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BOLD THE MAGAZINE No.30

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PROGRESSION SPECIAL TOPIC: CAR | START MOVING: DER NEUE SEAT IBIZA | IM GESPRÄCH: SAMUEL L. JACKSON | DESIGNER PETER SCHREYER | MARCEL OSTERTAG | OMAN: IM LAND DES WEIHRAUCHS | 24h LE MANS

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88 | BOLD THE MAGAZINE FASHION | INTERVIEW Marcel Ostertag wurde 1979 in Berchtesgaden geboren. Mit fünf Jahren begann Ostertag Ballett zu lernen, ging ans Salzburger Landestheater und später für 13 Jahre an die Wiener Staatsoper. Nachdem er verletzungsbedingt mit dem Tanzen aufhören musste, besuchte er kurzzeitig die Esmod Modeschule in München und studierte im Anschluss am Londoner Central Saint Martins College, wo er 2004 einen Bachelor-Abschluss als Fashion- Designer machte. Den anschließenden Master-Studiengang schloss er 2006 ab und gründete im gleichen Jahr sein eigenes, bis heute erfolgreiches, Modeunternehmen in München – die Marcel Ostertag GmbH. Ostertag legt großen Wert auf das Label „Made in Germany“ und lässt seine Mode daher ganz bewusst in Deutschland fertigen. Seine Kollektionen für Damen und Herren zeigte er 2006 bei der London Fashion Week. 2007 gewann er den Moët & Chandon Fashion Debut Preis in Berlin, der ihm die Teilnahme an der Berlin Fashion Week ermöglichte. Dort wurde Ostertag 2008 der Karstadt New Generation Award verliehen. Zudem kooperierte er mit der Warenhauskette. 2016 verlegte Ostertag seinen Firmensitz von München nach Berlin und zeigte seine Kollektionen erstmals bei der New York Fashion Week. Herr Ostertag, Ihre neue Produktion heißt „Freedom“. Warum haben Sie sich für diesen Titel entschieden? Das Gefühl von Freiheit sollte uns alle inspirieren. Für mich bedeutet es diese Saison, eine nicht endende Party mit meinen Lieben zu feiern und die Freiheit zu zelebrieren. Die siebziger Jahre dienen als Inspirationsquelle. ... und was weist bei der neuen Kollektion auf den Titel hin? Die gesamte Kollektionsgestaltung birgt ein Gefühl von Freiheit. Sich nicht immer so ernst zu nehmen und einfach mal locker lassen, das gehört auch dazu. Die Kernaussage der Spring/Summer 2018 Kollektion lässt Frauenherzen höher schlagen. Der Style der Kollektion lädt zum Tanzen und Feiern ein. Und ich finde es besonders wichtig, allen zu zeigen, dass wir frei sind! Seit 2006 kreieren Sie Mode für Damen und Herren für Ihr eigenes Label: Marcel Ostertag. Wie lassen Sie sich für Ihre Kollektionen inspirieren? Ich reise sehr viel, immer an Orte, die mich inspirieren und mir ein spannendes Gefühl vermitteln. Oft sind es auch Menschen, Filme und Musik, die mich zu meinen Kollektion führen. Was macht Ihre Marke besonders? Das Herz, das in meiner Marke schlägt. Ein tolles Team und ich sorgen dafür, dass sich unsere Kunden und Kooperationspartner wohl fühlen und sich mit meiner Mode identifizieren. Ein Label, welches nachhaltige und zeitlose Mode entwirft, ist heute sehr wichtig. Werden Sie eigentlich auf der Straße erkannt? Immer wieder, aber Gott sei Dank nicht zu oft. (lacht) Stört es Sie, wenn Leute Sie ansprechen? Aber nein! Oft entstehen dabei schöne Gespräche. Ich finde es wichtig, greifbar und geerdet zu sein. Finden Sie, dass es unabhängige deutsche Designer hochwertiger Mode heute besonders schwer haben? Was heißt besonders schwer? Ich denke, das man immer hart arbeiten muss, um seine Träume zu erreichen. Mein Glück bei der Geschichte ist, dass ich meinen Job liebe und mir nichts anderes vorstellen könnte. Auf einer Show in Berlin erwähnten Sie, dass Sie es leid sind, Sommermode im Winter zu verkaufen. „Schwimmen“ Sie hier gegen den gängigen Strom? Mir persönlich ist alles zu schnell geworden. Wenn man in die Luxusläden geht, findet man schon im Mai die neue Winterkollektion und im November schon die neue Sommerware. Das finde ich nicht richtig. Deshalb liefere ich meinen Kunden die Ware, wenn sie gebraucht wird. Das heißt im September Winter- und im März Sommermode. Nur so entsteht ein natürlicher Rhythmus, bei dem man den Markt nicht kaputt macht. Ich schwimme Gott sei Dank in gar keinem Strom, sondern habe

