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BOLD THE MAGAZINE No.03

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74 | BOLD THE MAGAZINE Kunst & Kultur | Hörenswert | CD | Track-By-Track Track-By-Track Evolution Paul van Dyk Autor: F. Reip Kaum ein anderer Name steht so sehr für deutsches DJing von Weltrang wie Paul Van Dyk: Seit gut 20 Jahren trägt der gebürtige Ost-Berliner seine Vision elektronischer Musik um den Globus, und auch sein mittlerweile sechstes Studioalbum „Evolution“ funktioniert wieder als digitales Manifest verfeierter Lebensfreude. Im Track-By-Track kommentiert Van Dyk die 15 Tracks des Albums, für das er erneut zahlreiche Künstler auf die Gästeliste geschrieben hat ... „Symmetries“ feat Austin Leeds Austin und ich kennen uns nun schon eine ganze Weile, haben schon beim Track „New York City“ fürs letzte Album zusammengearbeitet. Austin begann mit der Arbeit an „Symmetries“, indem er Drums, Percussions, Loops und die Bassline produzierte und mir diesen wundervollen, fast fertigen Backingtrack zusandte. Ich hatte eine Piano-Hookline in meinem Kopf und habe diese dann mit Austins Backingtrack zusammengebracht. „The Ocean“ feat Arty

 Es war vor vier oder fünf Jahren, dass ich das erste Mal von Arty hörte. Ich traf ihn 2010 in Russland und wir sprachen darüber, einmal etwas gemeinsam zu machen. Das führte zu zwei Tracks auf diesem Album. Ein wirklich großartiger Track liefert etwas komplett Neues, ‚versteckte‘ Parts, die du erst Monate nach dem ersten Hören entdeckst. Zunächst nimmst du sie nur unterbewusst wahr, ehe du wirklich darauf aufmerksam wirst. Das lässt dich so einen Song immer und immer wieder anhören. Ich glaube, “The Ocean“ hat genau diese Mächtigkeit und Weite. Es ist, als ob du am Strand stehst und auf etwas so Gewaltiges wie den Ozean schaust. Du blickst in die Ferne und deine Augen versuchen, das große Ganze einzufangen. Das ist es, was dieser Track für mich bedeutet. „Eternity“ feat Adam Young „Eternity“ war der dritte Track, den ich Adam schickte, ehe er so etwas wie eine Inspiration verspürte. Als er den ersten bekam, meinte er zu mir: „Weißt du Paul, ich weiß wirklich nicht, was ich damit machen soll – es ist doch ein fertiger Track.“ Seine Reaktion auf die zweite Nummer: „Wow, das ist wirklich komplex. Ich stellte fest, dass er ein wirklich faszinierender Typ mit einer inspirierenden Sicht auf das Leben ist. Also ging ich zurück ins Studio und produzierte etwas, das offener gestaltet war, das Adam in keine Grenzen zwang. Ich erlaubte ihm, dem Song seinen Stempel aufzudrücken, das hat wundervoll funktioniert. „Verano“ feat Austin Leeds Als wir „Verano“ produzierten, war ich in meinem Studio in Berlin, wo zu dieser Zeit Schnee lag, während sich Austin aus Miami einwählte. Wir arbeiteten an demselben Track, aber beim Blick aus dem Fenster sah

