio de Janeiro, Salvador da Bahia, Recife und Olinda, Megacity: Hongkong, Luzern: Berge, See und Richard Wagner

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14 | BOLD THE MAGAZINE REISE | BRASILIEN RIO DE JANEIRO, DIE WUNDERVOLLE STADT Elizabeth Paiva von Rios Tourismusamt mahnt zur Eile: „Der Hubschrauber steht bereit. Das Wetter ist wunderschön, aber in den vergangenen Tagen sehr wechselhaft gewesen. Rio de Janeiro aus der Vogelperspektive zu sehen, setzt Glückshormone frei“, fügt sie hinzu. Und sie sollte Recht behalten: Wer seinen Rio- Besuch mit einem Hubschrauberrundflug beginnt, gerät ins Schwärmen. Die Sechs-Millionen-Metropole an der Atlantikküste im Südosten Brasiliens liegt inmitten kegelförmiger Granitberge, deren grüne Kuppeln im Sonnenlicht glänzen. Der Corcovado ist mit mehr als 700 Metern der höchste Berg Rios. Zum Gipfel fährt eine rotlackierte Zahnradbahn durch Sekundärdschungel, in dem Affen und Riesenschlangen leben. Oben breitet die Christus-Statue, 36 Meter hoch, schützend ihre Arme über die Stadt aus. Von der Skulptur schweift der Blick zum weltweit wohl bekanntesten Granitfelsen, den fast 400 Meter hohen Zuckerhut, zu dem eine Gondel führt. An den Felswänden hangeln sich Kletterer an Seilen hinauf. Am Fuße des Zuckerhuts liegt die Guanabara-Bucht, in deren Einfahrt kleine Inseln mit ihren emporragenden Felsmassiven eine bizarre Meereslandschaft formen. Eine gigantische Brücke – mehr als 15 Kilometer lang – überspannt die Bucht und verbindet Rio mit der Nachbarstadt Niterói. An der Küste auf grüner Wiese ein rundes Gebäude, wie ein Ufo, das gerade gelandet ist. Es ist das Museum für zeitgenössische Kunst, ein Bauwerk des verstorbenen brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer. In entgegengesetzter Richtung reihen sich an scheinbar endlosen Stränden wie die Perlen einer Kette Rios bekannteste Stadtteile – Botafogo und Flamengo, Copacabana, Ipanema und Leblon. Am Ende des Strandes von Leblon ragt der markante Zwillingsfelsen auf. Im Hintergrund erhebt sich ein Küstengebirge. „Cidade maravilhosa“, die „wundervolle Stadt“, so nennen die Cariocas, die Einwohner Rios, stolz und beinahe ehrfürchtig ihre Metropole. Kilometerlange Sandstrände, sichelförmig geschwungene Buchten, die Brandung des Atlantiks, Granitfelsen und tropischer Wildwuchs, – das ist ein Mix, den kaum eine andere Großstadt zu bieten hat. Vielen Reisenden gilt Rio daher nicht nur als schönste Stadt Südamerikas, sondern als schönste der Welt. Dazu kommt die Lebensfreude der Cariocas. Straßenfeste mit Samba-Bands, Samba-Clubs, Samba- Beach-Parties. Bereits beim ersten Takt schwingen die Hüften. Samba, das ist das musikalische Lebenselixier von Rios Einwohnern, von Jung und Alt. Und der Strand ist ihr Zuhause. Er sei für die Cariocas Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens, ungeachtet der sozialen Herkunft, sagt Rios Tourismuschef Paulo Senice. „Schon als Kinder wachsen wir am Strand auf, und als ältere Menschen sind wir immer noch da. Hier werden die ersten Freundschaften geschlossen, hier lernt man seinen späteren Partner kennen, hier geht man zur Mittagspause hin und trifft sich am Wochenende mit der Familie.“ LAUFSTEG DER SCHÖNEN UND REICHEN Ipanema gilt als Laufsteg der Schönen und Reichen. Der benachbarte, sanft geschwungene Copacabana-Strand ist zumindest im Ausland noch populärer. Zwischen den Stränden und Hochhauskulissen mit Luxushotels, Restaurants und Geschäften liegen mehrspurige Straßen. An Wochenenden wird die Spur direkt an der Strandpromenade für den Autoverkehr gesperrt. Schon früh am Morgen tummeln sich Radfahrer, Jogger und Inlineskater auf dem Fahrstreifen. In regelmäßigen Abständen bieten Strandbuden, vor denen sich Pyramiden aus Kokosnüssen türmen, eiskalte Getränke und kleine Imbisse. Die Cariocas sind für ihren Körperkult bekannt. Sie trainieren am Strand an fest installierten Fitnessgeräten, spielen im Sand Fuß- und Volleyball und reiten mit ihren Surfbrettern auf den Wellen des Atlantiks. Auch Ältere halten sich fit: An den Stränden von Rio sind nicht nur durchtrainierte, muskelbepackte Männer und Bikini-Schönheiten zu sehen, sondern auch Menschen, die nicht unbedingt den Körperidealen der Werbeindustrie entsprechen, denn die brasilianische Küche ist durchaus deftig. Die Hochsitze der Rettungsschwimmer an den bekanntesten Stränden sind

REISE | BRASILIEN BOLD THE MAGAZINE | 15 Fotos: Luisafer, Lazyllama, Marchello74 (Fotolia.com) Die Christstatue breitet schützend ihre Arme über die Stadt.

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