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BOLD THE MAGAZINE No.46

WANDEL JAMES BOND IM WANDEL DER ZEIT: HISTORIE | NEUER BOND „NO TIME TO DIE“ | BILLIE EILISH | KARL LAGERFELD | CHRISTIAN LINKER | 007 PRODUZENTIN BARBARA BROCCOLI IM GESPRÄCH | FLORIDA: LIEBESGRÜSSE AUS FORT MYERS | BEST PLACES

MOTION / REPORTAGE

MOTION / REPORTAGE BOLD THE MAGAZINE // 75 Verfügung, für die richtige Bremsbalance muss jeder selber sorgen. Die Rundenzeiten sind zunächst egal – es geht darum, durch gute Zusammenarbeit mit den zugeteilten Renn- und Dateningenieuren eine positive Lernkurve aufzustellen und am besten von Runde zu Runde schneller zu werden. Der Selbstbehalt bei Schäden beträgt 7.000 Euro – zumindest lässt Porsche die Prüflinge in diesem Glauben. Tatsächlich gibt’s im unwahrscheinlichen Falle einer Kaltverformung nur Schimpfe. Aber soweit kommt es nicht – die Kandidaten sind einigermaßen diszipliniert, als sie am ersten Fahrtag 24 Runden mit Unterbrechungen fahren dürfen. Mit Elan werfen sich die Jungs mit vorbereiteten, 485 PS starken 911 GT3 Cup auf die Rennstrecke, wobei sie zuerst vielleicht zwei bis drei Sekunden langsamer sind als Andlauer. Und fangen sich als Gruppe nach den ersten Runden eine harte Rüge von Maassen ein: Fast keiner hält sich an die Streckenbegrenzung. Der Italiener Diego Bertonelli schafft in zwölf Runden rekordverdächtige 33 Verstöße. Andere fallen positiv auf: Pereira macht nicht einen einzigen Fehler, Sasahara verbessert seine Rundenzeiten am ersten Tag um volle vier Sekunden. Kritische Beobachter wie Manthey-Racing-Chef Olaf Manthey, der die Autos einsetzt, sehen so etwas mit Wohlwollen. Am zweiten Fahrtag sind es weniger Qualifikationsrunden, zum Schluss muss eine Renndistanz so schnell wie möglich absolviert werden. Nach drei Tagen Wettkampf werden die Jungs nach Hause entlassen, ohne das Endergebnis zu kennen. Das gibt es erst Wochen später. Letztlich ziehen die Verantwortlichen ein positives Fazit: kein einziger Kratzer an einem der Autos und ein sehr hohes Niveau der Kandidaten. Den begehrten Junior- Vertrag erhält der Türke Ayhancan Güven, der 2018 und 2019 den Porsche Carrera Cup Frankreich gewonnen hat, weil er in allen fahrerischen Konzepten führend war, bestes technisches Verständnis und konstante Leistungen zeigte, professionelles Verhalten in Sachen Interview und Medien an den Tag legte und viel Potenzial besitzt. Er lässt die kaum weniger talentierten Sasahara und Bertonelli hinter sich – ob es das künftige Junior-Reglement zulässt, dass die beiden im nächsten Jahr noch einmal teilnehmen dürfen, ist noch nicht klar. Ist Güven aber weiterhin so gut, kann er sich zu so berühmten Kollegen wie Müller, Lucas Luhr, Mike Rockenfeller, Timo Bernhard, Marc Lieb, Patrick Long, Michael Christensen und Earl Bamber gesellen – alles Le-Mans-Sieger, DTM-Champions, IMSA- Topracer. Und viele von ihnen Porsche- Werksfahrer. Dass allerdings selbst die beste Jury nicht unfehlbar ist, zeigt sich am Beispiel der Junior-Suche im Jahr 2009: Da wurde ein gewisser Renè Rast wieder nach Hause geschickt und kam nicht in den Genuss der Förderung. Der Mann wurde 2018 DTM- Sieger, außerdem ist er auch der aktuelle Champion. WEITERE INFORMATIONEN: www.porsche.de

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