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BOLD THE MAGAZINE No.34

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GESTALTUNG SPECIAL TOPIC: DESIGN | WHY COLOR: JOEL MEYEROWITZ | IM GESPRÄCH: NOOMI RAPACE | KISS-LEGENDE: GENE SIMMONS | GESTALTUNG HEISST VERÄNDERUNG: DESIGNER CHRISTIAN BAUER

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40 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | SANSIBAR

TRAVEL | SANSIBAR BOLD THE MAGAZINE | 41 geschwungenen Strand entlang, Strandverkäufer wollen mir Tücher verkaufen, als ich ablehne, gehen sie lächelnd ihres Wegs. Ich nähere mich einem Fischerdorf, in dessen Bucht muslimische Familien, die Frauen bekleidet und mit Kopftuch, im Wasser plantschen oder auf einem der altertümlich anmutenden Boote ein Sonnenbad genießen. Ich könnte ewig so weiterlaufen, das Fischer- und Strandleben der Fremden gegenüber offenen und toleranten Sansibaris genießen, doch der Sonnenuntergang naht und das Abendessen wartet. Hotelchef Duarte Correira, Portugiese, empfängt uns in der neuen Kochschule des Hotels. Sie ist in einer afrikanischen Rundhütte eingerichtet, in der Mitte ein gedeckter, runder Tisch, und ringsherum in Gläsern alle Gewürze und Kräuter, die die Insel und andere Regionen zu bieten haben: Pfeffer, Kardamom, Nelken und Kreuzkümmel, Zimt, Vanille, Muskatnuss und Vieles mehr. 500 Gewürze will Correira hier aus aller Welt zusammentragen, die meisten von der Insel, und einen Spa- Experten anstellen, der Gewürzanwendungen entwickelt. Chefkoch Anuraag Ramkalawon führt Gewürzschulungen durch, begleitet seine Gäste zum Einkauf auf Märkten und bereitet dann gemeinsam mit ihnen Gerichte zu. Wir haben mittags ein Menü aus Samosa mit Rindfleisch, Kartoffelkroketten mit Ingwer, Hühnchen mit Gewürzreis, Spinat in Kokosmilch, Oktopus, Tomaten-Koriander-Chili-Salat und Kokosnuss-Chutney gekocht. Von wegen: „Viele Köche verderben den Brei“. Es hat gut geschmeckt, schließlich haben wir unter Anleitung einer sansibarischen Köchin gekocht, die schmunzeln und lachen musste, als wir die Samosa-Teigstreifen zu Dreiecken formten. Aber nichts im Vergleich mit der Kunst, mit der uns der Chefkoch am Abend beeindruckt. Wir wählen ein Seafood-Menü aus Langusten, Hummer, Tintenfisch, Muscheln und Red Snapper, dazu Spitzen-Weine aus Südafrika. „Auf dem Kontinent wird nur in Südafrika guter Wein hergestellt“, sagt der Hotelchef. Am nächsten Tag besuchen wir Stone Town, die der Meer zugewandte Altstadt von Sansibar-Stadt an der Westküste. Sie besteht aus geschäftigen Straßen, einem engen Gassengewirr mit schattenspendenden Häusern sowie einem Markt für Gemüse, Gewürze, Fleisch und Fisch. Die meisten davon stammen aus dem 19. Jahrhundert, von Arabern aus Korallstein errichtet – eine für Afrika untypische Bauart. Darunter sind Privathäuser und solche, die Lebensmittel- und Kunsthandwerkgeschäfte, Cafés und Restaurants beherbergen. Eins soll das Geburtshaus von Freddy Mercury sein, dem an Aids gestorbenen Sänger der Rockgruppe Queen. Mehr als ein kleines Schild an dem Haus und ein nach ihm benanntes Restaurant an der Meeresfront erinnert nichts an einen der erfolgreichsten Rockmusiker. Sein Lebensstil passt nicht in das islamische Weltbild der Insel, Homosexualität wird in ganz Tansania hart bestraft. Das zur Altstadt zählende Viertel Shangani, ein Souvenir-Mekka für Touristen, entstand mit der Ankunft indischer, vorwiegend aus Goa stammender, Händler. Die Häuser, unten ein Geschäft, oben Wohnungen, bestechen durch schöne Balkone, filigrane Holzverzierungen an Türen und Fenstern sowie den mächtigen Swahili-Türen aus Teak- und Mahagoni-Holz. Die Tradition der von Goanern eingeführten Swahili- Türe wird bis heute aufrechterhalten. Die beiden Flügel sind aufwändig verziert mit Schnitzereien wie Fischen und Wellen, Lotusblüten, Pfauenaugen, Löwen, Nelken und Ketten. Ketten suggerierten den Bewohnern einerseits Sicherheit, andererseits erinnern sie heute an das dunkelste Kapitel der Insel, den Sklavenhandel. „Eine geschnitzte Kette weist darauf hin, dass hier früher ein mächtiger Sklavenhändler gewohnt hat“, sagt Mohammed, unser Führer. Sansibar war einer der wichtigsten Umschlagsplätze des Sklavenhandels in Afrika, die Drehscheibe für die Verschiffung von Sklaven nach Arabien, Amerika, Europa oder Asien. Über die 400 Jahre dauernde Sklaverei und seine modernen Ausformungen informiert ein Museum in der Altstadt. EINREISE: Das Visum wird am Flughafen von Sansibar erteilt. EMPFEHLUNG HOTEL: Essque Zalu Zanzibar www.essquehotels.com FLUGVERBINDUNG: www.ethiopianairlines.com

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