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BOLD THE MAGAZINE No.48

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FASZINATION EXKLUSIV IM INTERVIEW: SARAH PAULSON | CORONA – BILDER EINES WELTWEITEN AUSNAHMEZUSTANDES (TEIL 2) | KEITH HARING | UNTERWEGS IN DER WALLONIE | LE MANS: DIE BERÜHMTESTEN 24 STUNDEN DER WELT | MOTORROLLER IM TEST | EXKLUSIV IM GESPRÄCH: SINGER-SONGWRITERIN KATIE MELUA

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64 // BOLD THE MAGAZINE ART / SEHENSWERT Mehr als 85 Werke, darunter großformatige Gemälde und Zeichnungen, Plakate, Fotografien und Videos, vermitteln das breite Spektrum des Künstlers. Harings unverkennbarer Stil war geprägt und angetrieben von der rasanten Dynamik seiner Zeit: Von der exzessiven Underground-Clubkultur, von Rap und Hip-Hop, von Zukunftsvisionen der Raumfahrt, von Ideen der Robotik und nicht zuletzt von der Videospiel-Kultur. Inspiration fand er in der zeitgenössischen Pop-Art, auch in der chinesischen Kalligraphie und in den Graffitis der Straße, der Street-Art. In den 80er Jahren entstanden Werke im öffentlichen Raum in Sydney, Melbourne, Rio de Janeiro, Minneapolis und Manhattan, Haring bemalte Wände in Amsterdam, Paris, Phoenix und am Checkpoint Charlie in Berlin. Haring nahm an der Documenta 7 in Kassel teil und an der Biennale in Paris, das Museum für zeitgenössische Kunst in Bordeaux zeigte eine große Einzelausstellung. Haring arbeitete mit großen Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit, wie Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat, zusammen. Genauso wie mit den Großen aus Musik und Mode, mit Madonna, Grace Jones, Vivienne Westwood und Malcolm McLaren, für die er Designs und Bühnenbilder entwickelte. Kleidungsstücke aus der Witches-Collection von Westwood und McLaren, die Haring mitgestaltete, werden in der Schau ebenso gezeigt wie Videos mit Madonna oder mit dem Tänzer Bill T. Jones, an denen Haring mitwirkte. Arbeiten Harings und das Begleitmaterial lassen die Energien der Straßenkultur der 1970er- und 1980er-Jahre in New York lebendig werden, die diesem Künstler so wichtige Impulse gaben. Als sensible Künstlerpersönlichkeit seiner Zeit reagierte Haring, der 1958 in Reading, Pennsylvania geboren wurde, mit seinen Werken auf die aktuell drängenden Themen wie politische Diktaturen, Rassismus, Homophobie, Drogensucht, Aids, soziale Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung. „Meine Bilder selbst sind weniger bedeutsam als die Interaktion zwischen den Menschen, die sie betrachten, und die Gedanken, die sie mitnehmen, wenn sie die Präsenz meines Bildes verlassen“, das schrieb Haring schon 1978 in sein Tagebuch, kurz nach seiner Ankunft in New York, wo er gerade ein Studium an der School of Visual Arts (SVA) begann. Der begleitende Katalog zur Ausstellung liefert viele Hintergrundinformationen, z. B. zu den Anfängen Harings: Als Kind besucht Haring regelmäßig die Kirche. Aus dem Wunsch heraus, einer Gruppe anzugehören, schließt er sich kurzzeitig der Bewegung Jesus Movement an. Bald ist Haring jedoch desillusioniert und beginnt, mit halluzinogenen Drogen zu experimentieren. Später wird der Künstler zeichenhafte Figuren in seine Arbeiten einfügen, zum Beispiel das Radiant Baby, das zu seinem Markenzeichen wird. Keith Haring Bis: 29. November 2020 Die in der Essener Ausstellung gezeigten Museum Folkwang www.museum-folkwang.de

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