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BOLD THE MAGAZINE No.38

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RAFFINESSE SPECIAL TOPIC: TECHNIK | BERLIN INSIGHTS: 1. TEIL | IM GESPRÄCH: JENNIFER GARNER | ADVENTURE: EUROPEAN 5000 | NEW YORK | KARIBIK | SCHWEIZ | SPURENSUCHE: IM LAND DER WEBER

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50 | BOLD THE MAGAZINE TRAVEL | NEW YORK EAST VILLAGE UNTERWEGS IN NEW YORK AUTOREN: L. GROSSMANN & M. MAI Das East Village ist ein Stadtteil im Bezirk Manhattan in New York. Es liegt östlich von Greenwich Village, südlich von Gramercy Park und Stuyvesant Town, und nördlich der Lower East Side. Innerhalb des Stadtteils liegen die Bowery, Alphabet City und der Tompkins Square Park. Bis Mitte der 1960er-Jahre war East Village ein nördlicher Teil der Lower East Side mit ähnlichen ethnischen und sozialen Verhältnissen. Durch den Einzug der Beatniks in den 1950er-Jahren wurde das Viertel für Hippies, Musiker und Künstler attraktiv, die sich dort ab 1960 niederließen. Im East Village entwickelte sich eine lebendige Musik- und Kulturszene. Andy Warhol organisierte 1966 eine Reihe von Shows mit musikalischer Begleitung der Band „The Velvet Underground“. Der Musikclub CBGB erlangte durch den Punkrock internationale Bekanntheit. In den späten 1970erund frühen 1980er-Jahren wurde die Performance-Kunst maßgeblich durch die Theater im Viertel beeinflusst. Die Galerien verhalfen zahlreichen postmodernen Künstlern zum Erfolg, darunter Keith Haring, Jean-Michel Basquiat und Jeff Koons. Heute ist East Village eines der populärsten Stadtviertel mit vielen Parkanlagen und zahlreichen Museen, Bibliotheken, Theatern und Geschäften. Es finden mehrere Musikfestivals im Jahr statt, darunter ein überregional bekanntes Jazz-Festival. Im East Village leben derzeit die hippsten und coolsten Leute der Stadt. Die Entwicklung dieses Viertels ist erstaunlich: Vor circa fünf Jahren war das East Village geradezu tabu es sei denn, man wollte Drogen kaufen oder sich sonst irgendwie in Gefahr bringen. Doch heute tummeln sich hier Hipster aus Mode, Musik, Film und Gastronomie. Hunderte Cafés, Bars, Restaurants und Boutiquen rund um die Clinton und Ludlow Street. Alles ist zu Fuß und in nicht einmal einer halben Stunde erreichbar. An einem Freitagabend, während das ganze Village in euphorisierte Feierlaune getunkt ist, Musik und angeregte Gespräche von jeder Straßenecke ertönen, der Geruch von Pizza und Bier in der Luft liegt und die Menschen auf der Straße tanzen, treffen wir vier von ihnen, die sich an diesem Abend nicht in die endlos langen Schlagen vor den Clubs gestellt haben, sondern ihre eigene Party feiern. Mittendrin und voll dabei produzieren sie eine Fotostrecke (siehe nachfolgende Seiten). Vor der Kamera Luiii – Luise Großmann, eine junge deutsche Schauspielerin, die in Berlin und Köln zu Hause ist. Fotograf Patrick Xiong, Sohn chinesischer Einwanderer, der seit acht Jahren in New York lebt und zu den derzeit angesagtesten Big Apple Fotografen zählt. Mit dabei ist auch Mary Irwin, eine der besten New Yorker Visagistinnen und Stylistin Kristine Souza Monasterico, die ab und an eine Haarsträhne oder das Outfit von Luiii gerade rücken. Die vier haben ersichtlich Spaß, strahlen eine gewisse Gelassenheit aus und zeigen uns, bei der Produktion, auch ihre Lieblingsplätze im angesagten Szeneviertel. LUDLOW HOTEL Von hier aus, lässt sich gut das East Village erobern. Die Zimmer sind nicht groß, aber sehr gemütlich. Auf dem Dach hat man, neben dem Fitnessstudio, einen perfekten Blick auf die Skyline der Stadt. Auch nachts kann man hier, gemütlich mit einer Flasche Wein, sitzen und die Lichter der Stadt beobachten.

