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BOLD TRAVEL No.03

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Unterwegs in Brasilien: Rio de Janeiro, Salvador da Bahia, Recife und Olinda, Megacity: Hongkong, Luzern: Berge, See und Richard Wagner

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28 | BOLD THE MAGAZINE REISE | BRASILIEN Schwer drückt die Mittaghitze auf Olinda. Nur wenige Händler sind zu dieser Zeit auf dem Alto da Sé zu sehen. Der Kirchenvorplatz auf dem Plateau eines Hügels erwacht erst abends, wenn von Garküchen der Duft von gegrilltem Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten aufsteigt, mit Textilien und Kunsthandwerk gehandelt wird, Samba-Gruppen die Hüften zum Schwingen bringen und Capoeira aufgeführt wird. Morgens ist der Alto da Sé der beste Ausgangspunkt für einen gemächlichen Spaziergang in der barocken Altstadt von Olinda. Die Portugiesen errichteten 1575 auf dem Platz die Igreja Nossa Senhora de Graça. Auf der Terrasse des Gotteshauses laden schattige Bänke, mit grandioser Aussicht, zum Verweilen ein. Aus dem tropischem Grün ragen die roten Dächer der Kolonialbauten heraus, das Kloster São Francisco ist von Kokospalmen flankiert. Dahinter erstreckt sich der azurblaue Atlantik – bis hin zur 20 Autominuten entfernten Skyline von Recife, Hauptstadt des Bundesstaats Pernambuco im Nordosten Brasiliens. Nur sechs Kilometer trennen Olinda von der Metropole, die die Fußballmannschaften zur Weltmeisterschaft in diesem Sommer mit einem neuen, im April 2013 eröffneten Stadion begrüßt hat. Die deutsche Nationalelf traf in der Arena Pernambuco zum Abschluss der Vorrunde am 26. Juni auf die USA. Der Gegensatz zwischen der beschaulichen Weltkulturerbestätte und dem Hochhausdschungel der Großstadt mit ihren 1,4 Millionen Bewohnern könnte nicht größer sein. In Recife sind Teile der Altstadt noch sehenswert, ansonsten gleicht die Stadt weitgehend einem Betonmoloch. Allerdings mit schönen Stränden an einer mehrere Kilometer langen Küstenstraße. Zwar ist die „Copacabana des Nordens“ ein Euphemismus, der mit dem weltberühmten Originalstrand von Rio nicht mithalten kann. Dennoch sind die Strände vor der Hochhauskulisse sauber und laden durchaus zum Baden ein. Wären da nicht die Hinweisschilder, die vor Hai-Attacken warnen. In einem Beitrag über das Hai- Problem bezeichnete das ZDF-Auslandsjournal vor kurzem den Strand von Recife, als einen der gefährlichsten der Welt. Olinda, ab 1535 von Sklaven und Indianern unter kolonialer Herrschaft aufgebaut, hinterlässt im Gegensatz zur großen Schwester den Eindruck eines pittoresken Freilichtmuseums und Künstlerortes. Straßen und Gassen winden sich durch eine tropische Hügellandschaft. Sie sind gesäumt von alten Kirchen, deren Fassaden von der salzhaltigen Tropenluft geschwärzt sind, und von in leuchtenden Pastellfarben gestrichenen, niedrigen Häusern, die Pensionen, Restaurants und Galerien beherbergen. Auch Museen gibt es, darunter ein kleines Karnevalsmuseum. Olinda wetteifert Jahr für Jahr mit Recife um den schönsten Karneval nicht nur der Region, sondern ganz Brasiliens. Die kilometerlangen, von Kokospalmen gesäumten Strände und Buchten Pernambucos zählen zu Fotos: M. Winckler, Aufmacher: Kamillok (Fotolia.com)

REISE | BRASILIEN BOLD THE MAGAZINE | 29 Grell leuchten die Häuserfarben in der Mittagshitze in Olinda.

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