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LEIDENSCHAFT TUGEND ODER SÜNDE | CINEMA PASSIONAT E | THE MAD MEN ERA | NICOLAS CAGE IM INTERVIEW | DE MADRID AL CIELO | MODESELEKTOR | SCHOTTLAND: KLEINES LAND MIT GROSSEM GEFÜHL

70 |

70 | BOLD THE MAGAZINE Kunst & Kultur | RED BULL MUSIC ACADEMY | Niklas Jansen natürlich Musik einschicken. So ist schon mal ein relativ großer eigener Grundeinsatz gefordert, ehe überhaupt etwas passiert. Danach wird jede Bewerbung noch von einer zweiten Person bewertet, dann erst beginnt der Filterprozess. Dabei geht es nicht nur darum, dass die Musik super ist, sondern auch darum, zwei Gruppen von je 30 Menschen zu bilden, bei denen die Wahrscheinlichkeit möglichst groß ist, dass sie gewinnbringend gemeinsam Musik machen und eine angenehme Zeit miteinander verbringen können. Die Participants erleben hier eine äußerst intensive Zeit, da ist es ganz entscheidend, dass das Verhältnis untereinander ausgewogen ist. Muss man als Musiker bereits etabliert sein, um eine Chance zu haben? Die Spanne ist da bei den Participants sehr groß – von Musikern, die schon ein paar Maxis oder sogar schon Alben veröffentlicht haben, bis hin zu Leuten, die wirklich gerade erst anfangen. Letztlich ist das aber nicht weiter entscheidend, und gerade unter den erfahreneren Musikern gilt es umso mehr, die zu finden, bei denen man sich vorstellen kann, dass sie sich noch gewinnbringend auf andere Menschen einlassen können. Für Musiker, die bereits genau für sich herausgefunden haben, wie sie arbeiten möchten, ist die Erfahrung hier dann schon wieder uninteressant. Wichtige Inspirationen liefern ja auch die Lectures – Vorträge über verschiedenste musikalische Themen. Wie wird ausgewählt, wer eingeladen wird? Es geht dabei um eine gute Mischung aus Menschen, die gerade besonders gute neue Ideen haben, und Musikern, die gewissermaßen das Feld bereitet haben. So haben etwa wichtige Synthesizer-Erfinder wie Bob Moog oder Tom Oberheim bereits Lectures gehalten, wichtige Komponisten und Musiker von Steve Reich über Modeselektor bis Erykah Badu, ein Produzent und Engineer wie Young Guru, der in den letzten Jahren viel mit Jay-Z gearbeitet hat, oder jemand wie Paul Riser, der zahlreiche Streicherarrangements für Motown geschaffen hat. Auch hier ist aber vor allem das Ziel, am Schluss Menschen beisammen zu haben, die einander etwas zu sagen haben. Auch ansonsten passieren hier ungemein viele faszinierende Dinge, man begegnet neuen Menschen – das ist aufregend, bringt aber auch das Gefühl mit sich, die Zeit, die man hier hat, zerrinne einem zwischen den Fingern ... Richtig, dieses Gefühl haben wir hier alle – es ist letztlich aber auch ein ganz elementarer Punkt an dem ganzen Projekt. Jeder soll hier mit einem dickeren Adressbuch wieder abreisen – und wenn jeder die Zeit hätte, all das schon hier zu tun und auszuprobieren, was er musikalisch umsetzen möchte, würde wohl die Dringlichkeit fehlen, schnell mit allen in Kontakt zu treten, Ideen in den Raum zu stellen. Heutzutage ist es ja ein Leichtes, auch über Distanzen gemeinsam an Ideen weiterzuarbeiten, daher ist es vor allem wichtig, dass hier möglichst viele Anfangspunkte gesetzt werden. Noch einmal zurück zum Element der Nachhaltigkeit – was passiert mit dem Gebäude, wenn die RBMA vorüber ist? Zum einen bleiben die Studios natürlich für andere Musikprojekte nutzbar, alle Participants haben aber zudem die Möglichkeit, hier zu arbeiten, wann immer sie wollen – und das natürlich kostenlos. Es geht ja vor allem darum, den Gedanken der Musikförderung weiter zu tragen, und nicht darum, Studios zu bauen, mit denen man dann das Gelände refinanziert. So etwas Altmodisches wie richtig gute Musikstudios werden ja immer rarer, und da etwas von hoher Qualität zu schaffen, das ist ein ganz wesentliches Anliegen der Academy. Viele der Participants sind es ja gewohnt, den Großteil ihrer Arbeit am Laptop zu erledigen – da ist die Möglichkeit, in einem solchen Studio zu arbeiten, schon etwas sehr Besonderes! Abschließend: Folgt die RBMA 2012 eher dem Geist von Madrid, wo sich vieles gerade erst im Aufbruch befindet, oder wird ehrer ein etablierter Hotspot sein? Ich würde sagen: beides gleichzeitig! Mittlerweile ist es offiziell: Es wird New York! Links zum Thema: www.redbullmusicacademy.com www.redbullmusicacademyradio.com

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