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BOLD THE MAGAZINE No.46

WANDEL JAMES BOND IM WANDEL DER ZEIT: HISTORIE | NEUER BOND „NO TIME TO DIE“ | BILLIE EILISH | KARL LAGERFELD | CHRISTIAN LINKER | 007 PRODUZENTIN BARBARA BROCCOLI IM GESPRÄCH | FLORIDA: LIEBESGRÜSSE AUS FORT MYERS | BEST PLACES

MOTION / REPORTAGE

MOTION / REPORTAGE BOLD THE MAGAZINE // 71 Wer bei Porsche Profi-Rennfahrer werden will, muss durch eine harte Schule gehen. Genauso hart ist es, überhaupt einen Platz darin zu bekommen: Mit BOLD durfte die Öffentlichkeit erstmals beim „Junior Shoot Out“ hinter die Bewerbungstüren schauen. Wenn‘s ums Geschäft geht, wird der freundliche Herr Maassen hart. „Letztlich müssen wir Rennen gewinnen und Autos verkaufen, und wir brauchen dazu sympathische Leute.“ So einfach ist es aber nicht, solche jungen Menschen zu finden, die schneller sind als andere, sympathischer, und vielleicht auch eloquenter, wortgewandter, schlagfertiger. Um die zu finden ist unter anderem Sascha Maassen da: Der ehemalige Porsche-Werksfahrer sucht jährlich mit einem Team aus Ingenieuren, Presseleuten, Medienlehrern, Doktoren und Mentaltrainern einen oder zwei „Porsche- Junioren“, die als Rohdiamanten kommen und ein Jahr lang geschliffen werden, um danach bessere Rennfahrer und Semi- Profis zu sein. Lernen sie stetig und übererfüllen sie ihr Soll, können sie die nächste Stufe als „Young Professional“ bei Porsche erklimmen. Bewähren sie sich auch hier, ist ein Vertrag als Werksfahrer möglich. Somit ist das diesjährige „Junior-Shoot-Out“ für einen von zwölf talentierten Kandidaten das Entree in die richtig große Rennkarriere, um mit Siegchancen in Le Mans und Daytona zu fahren oder Top-Serien wie WEC und DTM aufzumischen. Aber der Weg ist hart. Erstmal muss ein Junior in spe überhaupt von einem nationalen Carrera Cup vorgeschlagen werden, um vor Maassen und Kollegen Performance zeigen zu dürfen. Die Verantwortlichen der zehn nationalen Markenpokale (plus zwei Wildcards) schlagen jährlich hoffnungsvolle Nachwuchsfahrer vor, die sich im Rennwagen durch besonders gute Leistung hervorgetan haben. Sie müssen dabei nicht unbedingt Meister geworden sein. Allerdings dürfen sie nicht älter als 23 Jahre sein und müssen die jeweilige Rennserie unter den Top Fünf abgeschlossen haben. Dylan Pereira ist einer von ihnen. Der Luxemburger mit portugiesischen Wurzeln fährt bereits drei Jahre im Porsche Supercup und zwei Jahre im deutschen Carrera-Cup, wurde 2018 Rookie-Champion, hat 85 Sponsoren, davon 30 auf seinem Overall und schätzt fehlende Konstanz als seine Schwäche ein. Nach seiner Stärke im sehr wichtigen „Vorstellungs“-Gespräch mit den Verantwortlichen gefragt, antwortet er: „Ich lerne neue Strecken schnell, ich finde gleich die Pace, ich liebe Mutkurven.“ Chefcoach Sascha Maassen grätscht ein: „Hat das mit Mut oder mit fehlender Intelligenz zu tun?“ kein Vorwurf – aber ein Test für Schlagfertigkeit. Der Brasilianer Vitor Baptista verzichtet sogar auf die Meisterschaft zu Hause, um als Porsche-Junior aufgenommen zu werden – die Rennfahrersichtung und das letzte Rennen seiner Saison, die er in der Punktewertung anführt, fallen auf das gleiche Wochenende. Dabei hat sein Vater das Familienhaus für seine Karriere verkauft,

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