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BOLD THE MAGAZINE No.53

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ZUVERSICHT EXKLUSIV IM INTERVIEW: HILARY SWANK | DANIEL BRÜHL IM GESPRÄCH | CO2-ABSORBIERENDE KLEIDUNG | TEXAS SÄNGERIN SHARLEEN SPITERI IM INTERVIEW | MUTANT VEHICLES | 48 STUNDEN GENF | DIE NEUE S-KLASSE | NEW WATCHES

IM INTERVIEW / HILARY

IM INTERVIEW / HILARY SWANK BOLD THE MAGAZINE // 11 Kino kommt, sondern nur als Video-on- Demand zu sehen ist (überall wo man online Filme mieten und kaufen kann), liegt nicht nur an der Corona-Pandemie. Doch dass sie sich von Rückschlägen nicht aufhalten lässt, hat Hilary Swank ja schon oft genug bewiesen. Und mit ihrer nächsten Rolle schlägt sie nun sogar einen Bogen zurück zu den schwierigen Anfangstagen ihrer Karriere: Ende 2021 wird sie in der vierten Staffel der nicht nur von „Karate Kid“-Fans gefeierten Serie „Cobra Kai“ zu sehen sein. Miss Swank, Ihr neuer Film „Fatale“ ist ein Thriller, wie man ihn eigentlich seit den Neunziger Jahren kaum mehr gesehen hat. Gefiel Ihnen dieser Retro-Charme? Absolut, wobei ich noch weiter gehen würde als Sie. Denn für mich ist „Fatale“ ein waschechter Noir-Film, so wie die, die zu Zeiten von Veronika Lake Konjunktur hatten. Also in den 1940er Jahren. Spannende Geschichten voller erwachsener Menschen, die sich alles andere als vorbildlich verhalten, sondern im Gegenteil jede Menge Fehler machen – so etwas gibt es ja heute wirklich kaum noch zu sehen. Wobei – und das ist an diesem Film sicherlich das eigentlich Besondere: zu dieser Geschichte gibt es obendrauf auch noch eine gute Portion Sozialkommentar mit dazu. Dass auch in einem Film wie „Fatale“ nun Themen wie Geschlechtergerechtigkeit oder Rassismus verhandelt werden, dürfte auch ein Zeichen dafür sein, wie sehr die Filmbranche sich gerade wandelt. Wann wurde Ihnen eigentlich in Ihrer inzwischen 30-jährigen Karriere bewusst, dass in dieser Hinsicht in Hollywood Einiges in Schieflage ist? Ehrlich gesagt, schon relativ früh. Ich war 15 Jahre alt, als ich mit meiner Mutter nach Los Angeles zog und anfing, zu Castings zu gehen. Viele der Rollen, für die ich vorsprach, waren auf eine Art und Weise beschrieben, die mir als junger Frau unangenehm war. Und mir fiel sofort auf, dass männliche Figuren nie auf diese detailreiche Weise über ihr Aussehen und ihren Körper beschrieben wurden. Als Teenager fand ich es oft verstörend, dass man von mir erwartete, mich auf bestimmte Weise zu kleiden oder auszusehen, während ich selbst erst zu lernen begann, was Weiblichkeit und Sexualität überhaupt bedeuten. In dieser Hinsicht ist nicht nur Hollywood problematisch … Oh nein, dass Frauen objektiviert und trivialisiert werden, habe ich in meinem Leben immer und überall erlebt. Schon wenn man als Mädchen Plakatwände und Werbeanzeigen mit Frauen in Bikinis und provokativen Posen sieht, nimmt man die Botschaft mit, dass man so aussehen muss, wenn man gefallen und im Leben weiterkommen möchte. Dieses Bild wurde dann in Hollywood einfach perpetuiert, was eben nicht zuletzt daran lag, dass Geschichten eigentlich immer vom Blickwinkel weißer heterosexueller Männer aus erzählt wurden. Ich bin unglaublich dankbar, dass das inzwischen immer mehr aufgebrochen wird und wir auf den Leinwänden und Bildschirmen die Welt präsentiert bekommen, in der wir wirklich leben. Dass wir in der Filmbranche vor und hinter der Kamera mehr Vielfalt in Sachen Geschlecht und Herkunft, Hautfarbe und sexueller Identität sehen, finde ich ebenso überfällig wie aufregend. Vergangenes Jahr zitierten Sie auf Ihrem Instagram-Account den legendären Basketballspieler Michael Jordan mit den Worten: „Ich bin in meinem Leben wieder und wieder gescheitert. Genau deswegen wurde ich erfolgreich.“ Erkennen Sie sich darin wieder? Für mich war die wichtigste Lektion stets, nicht aufzugeben, die Zuversicht nicht zu verlieren oder sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen. Das ist eines der größten Geschenke, das meine Eltern mir mitgegeben haben. Beide sind sehr bodenständige Menschen, die ihr Leben lang unermüdlich gearbeitet haben und stets aufrichtig waren. Sie haben mir immer vermittelt, dass ich im Leben alles erreichen kann, wenn ich hart daran arbeite und an mich glaube. „Das kann ich nicht“ waren vier Worte, die bei uns zuhause nicht fallen durften. Da war meine Mutter meinen Trainern beim Sport nicht unähnlich.

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