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BOLD THE MAGAZINE No.37

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ENTFALTUNG SPECIAL TOPIC: INTERIEUR | DESIGNER SEBASTIAN HERKNER | IM GESPRÄCH: MARK WAHLBERG | HYBRIDE SZENOGRAFIE: UWE R. BRÜCKNER | THE GLENLIVET HOMELAND | BANGKOK | LAOS

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48 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | BANGKOK dreigeschossigen Dach des Marriott- Hochhauses an der Sukhumvit Road, im Stadtviertel Thonglor. Oder die Moon Bar im Banyan Tree Hotel in der South Sathorn Road in der Nähe des anderen Endes der Silom Road. Auch das benachbarte, 30 Stockwerke hohe Luxus-Design-Hotel Sofitel So hat eine schöne Bar auf der Dachterrasse, unschlagbar jedoch ist die Aussicht von der Pool-Plattform. Das Oriental zählt zu den teuersten Hotels der Stadt. Doch in Bangkok findet der Besucher eine große Zahl an bezahlbaren Luxushotels, schon ab 130 Euro, was weltweit einzigartig sein dürfte. Fünf- Sterne-Häuser, die an Komfort, Luxus und Service keinen internationalen Vergleich zu scheuen brauchen und dafür zudem unschlagbar günstig sind, richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. So sprechen das Avani und das Sofitel So ein an modernem Design orientiertes jüngeres Publikum an, während sich Geschäftsleute im Banyan Tree, Mariott oder im eleganten Conrad mit einem der besten japanischen Restaurants der Stadt im Businessdistrikt Lumphini wohl fühlen. Traditionsbewusste Urlauber residieren im Anantara Siam oder im Grande Sheraton Sukhumvit mit seinem schönen Pool in einem tropischen Garten. In diesen beiden Hotels steht durch Design, Kunst und Service die Thai-Kultur im Vordergrund. Familien mit Kindern wird es im Anantara Riverside gut gefallen. Zwar gibt es in Bangkok eine Hoch- und U-Bahn, doch auf vielen Strecken ist der Besucher auf Taxis angewiesen, die häufig in den notorisch verstopften Straßen feststecken. Um lästige Staus zu vermeiden und um die einzelnen Stadtteile besser erkunden zu können, ist es sinnvoll, die Hotels zu wechseln. Ich ziehe ins Marriott, weil im Stadtviertel Thonglor gerade eine Reihe neuer Bars, Restaurants und Biergärten entsteht. In der Open-Air-Bar auf der Dachterrasse treffe ich Nathalie Gütermann. Nathalie ist Chefredakteurin von Thaizeit.de. Sie lebt seit 2005 in Thailand und seit 2009 in Bangkok. Wohl kaum jemand in der Stadt kennt angesagte Bars und Diskotheken, Cafés und Restaurants, Design-Outlets und Shoppingmöglichkeiten besser als sie. Wir werden uns schnell einig, an diesem Abend um die Häuser zu ziehen. Wir gehen zu einer Soi ganz in der Nähe ihres Apartments, um an einer Garküche ein Curry zu essen – eine Soi ist eine Nebenstraße, oftmals nicht breiter als eine Gasse. Bangkoks Streetfood ist berühmt, gut und günstig. Wer authentische Thai- Küche sucht und dazu eine unvergleichliche Atmosphäre, der speist in Bangkok auf der Straße. Bangkoks Streetfood – Currys, Meeresfrüchte, Schweineohren und Vogelnestsuppen – gilt als beste der Welt. Häufig sind es mobile Straßenstände, die ganze Märkte bilden. Doch in der Soi, in die mich Nathalie führt, sind die Garküchen von der Straße verschwunden, sie mussten wegen eines Bauprojektes in eine Garage weichen, die kaltes Neonlicht ausleuchtet und deren Wände weiß gekachelt sind. „Wenigstens haben die Familien ihre Einkommensquellen nicht verloren“, sagt Nathalie. Andernorts drohten die Garküchen ganz aus dem Stadtbild zu verschwinden. Zurückzuführen sind solche „Aufräummaßnahmen“ auf eine neue Ordnungswut der Stadtregierung. Seit rund zwei Jahren geht bei Garküchen-Betreibern und Straßenhändlern, die Textilien und Nippes verkaufen, die Existenzangst um. Das Thema beschäftigt die lokale Presse bis heute. Denn die Garküchen sind bei weitem nicht nur bei Touristen beliebt, sie sind Teil der kulturellen Identität der Hauptstadtbewohner. In Bangkok kocht fast niemand selbst zuhause, wie mir auf meinen Reisen immer wieder bestätigt wurde. Die Bangkoker verpflegen sich morgens, mittags und abends an Garküchen, in Suppenküchen, in Imbissen, bei fliegenden Händlern und an den sehr guten und günstigen Essensständen in Shoppingmalls. Das Verschwinden der Garküchen, die vor allem abends die Atmosphäre der Stadtviertel prägen, Kontakt- und Austauschbörsen, Kristallisationspunkte des sozialen Lebens sind, würde Bangkoks Seele beschädigen. Die Garküchen würden nicht überall verdrängt, zeigt sich Nathalie überzeugt. Zwar seien die Aufräumaktionen überall zu spüren und die Ordnungshüter würden sich immer mehr Stadtviertel vornehmen, aber auch in Bangkok werde „nichts so heiß gegessen wie gekocht“. In China Town kann ich mir selbst davon ein Bild machen. Auf beiden Seiten der durch das Chinesenviertel führenden Hauptstraße und in den abzweigenden Gassen pulsiert das Nachtleben. Die Bürgersteige, auf denen überall gekocht wird, sind voller Menschen.

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