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BOLD THE MAGAZINE No.48

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FASZINATION EXKLUSIV IM INTERVIEW: SARAH PAULSON | CORONA – BILDER EINES WELTWEITEN AUSNAHMEZUSTANDES (TEIL 2) | KEITH HARING | UNTERWEGS IN DER WALLONIE | LE MANS: DIE BERÜHMTESTEN 24 STUNDEN DER WELT | MOTORROLLER IM TEST | EXKLUSIV IM GESPRÄCH: SINGER-SONGWRITERIN KATIE MELUA

Fotos: K. Melua 36 //

Fotos: K. Melua 36 // BOLD THE MAGAZINE IM GESPRÄCH / KATIE MELUA

IM GESPRÄCH / KATIE MELUA BOLD THE MAGAZINE // 37 singen Sie in „Airtime“. Was meinen Sie damit? Unsere Trennung verlief sehr friedlich, und eins der größten Probleme, die ich danach hatte, waren die bestehenden Konventionen, was eine Trennung bedeutet. Ständig wurde ich gefragt, ob es mir gut geht. Ja, mir geht es gut! Sollte das nicht so sein? In dem Zusammenhang dachte ich darüber nach, wie die Liebe in den Medien und unserer Gesellschaft dargestellt wird – von „Romeo und Julia“ bis zu „Titanic“ geht es immer darum, dass man seinen Seelenverwandten findet und dann bis zum Ende des Lebens zusammenbleibt. Ich habe diese Version der Liebe in Songs wie „The Closest Thing To Crazy“ oder „Nine Million Bicycles“ selbst besungen. Aber in der Realität passiert das fast nie. Ich will nicht sagen, dass es unmöglich ist, aber im echten Leben gibt es viel mehr Nuancen der Liebe. Sie kommt und geht. In „Remind Me To Forget“ singen Sie davon, den Liebeskummer in der Natur zu vergessen. Sind Sie jemand, der in der Natur Trost findet? Absolut. Wenn ich ein Problem habe, ob in Hinblick aufs Songwriting, mit einem Mann oder in einer anderen Beziehung, versuche ich, mich davon loszulösen, gehe spazieren und beobachte ganz aufmerksam, was um mich herum passiert. An dem Tag, als der Song entstand, fuhr ich von London aus zu einer Songwriting Session. Die Blätter an den Bäumen hatten gerade ihre Farbe in ein dunkles Rot verändert und waren kurz davor, abzufallen. Es war wunderbar. Wohin geht man, wenn man in London lebt und in die Natur will? Die Parks in London sind wirklich toll – der Hyde Park und der Holland Park. Die Gartenbaukunst ist in England wirklich beeindruckend und auf einem anderen Level. Ich fahre aber auch gerne an die Küste und besuche meine beste Freundin. In dem Stück „Heading Home“ erinnern Sie sich an Ihre Heimat Georgien. Ihre Eltern verließen das Land mit Ihnen, als Sie acht Jahre waren. Haben Sie manchmal Sehnsucht? Das habe ich. Wir fuhren jeden Sommer nach Georgien, das Land hatte für mich also immer diesen Sommer-Glanz: Am Meer sein, bei der Familie und Freunden. Meine Oma ermunterte mich zudem schon sehr früh, das Singen ernst zu nehmen. Für sie singe ich den Song. Ihr Debütalbum erschien, als Sie 19 waren, drei Jahre später waren Sie die erfolgreichste Künstlerin Großbritanniens. In Georgien mussten Sie Wassereimer fünf Stockwerke hinauftragen. Ein ganz schöner Kontrast, oder? Es ist bizarr! Ich weiß noch, als mein Dad den Job in Belfast bekam. Wenn ich unsere Nachbarn traf und sie mich fragten, ob an den Gerüchten, dass wir in den Westen ziehen, etwas dran sei, sagte ich immer: „Ich weiß es nicht.“ Wenn es nicht geklappt hätte, wären wir am Boden gewesen. Inzwischen hat das Land sich toll entwickelt und ich liebe es, zurückzukommen, aber damals war Georgien an seinem sehr düsteren Punkt. Es war eine große Sache, dass mein Vater in Irland einen Job als Arzt bekam und wir wegzogen. Hat Ihre Kindheit Ihnen geholfen, bodenständig zu bleiben? Die Leute sagen mir oft, dass ich echt bodenständig bin, aber ich empfinde das gar nicht so. Meine Gedanken kreisen immer um die Musik, ich denke ständig über Songs nach. Und oft wünsche ich, ich hätte mehr Zeit mit meiner Mutter, meinem Vater oder meinem Bruder. Ein Nummer-1-Album zu haben, das ist ein Traum, der wahr wird. Aber es bedeutet auch, dass man sich immer wieder beweisen muss und ich viel gearbeitet habe. 2010 erlitten Sie einen Nervenzusammenbruch. Was haben Sie seitdem verändert? Zunächst einmal wurde mir dadurch klar, dass ich nicht unverwundbar bin und ich nicht permanent arbeiten kann. Ich war damals sechs Wochen im Krankenhaus, und für zwei Wochen hatte ich komplett den Sinn für die Realität verloren. Zum Glück hatte ich tolle Ärzte, aber das war sehr angsteinflößend. Danach habe ich die Prioritäten in meinem Leben neu verteilt. Vorher saß ich mindestens dreimal die Woche im Flugzeug, heute versuche ich, mehr von zuhause aus zu arbeiten. Aber die wichtigste Veränderung ist: Ich wache morgens auf und denke: „Ich habe noch einen Tag, yes!“ Ich freue mich einfach, am Leben zu sein.

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