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BOLD THE MAGAZINE No.06

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74 |

74 | BOLD THE MAGAZINE Kunst & Kultur | Hörenswert | CD | Track-By-Track man es auch nennen mag. Dieser Text hat mich zu den Lyrics inspiriert, und ich kann jedem nur empfehlen, mal selbst in das Buch zu schauen. Ich will für Dich nüchtern bleiben Jan Müller: Wir haben in jedem Fall sehr nüchtern sehr lang daran herumarrangiert und es immer weiter verkürzt. Jetzt hat es etwas sehr Frisches – was ja auch super zum Titel passt. Dirk von Lowtzow: Die Idee war eigentlich, über Sucht von der Nüchternheit aus zu berichten. Es ist natürlich auch ein Liebeslied: Der Verzicht auf etwas, wonach man süchtig ist, für jemanden, den oder die man liebt, ist ein ganz großes Opfer. Chloroform Rick McPhail: Vielleicht durfte ich hier mal Steelguitar spielen, weil das Stück nicht so ganz eins-zu-eins Neill Young ist. Es ist im Grunde ein Kinderlied. Dirk von Lowtzow: Ein anti-autoritäres, wie aus dem Grips-Theater. Das hatte auf mich ja einen sehr schädigenden Einfluss! (lacht) Jan Müller: Chloroform kommt ja gar nicht im Text vor, aber wir fanden, dass der Titel gut zu unserem Bandnamen passt mit all den O’s. Jan Müller: Wir hatten erst ganz epische Musik dazu, haben aber irgendwann gemerkt, dass das nicht funktioniert. Jetzt ist es so Muppet-Show-Musik, was den Text ganz toll konterkariert. Dirk von Lowtzow: So ein bisschen wie die frühen Vaudeville-artigen David Bowie- Stücke. Das Gitarrensolo ist sehr Queenmäßig. Vulgäre Verse Dirk von Lowtzow: Das ist eher eine Art Chanson – im Progrock-Gewand. (lacht) Warte auf mich, auf dem Grund des Swimmingpools Dirk von Lowtzow: Auch ein Liebeslied. Die Vision ist, dass auf dem Grund des Swimmingpools der versunkene Kontinent Atlantis zu finden ist. Jan Müller: Wir dürfen auch Rungholt nicht vergessen! Dirk von Lowtzow: Noch so eine angeblich versunkene Stadt, in der Ostsee. Rick McPhail: Wir dachten immer, das Lied sei kurz, weil es sich so kurzweilig spielte. Es war eigentlich als erste Single gedacht – bis wir merkten, dass es sechs Minuten dauert. (lacht) Rick McPhail: Einer der ersten Synthesizer aus den Fünfzigern findet sich in dem Stück. Dirk von Lowtzow: Und ein Kanoon ist auch zu hören, eine arabische Zither. Es ist einfach eines der opulentesten Stücke und soll eine große Oper sein. Die Verbesserung der Erde Jan Müller: Das einzige Stück ohne echtes Schlagzeug. Sehr schwierig zu spielen. Dirk von Lowtzow: Von den Melodielinien vielleicht am ehesten verwandt mit britischen Psychedelic-Sachen. Nachdem die letzten drei Alben sehr in die Richtung Rock und Körperlichkeit gingen, spielt „Wie wir leben wollen“ nun eher unsere Pop-Seite aus. Exil Dirk von Lowtzow: Ich war eines Tages im Supermarkt einkaufen und sah ein großes Plakat: „The Rolling Stones – Jetzt im Handel: Das neue Album ‚Exile On Main Street’“, und ich dachte, ich bin in eine Zeitschleife geraten! (lacht) Als kleine Anekdote am Rand – und es gibt einen sehr schönen feministischen Film von Helge Sander, „Mitten im Malestream“. Diese zwei doch sehr entgegengesetzten Pole wollte ich zusammenmontieren. Neutrum Dirk von Lowtzow: Ich habe das Lied in Tel Aviv, auf Urlaubsreise, geschrieben. Jan Müller: Nach dem Stück folgt eine Pause – wie ein Doppelalbum auf einer CD. Es ist ja schon auch ein bisschen penetrant, so mit 17 Stücken zu kommen. (alle lachen) Jan Müller: Wir haben an Overdubs raufgeklatscht, was ging. Es ist unser überkandideltstes und hysterischstes Stück. (alle lachen)

Kunst & Kultur | Hörenswert | CD | Track-By-Track BOLD THE MAGAZINE | 75 Jan Müller: Wir haben auch versucht, so eine Rockabilly-Note hineinzubringen ... Rick McPhail: Das versuchen wir jedes Mal! (alle lachen) Neue Zonen Jan Müller drückt auf ein quietschbuntes, noch namenloses Plüschtier, das während des Interviews auf dem Tisch sitzt und sich fürderhin im Merchandise der Band wiederfinden wird. Dirk von Lowtzow: Besser kann man das Stück eigentlich nicht beschreiben. (alle lachen) Jan Müller: Die Bläser finde ich herzergreifend. Wie wir leben wollen Die Revolte ist in mir Dirk von Lowtzow: Ein Stück über Neid und über den Versuch, es nicht als seelischen Vorgang zu verstehen, sondern als körperliche Krankheit. Rick McPhail: Ein ganz toller Film: „Envy“ mit Ben Stiller und Jack Black! von Miles Davis’ „The Maids Of Candiz“ auf der Platte „Miles Ahead“. Das ist legitim, denn Robert White hat das auch schon mal gemacht. (alle lachen) Eine Theorie Dirk von Lowtzow: Ein leichtes Intermezzo nach dem sehr schweren „Warm und grau“. Dirk von Lowtzow: Hier verdichtet sich alles. Die Fremdheit im eigenen Körper – und dass das nicht schlimm ist – ist das zentrale Motiv. Unter dem Sand Dirk von Lowtzow: Der Epilog, nur mit Gesang und Theremin. Was im Keller beginnt, endet unter dem Sand. Warm und grau Dirk von Lowtzow: Das sollte ein Jazz-Stück sein. Die Melodielinie, die ich singe, ist ... sehr ähnlich (alle lachen) ... der Melodie Höllenfahrt am Nachmittag Dirk von Lowtzow: Das punkigste Stück auf dem Album. Das sind nun einmal unsere Wurzeln! Link zur Band: www.tocotronic.de

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