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BOLD THE MAGAZINE No.34

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GESTALTUNG SPECIAL TOPIC: DESIGN | WHY COLOR: JOEL MEYEROWITZ | IM GESPRÄCH: NOOMI RAPACE | KISS-LEGENDE: GENE SIMMONS | GESTALTUNG HEISST VERÄNDERUNG: DESIGNER CHRISTIAN BAUER

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38 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | SANSIBAR Ohne Gelbfieberschutzimpfung wird die Einreise nach Sansibar zunächst verwehrt, noch bevor der Reisepass in Augenschein genommen wird. Entweder wird eine Impfung vor Ort durchgeführt, oder man kann gleich die nächste Maschine nach Arusha, Dar es Salaam oder dem nur eine halbe Flugstunde entfernten Kilimanjaro nehmen. Nur zwei Wochen vor unserem Abflug wurde die Gelbfieberschutzimpfung für alle Besucher Sansibars verpflichtend eingeführt, auf dem tansanischen Festland hingegen brauchte man diesen Nachweis zum Zeitpunkt unserer Reise nicht. Während ich mir einen Platz an einem Stehtisch suche, um das Einreiseformular auszufüllen, fällt mir eine von der Decke hängende Digitalanzeige auf, die über den auf der Insel erfolgreichen Kampf gegen Malaria informiert. Die von Mücken übertragene lebensbedrohliche Fieberkrankheit ist auf Sansibar inzwischen fast vollständig eingedämmt, weniger als ein Prozent Malariafälle sind 2017 registriert worden. In Tansania, auf dem Festland, besteht hingegen ein hohes Malaria- Risiko. Am Schalter erhalte ich gegen 50 US-Dollar einen Einreisestempel mit bis zu drei Monaten Aufenthaltsgenehmigung. Meinen vier Kollegen klebt der Beamte an einem anderen Schalter hingegen ein ganzseitiges Visum in den Reisepass und nimmt ihnen elektronische Fingerabdrücke ab. Von mir wird lediglich ein Foto gemacht. „Merkwürdig“, denke ich, aber ich habe keine Lust, die Fahrt zum Hotel mit Fragen an die Beamten zu verzögern. Es regnet unvermindert weiter. Unser Fahrer Abdullah geleitet uns einzeln mit einem großen Schirm zu seinem Kleinbus. Ohne seine Begleitung wären wir auf den wenigen Metern vollkommen durchnässt gewesen. Die Straße am Flughafen und Nebenwege stehen unter Wasser, uns entgegenkommende Autos rollen langsam mit halb versunkenen Reifen zum Parkplatz. Fahrradfahrer mit Regenponchos quälen sich durch die Fluten und den immer stärker prasselnden Regen. Die Hauptstadt Zanzibar Town lassen wir links liegen und statten ihr später einen Besuch ab. Die Straßen und Gassen in der Stadt verwandelten sich bei solch einem Regen in Sturzbäche, sagt Abdullah, die Kanalisation sei marode. Während der eineinhalb Stunden langen Fahrt zum Luxushotel Essque Zalu Zansibar fast im äußersten Nordosten der Insel bei Nungwi direkt am Indischen Ozean stoppt der Regen unvermittelt, als habe jemand die Schleusentore geschlossen, die graue Wolkendecke bricht auf, und die Sonnenstrahlen am hellblauen Himmel lassen das tropische Grün leuchten und die geteerte Straße dampfen. Die Fahrt führt durch einen tropischen Garten aus Hainen mit hohen Kokospalmen, vielen Gewürzgärten mit riesigen Nelken-, ausladenden Mango- und kleinen Zimtbäumen, Reis-, Mais- und Ananasfeldern. Dazwischen Schulen und kleine Dörfer, in denen die Menschen in sehr niedrigen, unverputzten Häusern leben. Die Männer dösen im Schatten, und die Frauen holen Wasser am Brunnen. „Die Wasserstellen sind Versammlungsplätze, auf denen sich die Dorfbevölkerung trifft und Neuigkeiten austauscht“, sagt Abdullah. Am Straßenrand Kälber, bis auf die Rippen abgemagert, Hühner und Hunde, Makaken, und hier und da ein kleiner Markt mit Gemüse und Obst. Dann die beeindruckende Lobby des Hotels mit der höchsten traditionellen Makuti- Dachkonstruktion aus Balken und Stöcken, mit getrockneten Palmblättern gedeckt, und afrikanischen Kunstobjekten. Die Mehrheit der 1,3 Millionen Einwohner Sansibars, Afrikaner, Araber, Inder und Perser – fast alle Moslems – ist arm, und der Luxus-Tourismus eine der wichtigsten Einkommensquellen der Insel. Das Haupthaus mit seiner drei Dächer- Konstruktion, Restaurant, Bar und vorgelagertem Pool, der sich bis zum Strand erstreckt, ist das Zentrum des Boutique- Ressorts. Die Gäste wohnen in großzügigen, stilvoll eingerichteten Bungalows und Pool-Villen in einer gepflegten Gartenanlage oder direkt am Meer. Der Duft von Zimt und Frangipaniblüten mischt sich mit der Meeresbrise. Am Pool führt ein 200 Meter langer Steg hinaus aufs Meer zu zwei Sonnendecks, die mit Segeltuch überspannt sind, einer Treppe zum Wasser, einer Bar und einem rustikal eingerichteten Restaurant mit Grillplatz. Einmal die Woche spielt hier abends eine Band zu einem Grillbuffet aus Fisch, Meeresfrüchten, Sashimi und Sushi, Hühnchen und Steaks. Das Baden hier ist eine wahre Freude, das türkisfarbene, klare und saubere Wasser glitzert in der Sonne und ist angenehm warm. Am späten Nachmittag bei Ebbe laufe ich den langen,

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