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BOLD THE MAGAZINE No.52

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HOFFNUNG EXKLUSIV IM INTERVIEW: JOHN KRASINSKI | STRANGELY FASCINATING: FORMENTO + FORMENTO | MLETZKO: STIL UND GANZ VIEL PORSCHE | 60 JAHRE JAGUAR E-TYPE | KATAR: WEG IN DIE MODERNE | MIT DEM MINI DURCH ISLAND | LENA HOSCHEK: ANTOINETTE’S GARDEN

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12 // BOLD THE MAGAZINE INTERVIEW / JOHN KRASINSKI Filmemacher, der mit seinem Kumpel Matt Damon unter anderem auch das Drehbuch zu „Promised Land“ schrieb und mit seiner Produktionsfirma Sunday Night Productions außer Filmen auch Shows wie „Lip Sync Battle“ verantwortete, der Knoten. „A Quiet Place“, die ungemein spannende Geschichte über den Überlebenskampf einer Familie in einer von geräuschempfindlichen Alien-Monstern bevölkerten Welt, wurde 2018 zum Überraschungserfolg. Weltweit spielte der Film mehr als 300 Millionen Dollar ein, Kritiker und Fans waren gleichermaßen begeistert, und eine Oscar-Nominierung (für den besten Tonschnitt) gab es auch noch. Krasinski übernahm neben der Regie auch die männliche Hauptrolle, außerdem war er an Drehbuch und Produktion beteiligt. Und die weibliche Hauptrolle spielte die Britin Emily Blunt, mit der er seit 2010 verheiratet ist und zwei Töchter hat. Nun kommt am 24. Juni, mit über einem Jahr Corona-Verspätung und je nach Öffnung der Kinos, die mit Spannung erwartete Fortsetzung von „A Quiet Place“ auf die Leinwand. Krasinski selbst spielt, wie sich jeder denken kann, der den ersten Teil gesehen hat, nur noch eine kleine Rolle, doch Blunt ist natürlich ebenso wieder mit von der Partie wie ihre Filmkinder und die Aliens. Wir konnten mit dem in Brooklyn lebenden 41-Jährigen im Interview sprechen. Mr. Krasinksi, als vor drei Jahren „A Quiet Place“ in die Kinos kam, wie weit war da schon die Planung für eine Fortsetzung? Meinerseits war sie nicht existent, das kann ich Ihnen garantieren. Dass die Leute bei so vielen Filmen davon ausgehen, ein Sequel sei eine ausgemachte Sache, finde ich problematisch. Deswegen habe ich auch erst einmal abgewunken, als mich die Produzenten nach einer Fortsetzung fragten, und habe ihnen viel Glück dabei gewünscht. Dass der erste Teil ein derartiger Erfolg wurde, hat mich wirklich umgehauen. Als ich irgendwann dann doch ein wenig Ruhe zum Nachdenken und schließlich eine kleine Idee für eine Fortsetzung hatte, hatte man längst mit anderen Regisseuren und Autoren gesprochen, und so musste mich dann richtig um den Job bewerben! Was war denn die kleine Idee, die dem zweiten Film zugrunde liegt? Nun, im ersten Teil ging es für mich ja vor allem um die Intimität und die Stärke von Familie. Um das Versprechen, dass man als Eltern seinen Kindern gibt: Bleib in meiner Nähe, dann wird nichts passieren. Am Ende des Films wurde dieses Versprechen unweigerlich gebrochen, so wie es auch im echten Leben irgendwann gebrochen wird. Ob mit dem Kindergarten, zum Studium oder wenn es ans Heiraten geht – es gibt viele Momente, in denen man seine Kinder loslassen muss. Daran wollte ich mit „A Quiet Place 2“ anknüpfen und im Grunde eine Metapher auf das Erwachsenwerden erzählen. Die halbwegs sichere Zone, das familiäre Sicherheitsnetz, ist weg, nun gilt es, draußen in der Welt zu überleben. Hätte ich nicht einen derart persönlichen Ansatz für die Geschichte gefunden, wäre ich niemals in der Lage gewesen, eine Fortsetzung schreiben zu können. Tatsächlich begegneten wir im ersten Film praktisch niemandem außer der Familie im Zentrum der Geschichte. Machten Sie sich damals schon Gedanken darüber, wie der Rest dieser postapokalyptischen Welt aussieht? Wer hat noch überlebt? Wie viele, und wie leben die nun? Solche Fragen habe ich mir natürlich auch gestellt, ohne dass ich damals schon eine Antwort darauf gehabt hätte. Allerdings war es bei „A Quiet Place“ eine ganz bewusste Entscheidung, den Radius unserer Familie nicht zu verlassen und auch keine Vorgeschichte zu erzählen oder eine Erklärung für die Anwesenheit dieser Monster zu liefern. Die Zuschauer sollten ganz unvermittelt in dieses Szenario hineingeworfen werden. Nur ganz am Ende habe ich bewusst mit den Feuern, die man in der Ferne sieht, zeigen wollen, dass da zumindest noch andere Menschen sind. Was den ersten Film so unheimlich macht, war nicht zuletzt die Tatsache, dass wir die meiste Zeit die Bedrohung nicht zu Gesicht bekamen. Stellte es eine visuelle Herausforderung für das Sequel dar, dass inzwischen alle wissen, wie diese Monster aussehen? Das ist ein interessanter Aspekt, der mich in der Tat beschäftigt hat. Mir hat es schon Spaß gemacht, in Zusammenarbeit mit den tollen Trickkünstlern von ILM diese Kreaturen nun in verschiedenen Situationen zu zeigen, in denen wir sie noch nicht gesehen hatten. Gleichzeitig finde ich nach wie vor, dass Zurückhaltung das tollste Mittel eines Regisseurs ist. Deswegen zeigen wir

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