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BOLD THE MAGAZINE No.52

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HOFFNUNG EXKLUSIV IM INTERVIEW: JOHN KRASINSKI | STRANGELY FASCINATING: FORMENTO + FORMENTO | MLETZKO: STIL UND GANZ VIEL PORSCHE | 60 JAHRE JAGUAR E-TYPE | KATAR: WEG IN DIE MODERNE | MIT DEM MINI DURCH ISLAND | LENA HOSCHEK: ANTOINETTE’S GARDEN

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58 // BOLD THE MAGAZINE DESIGN / KIA bis zum Jahr 2025. Er setzt auf den Wandel vom Autohersteller zum Mobilitätsanbieter, der bis 2025 etwa elf Elektrofahrzeuge im Portfolio hat und einen Marktanteil von 6,6 Prozent weltweit am Elektroauto anpeilt. Ab 2026 soll pro Jahr eine Million Öko-Autos abgesetzt werden, davon die Hälfte Elektroautos. Bis Ende 2025 will Kia rund 25 Milliarden Dollar investieren. Gemeinsam mit der neuen Ausrichtung der Marke hat Kia auch seine Designphilosophie präzisiert unter der Überschrift „Opposites United“, übersetzt „Vereinte Gegensätze“. Laut Kia ist sie inspiriert „von den Gegensätzlichkeiten, die sich in der Natur und im Menschsein finden. Im Mittelpunkt der Designphilosophie steht eine neue optische Identität, die mit kontrastierenden Kombinationen von scharf gezeichneten Stilelementen und plastischen Formen positive Kräfte und natürliche Energie hervorruft.“ Die Philosophie basiert auf fünf Designsäulen, die Kia so erklärt: „Bold for Nature“ (Mut zur Natur) basiert auf der Wechselwirkung mit der Natur und ist geprägt durch die Details, Formen und Proportionen, die sowohl in der natürlichen als auch in der menschlichen Welt zu finden sind. Diese Designsäule schafft organische, aber dennoch technische Strukturen und Oberflächen für Fahrzeuginnenräume. Außendesigns zeichnen sich durch eine Kombination von klaren und einfachen Linien mit kraftvollen, sich ständig verändernden Oberflächen aus. „Joy for Reason“ (Freude aus Vernunft) konzentriert sich auf die Atmosphäre und das Ambiente der Kia-Fahrzeuge. Künftige Designs werden das Emotionale mit dem Rationalen verschmelzen und dadurch Fahrzeuge schaffen, die die Insassen entspannen und inspirieren und so deren Stimmung beeinflussen. Auswirken wird sich diese Designsäule auch auf die Verwendung neuer organischer Materialien sowie mutigerer Farben, die ein Gefühl von Jugendlichkeit und Spielfreude vermitteln. „Power to Progress“ (Kraft zum Fortschritt) knüpft an die aktuellen Designstärken der Marke an. Durch die Nutzung und den Ausbau der Fähigkeiten und Kompetenzen, die in der jüngsten Ära des designorientierten Wandels der Marke erlernt wurden, werden sich die Designs und Layouts der Kia-Produkte weiterentwickeln. Künftige Designs werden auf Erfahrung und Kreativität zurückgreifen, um Neues zu erfinden und Innovationen zu schaffen. „Technology for Life“ (Technologie zum Leben) greift neue Technologien und Innovationen auf, um positive Wechselwirkungen zwischen Mensch und Maschine zu fördern. Die künftigen Fahrzeuge der Marke werden durch Design und Innovation sowie Fortschritte bei der Beleuchtung, der Atmosphäre und der Konnektivität ein neuartiges Nutzererlebnis (UX) bieten – und so den Kunden dabei unterstützen, sich auf sein Auto einzulassen. „Tension for Serenity“ (Spannung für Ausgeglichenheit) ruft die Spannung zwischen entgegengesetzten Kräften und kreativen Kontrasten hervor und erkennt das gestalterische Gleichgewicht, das durch zwei gegensätzliche Kräfte entsteht. Diese Säule liefert eindrucksvolle Designkonzepte, die scharf gezeichnete, hochtechnische Details nutzen, um Oberflächenspannung zu erzeugen – und die eine harmonisierte, zukunftsorientierte Designvision verwirklichen. Die Philosophie umsetzen soll Kias neuer Chefdesigner Karim Habib. Habib war schon bei BMW und Infinity Designchef und hat auch bei Mercedes im Design gearbeitet. Der im Libanon geborene Kanadier, der fließend Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch spricht, studierte Maschinenbau an der McGill University in Montreal sowie Transportation Design am Art Center College of Design in Pasadena, Kalifornien. BOLD sprach mit Habib über die künftigen Schwerpunkte seiner Arbeit und Kias erstes Elektroauto, den EV6. Herr Habib, wie sieht die Umsetzung der neuen Designphilosophie in der Praxis aus? Wir wollen, dass unsere Produkte ein instinktives und natürliches Erlebnis bieten und damit das tägliche Leben unserer Kunden verbessern. Unser Ziel ist es, die physische Erfahrung unserer Marke zu gestalten und originelle, ideenreiche und spannende Elektrofahrzeuge zu kreieren. Die Ideen unserer Designer und die Zielsetzung der Marke