Kunst & Kultur | Hörenswert | CD | Track-By-Track BOLD THE MAGAZINE | 75 er statt Schnee einen wolkenlosen Himmel und Palmen. Was immer ich auch für Musik produziere – ob meine eigene, einen Remix für Madonna, Timberlake oder wen auch immer – alles beginnt gedanklich für mich in einem Kellerclub in Berlin. Stroboskoplicht, Kondenswasser, das die Wände herab läuft; das ist es, was ich am Tresor oder dem E-Werk so liebte. Als dieser Background auf Austins Miami traf – expressiv, sonnig, ungezügelt – dachte ich, dass es genau diese doch seltsame Verbindung ist, die diesem Track zugrunde liegt. Ich mag den Gedanken, dass man sich dafür aneinander reibt, sich die DNA vermischt ... „I Don‘t Deserve You“ feat Plumb Plumb ist eines dieser verrückten Internetphänomene. Sie ist Singer/Songwriterin, die durch die zeitgemäße Christen-Szene Tennessees berühmt wurde. Es war mir wichtig, etwas wirklich Eindringliches mit ihr zu machen, etwas sehr Intimes. Hier die Balance zu finden, war schon tricky. Sie kam dann mit den wundervollsten Lyrics und Vocals auf „I Don‘t Deserve You“ zu mir zurück, und von Minute Eins an hab ich gewusst, dass wir diese Nummer genau so machen müssen. „The Sun After Heartbreak“ feat Sue McLaren & Arty

 Sue ist wohl eine der besten Sängerinnen, die ich in der Zeit zwischen „In Between“ und „Evolution“ getroffen habe. Wenn man genau hinhört, stellt man fest, dass der Gesang in unzählige kleine Teile zerlegt wurde. Jedes kleinste „Hoooh“ und „Hah“ wurde extrahiert und verstärkt das Gefühl des Tracks, gibt ihm einen warmen und eindringlichen Effekt. „Rock This“ Dieser Track ist auch auf eher ungewöhnliche Art und Weise zustande gekommen. Ich bin ein großer Fan von The Wombats und habe vor einigen Jahren einen Remix zu ihrem Song „Moving To New York“ gemacht. Sie haben ein neues Album namens „The Modern Glitch“ in Arbeit und mich gefragt, ob ich einen Remix für die erste Single „Tokyo“ machen könnte. Ihr Label hat sich dann umentschieden und einen anderen Song ausgewählt, der lustigerweise den Titel „Techno Fan“ trägt. Bei dieser Nummer hat es bei mir allerdings nicht klick gemacht. Ich war darüber so frustriert, dass ich etwas releasen musste, um dies auszugleichen. Daraus resultierte „Rock This“, eine Art Gedankenausstoß in Produktionsform. „Dae Yor“ feat Ummet Ozcan Wie auch bei Sue McLaren geht es mir bei Ummet darum, talentierte Leute zu Beginn ihrer Karriere zu entdecken und mit ihnen auf der Bühne zusammen zu arbeiten. Ummet ist ein sehr frischer Name, er macht sehr undergroundigen, coolen Tech-Trance. Wir haben uns zum ersten Mal beim Musikfestival Tomorrowland getroffen. „All The Way“ feat Tyler Michaud & Fisher Tyler und ich haben uns bisher noch nie getroffen, obwohl wir einander schon sehr, sehr lange kennen. Wir müssen das unbedingt bald nachholen. Er hat einige Tracks für mein Label VANDIT produziert sowie ein paar Remixe. Am Anfang war „All The Way“ ein wirklich verrückter, spleeniger, Dubstepähnlicher Electrotrack mit den Vocals von Fisher. Ich nahm dann eine Basis auf, die sich mehr nach Fischers Song anfühlte. Es mag kein Electro House-Track im ursprünglichen Sinne sein, aber so sollte Electro House für mich klingen. „If You Want My Love“ feat Caligola Caligola sind Gustaf und Björn, die Frontmänner der schwedischen Alternative Rockband Mando Diao. Sie spielten in Berlin und ich ging hin, um dort direkt mit ihnen zu sprechen. Sie erzählten mir von ihrem neuen Projekt Caligola, das sie gestartet hatten. Sie waren gerade dabei, die Songs für ein Album zu schreiben und wollten gerne etwas von mir bearbeiten lassen, um es in ihrem Song zu verwenden. Das hat mich sehr berührt. Es war toll von ihnen, mich an diesem Punkt des Prozesses mit einzubinden. Ich habe ihren Song genommen und bin von einer etwas avantgardistischen Seite an ihn heran gegangen, wollte aber die rockige Präsenz der Vocals beibehalten. Es ist am Ende etwas geworden, das man so auf meinem Album wohl nicht erwartet hätte.

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