TRAVEL | NEW YORK BOLD THE MAGAZINE | 51 PIG & KHAO Wer auf asiatische Küche steht, darf sich diesen Spot auf gar keinen Fall entgehen lassen. In besonderer Atmosphäre, zentral im East Village gelegen, kommt neben den üblichen Verdächtigen wie Rind- oder Curry-Gerichten auch Schweinekopf auf den Tisch. Alle Gerichte haben ein ganz besonders intensives Aroma und sind ein wahres Geschmackserlebnis. Unbedingt probieren: Thai Mushroom Salad, Coconut Rice, Ka Prow. VAN LEEUWEN ICE CREAM Die New Yorker Eismanufaktur, die seit 2008 zunächst im Truck durch die Stadt fuhr und Eis verkaufte, hat bereits mehrere Läden in Manhatten und auch darüber hinaus. Hier gibt es über zehn vegane Sorten, die mit hausgemachter Kokos- und Cashewmilch hergestellt werden. RUSS & DAUGHTER Ein jüdisches Traditionsunternehmen seit 1914, das den wohl leckersten Lachsbagel der Stadt serviert. Aus über zehn Fisch-, Bagel-, und Frischkäsesorten kann man sich seinen Wunschbagel zusammenstellen. Der Fisch wird frisch für dich vom Stück geschnitten. MERCURY LOUNGE Ist ein kleiner angesagter Musikclub für bis zu 250 Leute, in dem unter anderem ‚The Strokes’ bereits auf der Bühne standen. ASSEMBLY NEW YORK Boutiquen gibt es im East Village viele, aber nur diese muss man besucht haben! Focus: Internationale Kollektionen und Vintage Selections. RAG&BONE Schade, dass es diese Marke, für die Kate Moss schon vor der Kamera stand, noch nicht nach Deutschland geschafft hat. Hier gibt es neben 1A-sitzenden Jeans, Shirts und Kleidern auch Schuhe und Sonnenbrillen – in einer Mischung aus Rock’n Roll und Chic. LUDLOW COFFEE SUPPLY Leckerer Cappuccino oder Matcha Latte heiß oder auf Eis – und am besten To-Go. ECONOMY CANDY Wer sich seinen Koffer nicht voll mit Klamotten packen will, kann dies hier mit Süßigkeiten tun: die wohl größte Auswahl an amerikanischen Sweets, von fünf Gramm bis fünf Kilogramm Verpackungen ist alles dabei. THE BUTCHERS DAUGHTER Ein rein pflanzlich ausgerichtetes Frühstückscafé, mit leckeren Säften, Smoothies und Frühstücks-Bowls. Äußerst lecker – und dein Freund wird nicht merken, dass er kein Fleisch, sondern Tofu isst. Im East Village ist für jeden Geschmack und auch für jede Geldbörse etwas dabei: Sei es die Diet Coke im Deli, die 99 ct Pizza oder der Negroni im extrem angesagten Ludlow House. Alles scheint hier irgendwie ziemlich lässig zu sein. Und das fühlt sich verdammt gut an. Lässig ist ein gutes Stichwort, denn Designer-Taschen sucht man hier unter den Menschen vergebens. Im East Village trägt man Vintage-Klamotten mit Seele und Rock’n’Roll. Deshalb macht man hier besser nicht den Fehler und führt seine Gucci oder Prada spazieren. Zugegeben: Besitzt man einen gewissen Standard, oder will sich beispielsweise besonders gesund ernähren, muss man tatsächlich etwas tiefer in die Tasche greifen. Eine Kugel Eis bei Van Leeuwen kostet dann mal gepflegte fünf Dollar, plus Tax und Tip. Denn das muss man in jedem Falle wissen: Die ausgeschriebenen Preise in Amerika sind nie die, die man dann auch wirklich bezahlt. Mehrwertsteuer und Trinkgeld kommen immer oben drauf. Das kann manchmal nerven, aber wenn man es weiß und damit rechnet, ist es okay. Doch nicht nur die angesagten Locations bringen das Viertel zum Strahlen, vielmehr sind es die zufälligen Begegnungen auf der Straße und die Menschen, die hier leben. Ihre Energie. Ihre Ausstrahlung gibt dem East Village den besonderen Glanz, das Prickeln, Vibrieren und das Zirren in der Luft. So hat man leicht das Gefühl, bei dieser Nacht handele es sich um „DIE“ Nacht der Nächte, in der einfach alles möglich ist.

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