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BOLD THE MAGAZINE No.50

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CHARAKTER INTERVIEW: CARRIE COON | GARY BARLOW | NICK CAVE | LUXURY WATCHES | TOMMY HILFIGER FASHION | COOL STUFF | MADE IN GERMANY: HERING BERLIN UND POTT | EMISSIONSFREI UNTERWEGS

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36 // BOLD THE MAGAZINE IM GESPRÄCH / GARY BARLOW Echte Musiker hört man heutzutage ja wirklich immer seltener. Stattdessen entsteht Musik am Computer und Algorithmen rechnen aus, wann der Refrain einsetzen muss, damit die Leute nicht zum nächsten Track skippen. Das stimmt. Es gibt Musiker da draußen, aber nicht viele. Lassen Sie sich beim Komponieren von Trends beeinflussen? Wissen Sie, das war in den Neunzigern schon so: Ständig wollten mir alle sagen, wie man zu klingen habe, welche Frequenz zum Beispiel die Drums haben müssen. Tatsächlich habe ich dieses Mal aber versucht, mich davon nicht beeinflussen zu lassen. Man muss seinen eigenen Weg gehen. Klingen zu wollen wie alle anderen, ist falsch. Das Ziel sollte doch immer sein, etwas komplett anderes zu machen. Mir war bei diesem Album wichtig, dass es sein eigenes Leben hat und nicht versucht, wie die Top 5 zu klingen. Sie haben dafür zahlreiche Kollaborateure aus der ganzen Welt eingeladen, von Moderator James Corden und Pianist Chilly Gonzales bis zu dem französischlibanesischen Musiker Ibrahim Maalouf und Sebastián Yatra aus Kolumbien. Warum eine so große Bandbreite? Weil dieses Album so musikalisch ist. Ich hatte dadurch das Bedürfnis, Musiker, die ich selbst gern höre, einzuladen. Ich wollte eine neue Tür öffnen. Die Kollaboration mit Michael Bublé, die schon erwartbarer ist, hätte auch auf meinem letzten Soloalbum sein können. Aber ich hatte bisher noch nie das passende Repertoire, um jemanden wie Chilly Gonzales zu fragen, ob er auf einem Song spielen möchte. Mit Songs wie „Incredible“, „Supernatural“ oder „This Is My Time“ gibt es auf dem Album eine Menge Liebeslieder. Denken Sie dabei auch nach 20 Jahren Ehe immer noch an Ihre Frau? Oh ja, immer! Ich hatte Glück: Ich habe früh die richtige Person gefunden, und wir hatten stets eine gute Ehe. Wir haben einander immer unterstützt und waren gut zueinander. Klar hatten wir auch mal schwere Zeiten, aber wir haben sie zusammen durchgestanden. Meine Ehe ist der Sockel dessen, was ich mache und wer ich bin, um ehrlich zu sein. Deswegen feiere ich sie ständig. Im Showbusiness sind Sie damit eher eine Ausnahme. Was ist das Geheimnis einer so langen, glücklichen Ehe? Ich weiß nicht, ob es da ein Geheimnis gibt. Aber so simpel und blöd das klingt: Wir versuchen immer, nett zueinander zu sein, den anderen zu unterstützen, einander zuzuhören und das Gehör des anderen auch einzufordern. Nett zu sein – damit fängt alles an. Das gilt ja auch außerhalb der Ehe. Heute morgen auf dem Weg zum Studio habe ich ein anderes Auto vorgelassen. Wenn mir so etwas passiert, dann fühle ich mich immer für ein paar Sekunden gut. Apropos gut fühlen: Wann hatten Sie das letzte Mal einen perfekten Tag, wie Sie ihn in „Oh What A Day“ besingen? Wir hatten Glück während des Lockdowns: Obwohl das für England sehr untypisch ist, hatten wir gutes Wetter, und ich muss sagen, wenn das so ist, gibt es keinen Ort, an dem ich lieber wäre. Leider ist es 90 Prozent des Jahres Scheiße, aber wenn die Sonne rauskommt und der Himmel blau ist, ist es wunderschön hier. Von daher hatte ich dieses Jahr gleich mehrere solcher Tage. „Oh what a day“ ist übrigens etwas, das meine Tochter alle Nase lang sagt. Die Idee hinter dem Song ist, die Welt durch die Augen eines Kindes zu sehen. Sich die Zeit zu nehmen, einen schönen Baum oder eine tolle Wolke anzuschauen. Ich glaube aber, das ist etwas, zu dem wir in diesem merkwürdigen Jahr vielleicht wieder zurückgefunden zu haben. Ich zumindest habe mir Zeit für Dinge genommen, die seit Jahren auf der Strecke geblieben sind. Zum Beispiel? Ich habe 20 Jahre lang nicht Gitarre gespielt, aber jetzt spiele ich wieder! Ich will nächstes Jahr in einer Show auftreten, also habe ich eine Menge Gitarre geübt. Wenn man Ihnen zuhört, bekommt man das Gefühl, als seien Sie mehr als je zuvor mit sich im Reinen – beruflich, aber auch privat. Das ist auch so. Ich bin an einem sehr guten Punkt in meinem Leben. Das, was ich

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