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BOLD THE MAGAZINE No.47

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GENIALITÄT EXKLUSIV IM INTERVIEW: WILLEM DAFOE | CORONA – BILDER EINES WELTWEITEN AUSNAHMEZUSTANDES | PORSCHE HERITAGE DESIGN EDITION | DESIGNER IVO VAN HULTEN IM GESPRÄCH | MIT DEM NEUEN FIAT 500 UNTERWEGS | PETER LINDBERGH: UNTOLD STORIES

INTERVIEW / WILLEM DAFOE

INTERVIEW / WILLEM DAFOE BOLD THE MAGAZINE // 9 Einprägsame Gesichter haben viele Schauspielerinnen und Schauspieler, doch kaum jemandes Antlitz ist so unvergesslich wie das von Willem Dafoe. Seit über 40 Jahren verdankt der Amerikaner nicht nur, aber auch diesem Gesicht seine Karriere – und sah schon im zarten Alter von 20 Jahren ungewöhnlich eindringlich aus, wie man auf YouTube bewundern kann. Dort findet sich ein kleiner Clip aus dem Jahr 1975, als Dafoe gerade sein Schauspielstudium abgebrochen und sich dem Theatre X angeschlossen hatte, einer experimentellen Theaterkompanie in Milwaukee. Die Haare waren damals noch schulterlang und blond, das Gesicht noch weniger hager und faltenfrei. Doch die eindringlichen Augen, die markante Nase und der große Mund zogen schon damals alle Blicke auf sich. In seinem Heimatstaat Wisconsin hielt es Dafoe, eines von acht Kindern einer Krankenschwester und eines Chirurgen, nicht lange aus. Wie alle, die sich in den USA auf der Bühne beweisen wollen, zog es ihn nach New York. Dort war es allerdings weniger der Broadway, der ihn reizte, als die Szene abseits des Mainstreams. Bald lernte er die Regisseurin Elizabeth LeCompte kennen und lieben (die beiden waren von 1977 bis 2004 liiert und haben eine Tochter), und gemeinsam mit anderen gründeten sie die Wooster Group, eine nicht-profitorientierte Theatergruppe, die sich auf wagemutige, sperrige Bühnenprogramme spezialisierte. Als Dafoe ab 1980 verstärkt auch vor der Kamera stand – zunächst etwa für winzige Rollen in „Heaven’s Gate“ oder den erotischen Vampirfilm „Begierde“ mit David Bowie und Catherine Deneuve – interessierte er sich eher selten für gefällige Massenware, sondern war immer auf der Suche nach dem Besonderen, nach abgründigen Rollen und wagemutigen Regisseur*innen. Für seinen Auftritt als heldenhafter Soldat in Oliver Stones „Platoon“ bekam er seine erste Oscar-Nominierung. Die anschließenden Rollen ab Mitte der achtziger Jahre hätten kaum unterschiedlicher sein können: Im hoch kontrovers diskutierten „Die letzte Versuchung Christi“ spielte er Jesus persönlich, in „Mississippi Burning“ einen FBI-Agenten im Kampf gegen den Ku-Klux-Klan, für David Lynch den Furcht einflößenden Psychopathen Bobby Peru in „Wild at Heart“. Bösewichter oder mindestens zwielichtig und undurchschaubare Figuren hat er – nicht zuletzt dank des prägnanten, auch ein wenig unheimlichen Gesichtes – immer wieder gespielt, im Actionfilm „Das Kartell“ mit Harrison Ford genauso wie im Oscar-Gewinner „Der englische Patient“, in „Anatomie einer Entführung“ oder im Mega-Flop „Speed 2“. Und nicht zuletzt natürlich als Norman Osborn alias Green Goblin in Sam Raimis „Spider-Man“, seinem ohne Frage größten kommerziellen Erfolg. Fast genauso häufig stand Dafoe allerdings auch als Polizist und Ordnungshüter vor der Kamera, beim Sex mit Madonna in „Body of Evidence“ genauso wie für Spike Lee in „Inside Man“. Eine zweite Oscar- Nominierung erhielt er 2001, für „Shadow of the Vampire“, wo er den Nosferatu- Darsteller Max Schreck spielte. In den nächsten Jahren folgten zwei weitere für

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