FASHION | INTERVIEW BOLD THE MAGAZINE | 89 die Vision, dass der Markt sich wieder normalisiert, und arbeite hart daran. … und was haben Sie geändert? Den natürlichen Rhythmus wieder eingeführt. Wieviel Vorlauf benötigt bei Ihnen eine Kollektion, bevor sie schlussendlich im Laden hängt? Wir arbeiten ein halbes Jahr an der Musterkollektion, die wir dann auf der Fashion Week in Berlin und New York präsentieren. Danach benötigen wir vier bis sechs Monate um die Ware zu produzieren. Das heißt, die Kundin bekommt die Kollektionsstücke genau ein Jahr, nachdem ich die ersten Designs gemacht habe. Was ist das Beste und Aufregende bei der Arbeit als Modedesigner? Da gibt es einige spannende Punkte. Den Prozess zu verfolgen, wie aus meinen Skizzen tragbare Mode entsteht, das ist sehr aufregend. Allerdings ist es auch sehr schön zu sehen, wie Kooperationen entstehen, wie zum Beispiel meine neue Schuhkollektion: Marcel Ostertag X Tamaris. Produkte, die man selbst gezeichnet hat, fertig in den Händen zu halten, ist ein sehr emotionales Gefühl. Lassen Sie uns über Ihre Kooperation mit SEAT sprechen. Wie kam es dazu? Wir haben nach einem starken Partner aus der Automobilbranche gesucht, und SEAT war auf der Suche nach einem frischen Design Talent. Und so haben wir uns gefunden. Was beinhaltet die Kooperation im Einzelnen? SEAT begleitet mich bei all unseren Fashion Shows und Shooting Produktionen. Außerdem drehen wir sehr coole Image-Videos zu Themen, die mich interessieren und inspirieren, die wir für all unsere sozialen Netzwerke nutzen. Wir erzählen gemeinsam eine schöne Geschichte unserer tollen Reise. Gibt es ein SEAT-Modell, das Ihnen am besten gefällt? Ich liebe den SEAT Ibiza und den Mii by Cosmopolitan, den ich übrigens auch selbst fahre. Der Mii ist für mich das perfekte Auto für die Großstadt. Toll ausgestattet und durch die Farbe sehr modisch. … und das SEAT Design, gibt es Schnittpunkte bzw. Ähnlichkeiten beim SEATund Marcel Ostertag-Design? SEAT und mich verbinden sehr viele Design Ansätze und Schnittstellen. Uns beiden ist daran gelegen ein kreatives, aber zeitloses Design umzusetzen, in dem sich unsere Kunden wohlfühlen, sich damit identifizieren können und Spaß daran haben. Die Design Ansprüche gleichen sich hier ungemein. Was können Auto-Designer aus Ihrer Sicht von Mode-Designern lernen? Weitsicht und Mut. Ich denke da ist noch ganz viel Luft nach oben, wenn es um neues Autodesign geht. Was entwerfen Sie lieber: Herbst/Winter oder Frühjahr/Sommer Kollektionen, und lieber für Männer oder für Frauen? Herbst Winter, weil ich ein absoluter Mantel Liebhaber bin. Definitiv Frauen, weil sie einfach die aufgeschlosseneren und treueren Kunden und Liebhaber sind. Deshalb habe ich auch seit 9 Jahren keine Männermode mehr gemacht, plane aber für Winter 2018 wieder eine kleine Capsule Kollektion. Wo werden Sie Ihre neue Kollektion als nächstes zeigen? Berlin, New York, Paris. Zum Schluss noch einen Blick in die Zukunft. Welche Mode erwartet uns in der nächsten Zeit? Es bleibt spannend! Die Freiheit kommt auch hier zum Zug. Ich halte mich nicht an Trendscouts oder Farbvorschauen auf der Messe und entscheide immer auf der emotionalen Ebene, was ich nächstes Jahr auf den Straßen sehen möchte. WEITERE INFORMATIONEN: www.marcelostertag.com

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