DESIGN / KIA BOLD THE MAGAZINE // 59 sind enger miteinander verbunden denn je. Unsere Kunden stehen dabei im Mittelpunkt und beeinflussen jede Entscheidung, die wir treffen. Ist gutes Design bei einem reinen Elektroauto wichtiger als beim Verbrenner? Die Möglichkeiten, die dem Designer bei Elektroautos offenstehen, sind wesentlich größer als beim Verbrenner. Ein Elektroauto erlaubt eine ganz andere Ergonomie, einen flachen Unterboden, ein viel dünneres Armaturenbrett. Design im puren industriellen Wortsinn wird somit tatsächlich wichtiger, die Verantwortung der Designer wird größer. Das ist eine sehr positive Entwicklung – auch für mich. Wie spiegelt sich das im EV6 nieder? Als erstes reines Elektromodell von Kia ist der EV6 ein Musterbeispiel für ein progressives, den Menschen in den Mittelpunkt stellendes Design, kombiniert mit elektrischer Antriebskraft. Unser Ziel war es, mit dem EV6 ein unverwechselbares, wirkungsvolles Design zu kreieren, indem wir ausgefeilte Hightech-Elemente mit puren und großzügigen Volumen kombinieren, während wir zugleich den einzigartigen Raum eines futuristischen Elektrofahrzeugs bieten. Welche Details des EV6 werden wir künftig in Kia-Modellen wiederfinden? Details kann ich nicht verraten. Wir sprechen in Sachen neuer Designphilosophie nicht über bestimmte Linien oder Details. Wir reden über ein Konzept. Sie werden bei künftigen Modellen familienähnliche Dinge entdecken, aber nichts, was man eins zu eins von einem Auto zum anderen übernommen haben wird. Ein Beispiel: Die „Tigernase“ ist ein wichtiger Teil unsere „Geschichte“ und sie wird auch ein Teil unserer Zukunft sein. Der Kia K8, Ihre neue große Limousine, unterscheidet sich im Design stark vom EV6. Warum? Stimmt, der K8 ist ganz anders. Trotzdem sind beide Modelle nach der gleichen Design- Philosophie entstanden. Der K8 besitzt ebenfalls kontrastierende Elemente, und er probiert neue Technologien aus, auch innen. Wir nutzen aber nicht alles Neue in jedem Auto – wir nutzen es, wenn es Sinn macht. Hyundai, der Mutterkonzern, geht einen ganz anderen Weg in Sachen Design. Auch bei Elektroautos? Oder wird ein Familienaussehen erkennbar sein? Die neue Designphilosophie gilt für jedes Produkt des Konzerns, aber die Ausführung ist jedem Designer freigestellt. Hyundai und Kia haben verschiedene Typen von Kunden in verschiedenen Segmenten in verschiedenen Teilen der Welt. Bei Elektroautos dominieren innen meistens riesige Bildschirme. Bei Kia auch? Bedienungsanforderungen ändern sich mit der Zeit – erst recht, wenn man an teilauto- nomes oder autonomes Fahren denkt. Und dann kommt es auch noch darauf an, wo man auf der Welt fährt und wie der Verkehr dort ist. Die Bildschirme erlauben es eigene Einstellungen zu konfigurieren und einen direkten Dialog mit dem Auto zu führen. Letztlich sind sowohl Bildschirme als auch normale Knöpfe relevant – es kommt auf den Wagen an, das Segment und den Markt. Autos der 1960er und -70er Jahre besaßen noch Persönlichkeit, heute sind sie sich alle ähnlich. Lässt sich die Zeit zurückdrehen? Ich liebe Autos der 60er und 70er Jahre und ich denke, Persönlichkeit von Autos ist mehr als nur wichtig. Die Plattformen, die die Ingenieure heute bauen, erlauben uns, flexibel zu sein. Gerade die neuen Elektro- Architekturen bieten viele Vorteile. Man muss keinen Motor irgendwohin packen, man hat die Freiheiten, wo man die Frontscheibe positioniert und was man mit der Heckscheibe macht. Die EVs können lange Radstände haben, große Räder, kurze Überhänge. Wenn man solche Gestaltungsfreiheiten auf der einen Seite hat und eine starke Marke auf der anderen, ist man in der Lage, in Zukunft ganz verschiedene Auto-Charaktere zu schaffen. Das jedenfalls ist Kias Vorhaben und die persönliche Mission von jedem von uns bei Kia. WEITERE INFORMATIONEN: www.kia.de

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